"Man steigt in die Plastikkugeln ein, die werden mit Luft gefüllt und per Reißverschluss verschlossen und dann kann man loslaufen - wie ein Hamster im Rad", erläutert Schwimmmeister Hubert Dollinger das Prinzip auf seine eigene Art und Weise. Er selbst ist schon ganz neugierig auf die drei Bälle, die für diesen Nachmittag von Ravena Events aus dem Kreis Dithmarschen (Schleswig-Holstein) zu Wasser gelassen werden. "So etwas habe ich auch noch nicht erlebt", bekennt Dollinger, der in seinen 40 Jahren als Schwimmmeister schon einiges an Absonderlichkeiten im und auf dem Wasser gesehen haben dürfte.
Drei Bälle gleichzeitig im Einsatz
Wie also kommt man dann an so was? "Das Event-Team hat im Rathaus angerufen und uns die Aktion angeboten", berichtet Weyhes Kulturbeauftragte Hedda Benner. "Und das passte zum Ziel, die Attraktivität des Freibades zu steigern." Um dennoch lange Warteschlangen zu vermeiden, wollen die Verantwortlichen am 12. Juli die drei Bälle gleichzeitig zum Einsatz bringen. "Wir werden das so handhaben, dass wir dafür jeweils eine Bahn nehmen", erläutert Dollinger. Welche Becken dafür herhalten werden, werde noch entschieden. "Wir wollen mal gucken, wie lange man ungefähr braucht, um die Bahn einmal abzulaufen."Vorgesehen ist aber, den Lauf je nach Andrang auf drei bis fünf Minuten zu beschränken. Theoretisch würde die Luft aber schon für 30 Minuten langen, hat sich Dollinger erkundigt. Die Sicherheit steht jedoch an erster Stelle. Und deswegen, sagt Hedda Benner, dürften die Bälle nicht zu zweit benutzt werden. Wer Angst in der Kugel bekomme, werde sofort an den Rand geholt, ergänzt
Dollinger.
Zudem gibt es ein paar Ausschlusskriterien. Neben dem bereits erwähnten Gewichtslimit sind das Epilepsie, Schwangerschaft, Herz-Kreislaufbeschwerden und Alkohol- und Drogenkonsum. "Auch sollte während des Laufs nicht geraucht werden", setzt Dollinger noch einen Klopfer drauf. Dagegen spiele das Alter keine Rolle. Jung wie Alt, betont Hedda Benner, dürften sich in die durchsichtigen Kugeln wagen. Diese seien so wasserdicht, dass man theoretisch auch im Cocktailkleid den Gang über das Wasser antreten könne.
Wenn der "Walk on the Water" zum Renner wird, könnte man nächstes Jahr durchaus noch mal versuchen, die Wasserbälle nach Weyhe zu holen, meint Dollinger. Wenn es der Kalender von Ravena Events denn zulasse. "Wir hatten ursprünglich versucht, die Wasserbälle gleich für ein ganzes Wochenende zu bekommen, aber die sind schon sehr ausgebucht", erzählt der Schwimmmeister, der das Auf-demWasser-Laufen - ebenso wie Hedda Benner - liebend gerne auch selbst ausprobieren würde. "Aber die Gäste haben Vorrang.
Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Jeder bezahlt am 12. Juli ganz normal seinen Freibad-Eintritt und kann sich dann ins Vergnügen stürzen - mit oder ohne Laufball.








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