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Landkreis Diepholz Fahrlehrerinnen sind Vorurteilen ausgesetzt

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Während ihrer Ausbildung zur Fahrlehrerin war Jessica Steinborn eine von wenigen Frauen. Auch jetzt hat sie nicht viele
Während ihrer Ausbildung zur Fahrlehrerin war Jessica Steinborn eine von wenigen Frauen. Auch jetzt hat sie nicht viele Kolleginnen. Trotzdem wird sie gut in der Männerdomäne angenommen.

Sie ist blond, sie ist jung und sie reitet gerne. All diese Eigenschaften beschreiben Jessica Steinborn. Sie ist aber seit Kurzem auch Fahrlehrerin bei der Fahrschule Bergmann in Weyhe, Syke und Barrien. Seit 2005 verfolgt die 23-Jährige aus Hoyerhagen ihren Berufswunsch und musste dafür einen starken Willen beweisen. Nicht viele Frauen wollen Fahrlehrerin werden. Nach der Ausbildung werde man laut Jessica Steinborn von Kollegen und Fahrschülern aber gut aufgenommen.

Fahrlehrerin wollte die junge Frau werden, seit sie vor sieben Jahren ihren Führerschein bei der Fahrschule Mucker in Twistringen gemacht hat. Mit ihrer Fahrlehrerin Kerstin Erdmann war sie schon vorher durch die gemeinsame Leidenschaft für Pferde gut befreundet. Erdmann brachte sie auf die Idee, ebenfalls diesen Beruf zu ergreifen. "Um Fahrlehrer oder Fahrlehrerin werden zu können, braucht man aber entweder das Abitur oder eine abgeschlossene Berufsausbildung. Nur so ist man ein Vorbild für die Fahrschüler", sagt die 23-Jährige. Da sie aber kein Abitur hat, machte sie zunächst eine Ausbildung zur Bürokauffrau. "Damit konnte ich auch einen Teil des Geldes aufbringen, um alle erforderlichen Führerscheine für Lastwagen, Motorrad und Auto absolvieren zu können." Insgesamt hat Jessica Steinborn 23000 Euro ausgegeben, bevor sie mit ihrem eigentlichen Beruf beginnen konnte. Anfang 2011 machte sie ihre Ausbildung beim Verkehrsinstitut in Bielefeld. "Mit mir waren wir fünf Frauen von 26 Schülern und damit wirklich in der Unterzahl", sagt Steinborn.

Etwas größer wiederum ist der Anteil im Landkreis Diepholz. Ralf Dirksen, Teamkoordinator für das Fahrlehrerwesen und für Verkehrssicherheitsarbeit im Landkreis Diepholz, gibt an, dass es, inklusive aller Fahrschulinhaber 184 Fahrlehrer im Landkreis gibt. "Davon sind rund 30 Prozent weiblich", sagt er. "Der Beruf ist trotzdem gar nicht mehr so ein untypischer Frauenberuf, wie er es früher einmal war. Vor einigen Jahren gab es eine richtige Männerdomäne, und Frauen waren etwas Besonderes", sagt der Koordinator. Das habe sich gewandelt, seit die Bundeswehr so gut wie keine Ausbildungsmöglichkeiten für Fahrlehrer mehr anbietet. Diesen Weg hatten viele Männer beschritten.

Dirksen: "Der Großteil der weiblichen Fahrlehrer hat eine Fahrerlaubnis für die kleineren Klassen, wie Motorrad oder Auto. Die Männer hingegen sind in den größeren Klassen für Laster und Busse vertreten." Es gebe auch einige Frauen im Landkreis, die sich selbstständig gemacht haben und ausbilden. "Mit einem Kind können sich Frauen den Beruf gut einteilen und beides unter einen Hut bekommen." Mittlerweile sei der Beruf reine Finanzierungssache.

Egon Kruse von der Fahrschule Kruse mit Standorten in Weyhe, Stuhr und Syke hat eine eigene Einschätzung, warum es noch immer deutlich weniger Frauen in seinem Beruf gibt: "Ich glaube, dass viele Männer technisch interessierter sind. Aus meiner Sicht ist das kein typischer Frauenberuf", sagt der Fahrlehrer. Bei seinem Vater habe es vor Jahren eine Fahrlehrerin im Betrieb gegeben – das sei noch eine Ausnahme gewesen. "Zurzeit haben wir keine Fahrlehrerin bei uns. Würde sich eine qualifizierte Frau bewerben, hätte ich aber nichts gegen eine weibliche Kollegin."

Jessica Steinborn unterrichtet mittlerweile seit dem 1. August dieses Jahres – nach fünfeinhalb Monaten schulischer Ausbildung und viereinhalb Monaten Praxis bei der Fahrschule Gräper in Syke – als Fahrlehrerin bei der Fahrschule Bergmann. "Von meinen 33 Schülern sind bestimmt 20 weiblich. Vorher gab es hier noch keine Frau, und die Mädchen nehmen das Angebot gerne an", sagt sie.

Inga Wesemann ist seit fünf Jahren als Fahrlehrerin tätig und mittlerweile bei der Fahrschule Gräper in Syke fest angestellt. "Ich fahre einfach unheimlich gerne Auto. Auch meine Kollegen haben mich auf Anhieb akzeptiert", erinnert sie sich. Einige Schüler seien gleich neugierig im Theorieunterricht auf sie zu gekommen. "Respekt muss man sich eigentlich immer verschaffen. Deshalb bin ich zwar locker drauf, kann aber auch ernst sein, wenn es sein muss", sagt Wesemann. Auch in ihrer Ausbildungsklasse seien unter den 26 Schülern lediglich sechs Frauen gewesen.

Ihr Arbeitgeber Ulf Gräper ist sehr zufrieden mit der Kollegin. "Bis jetzt gab es noch keine Vorurteile. Einmal meinte aber jemand, er dürfe es zwar nicht so laut vor den Verwandten sagen, aber der Unterricht bei der Fahrlehrerin sei gut gewesen", sagt Gräper. Er kenne einige Betriebe, die ebenfalls Frauen beschäftigen. Auch bei ihnen gehe es sehr kollegial zu. "Ich glaube nicht, dass es da Probleme gibt."



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bukater am 18.05.2013 20:12
@fred01: Das Werder nicht in Nürnberg gewinnt, war klar!! Es nervt immer wieder, wenn hier davon geredet wird, dass Schaaf so einen Abgang nicht ...
fred01 am 18.05.2013 19:52
Gut das Werder nicht gewonnen hat, denn so einen Abgang hat Schaaf nicht verdient, ic h hoffe nur das Fischer und Lembke auch so einen Abgang ...
 
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