Der Bericht umfasste den Zeitraum 2009 bis 2011. In dieser Zeit waren durchschnittlich 82 Prozent Frauen und 18 Prozent Männer bei der Gemeinde beschäftigt. Im Rathaus betrug der Frauenanteil 61 Prozent, der Männeranteil 39 Prozent. Im Bereich der Führungskräfte hielt sich das Geschlechterverhältnis mit jeweils 50 Prozent genau die Waage - ganz im Sinne einer Gleichstellung.
In einzelnen Berufssparten zeigte sich allerdings ein anderes Bild. So waren in dem betreffenden Zeitraum 95 Prozent der Beschäftigten der Sozialstation weiblich und nur fünf Prozent männlich. Im Baubetriebshof war das Verhältnis umgekehrt. Dort arbeiteten 11,5 Prozent Frauen und 88,5 Prozent Männer. Hier zeige sich das gesellschaftliche Problem der geschlechtertypischen Berufswahl. Doch Ratsfrau Annika Bruck von den Grünen hakte nach: "Dieses Bild hat doch auch monetäre Gründe. Es ist doch immer noch so, dass Männer bei einer Familiengründung die Hauptverdiener sind", sagt sie. "Auch weil Berufe im sozialen Sektor noch so schlecht bezahlt sind, ergreifen Männer sie nicht."
Doch nicht nur für die Beschäftigten der Kommune selbst, sondern auch für die allgemeine Gesellschaft in der Gemeinde ist Kilic-Walter zuständig. Hier gehöre die Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch den Ausbau der Kinderbetreuung zu den Schwerpunkten der Gleichstellungsbeauftragten, wie sie sagte. Zurzeit wird ein Gleichstellungsplan erstellt.







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