Bassum. Marcello Monaco ist schon wieder in Italien. Die nächsten Auftritte warten, dabei liegt der letzte erst eine Woche zurück. Der Artist hatte am vergangenen Wochenende das zweite Straßenkunstfestival Piazzetta zusammen mit der Stadt Bassum auf dem Asphalt der Innenstadt organisiert. Trotz miesen Wetters – Regen und für diese Jahreszeit kühle Temperaturen – zieht er ein positives Fazit. "Super-gut. Wir haben wahnsinnig gute Lösungen gefunden", sagt er und meint damit die Improvisationsfähigkeit der Künstler. Als es nämlich regnete, hätten einige unter dem Dach des Rathausparkplatzes die Menschen zum Schmunzeln und Staunen gebracht. Das niederländische Duo Oddlings zog mit ihrer Nummer prompt ins Modehaus Maas. Das war sogar thematisch eingebunden. Schließlich ging es in der Darbietung um eine Schaufensterpuppe. "Trotz des Wetters ist jeder Künstler einmal aufgetreten", hält Monaco fest.
Und die zeigten sich äußerst zufrieden, wie Heinz Schierloh, Wirtschaftsförderer der Stadt, in Erfahrung brachte. Sie hätten selten so ein "fröhliches Publikum gesehen". So war auch Magic Udo ganz begeistert, wie seine Managerin Tatjana Raschewski wissen lässt. "Es hat ihm sehr gut gefallen. Er tritt ja mittlerweile fast nur noch auf der Bühne auf. Und mit Cindy aus Mahrzahn in der Halle aufzutreten ist natürlich schön, aber auf der Straße ist das Gefühl noch einmal ein anderes. Denn dort hat ja alles angefangen", sagt die Managerin.
Zur Varieté-Show am Sonnabendabend seien laut Schierloh auch noch einmal 500 Zuschauer geströmt – und das obwohl die Temperaturen bei unter zehn Grad gelegen hätten. "Die hatten einfach Decken und Kissen mitgebracht", blickt Schierloh zurück. Gut, zu Beginn hätten es am Sonnabend ein paar mehr Zuschauer in der Stadt sein können. Aber im Laufe des Tages sei die Besucherzahl gestiegen. Schierloh schätzt sie auf 1000 pro Tag. Und die Menschen kamen nicht nur aus Bassum, sondern auch aus Nienburg, Delmenhorst, Bremen und Oldenburg, wie Schierloh an den Nummernschildern auf den öffentlichen Parkplätzen ausmachte. Finanziell sei man auch "im Rahmen geblieben", sagt Monaco nach den ersten Berechnungen.
Die Resonanz der Händler sei allerdings nicht ganz so berauschend gewesen, lässt Schierloh wissen. Zumindest nicht zu Beginn. "Als ich am Sonntagabend allerdings noch einmal durch einige Geschäfte ging, herrschte schon im Großen und Ganzen Zufriedenheit." Hans-Joachim Günther, Vorsitzender der Wirtschafts- und Interessengemeinschaft Region (WIR) Bassum, glaubt auch nicht, dass sich die Piazzetta so stark auf die Einnahmen der Händler auswirke, zeigt sich aber trotzdem begeistert. Kulturell und künstlerisch könne Bassum mit dem Straßenfestival punkten. "Wenn sich die Macher ermutigt fühlen und weitermachen wollen, wird die WIR das unterstützen", sagt Günther.
Und die Macher wollen. "Auf jeden Fall würden wir gerne eine Piazzetta 3 veranstalten", lässt Marcello Monaco wissen. Auch Wirtschaftsförderer Heinz Schierloh würde sich eine weitere Auflage wünschen. Beiden schweben auch schon Verbesserungen vor. Marcello Monaco schließt nicht aus, dass man den Varieté-Abend auch in einer Halle veranstalten könnte, dann sei man nicht auf das Wetter angewiesen.
Auch Magic Udos Managerin Tatjana Raschewski spricht den Veranstaltern Mut zu: "Aller guten Dinge sind drei." Ihr Künstler hätte auf jeden Fall wieder Lust auf Piazzetta. ",Jederzeit gerne wieder’, waren seine Worte."








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