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500 junge Leute besuchten die Ausstellung "anders? cool!" / Jugendmigrationsdienst der AWO berät bis zum Alter von 27 Jahren Jugendliche und Eltern wissen jetzt mehr über Berufe

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Nach etwas verhaltenem Besuch in den ersten Tagen, sprach sich offensichtlich besonders unter der Zielgruppe der jungen Menschen mit Migrationshintergrund herum, dass die Ausstellung und Beratung im Büro von Olga Ils fundiert und kompetent bei Fragen der Ausbildungsmöglichkeiten und Berufschancen helfen kann.

Nach Schätzungen gibt es 4000 junge Leute mit Migrationshintergrund allein im Bremer Osten, die Job oder Ausbildung suchen. Zuwanderer beispielsweise aus Kasachstan oder Russland wissen häufig nicht, dass es Berufe wie Büro- oder Kommunikationskaufmann hier gibt. 500 junge Leute haben sich in der Ausstellung informiert. Diese hohe Akzeptanz haben sich Olga Ils und Olga Zoll in intensiver Zusammenarbeit im Vorfeld erarbeitet. Bereits im Juni verschickten sie etwa 300 E-Mails an alle Bremer Schulen und Institutionen, die mit Migranten arbeiten, um zu der Ausstellung einzuladen. Jede Schule wurde besucht. Innerhalb der Ausstellung "anders? cool!" bezeichnen Olga Ils und Olga Zoll den Runden Tisch mit Eltern und Schülern als wichtigen Baustein.

Eltern konnte verdeutlicht werden, welche beruflichen Möglichkeiten ihren Kinder offen stehen. Viele meinten, dass der öffentliche Dienst für Zugewanderte nicht offen steht, ein Irrtum. Das Spektrum allgemeiner Verwaltungstätigkeit, Datenverarbeitung, über Kraftfahrer, Hausmeister, Handwerker bis zum Steuerrechtler im öffentlichen Dienst war ihnen nicht bewusst. Nur wenige wissen auch, dass die Beratungsstellen über das jugendliche Alter hinaus, generell bis zum 27. Lebensjahr, offen stehen.

Geladene Referenten, zum Beispiel von der Handelskammer, berieten alternativ zu gewerblich technischen Berufen. Zum Runden Tisch kamen Ehemalige und gaben Auskunft über ihre beruflichen Werdegänge und machten damit Teilnehmern Mut, sich auf dem ersten Arbeitsmarkt gut zu orientieren. Ein anderer Schwerpunkt war die VIP-Lounge. Ein Stammtisch von Azubis, in dem es um berufliche Werdegänge, den Umgang mit Absagen und Möglichkeiten, in der Arbeitswelt Fuß zu fassen, ging. Gäste der Ausstellung waren die Klassen acht bis zehn der Schule Koblenzer Straße, Schüler der Gesamtschule Walliser Straße und der Albert-Einstein-Schule und viele Jugendliche aus Osterholz und Interessierte aus dem weiteren Stadtgebiet.

Einen Kreis zu bilden, in den sich zwei bis drei Außenstehende integrieren sollten, sorgte immer wieder für spannungsvolle Unterhaltung und Verwunderung. Viele Positivbeispiele berichtete Olga Ils, beispielsweise über eine 45-Jährige, die den Aufnahmetest zur Ausbildung bestand und beim Finanzamt Arbeit fand, und über deren Tochter, die dem Beispiel ihrer Mutter in den öffentlichen Dienst folgte.

Olga Ils, Jugendmigrationsberaterin mit eigenem Migrationshintergrund, und Olga Zoll aus Kasachstan, nach einer Ausbildung zur Groß- und Außenhandelskauffrau jetzt Studentin des Integrierten Europa-Studiums mit Schwerpunkt Russisch, Politik, Kultur und Wirtschaft, ziehen eine sehr positive Bilanz zur Ausstellung. "Wir sind jetzt bei vielen Schulen und Institutionen fest im Bewusstsein," sagt Olga Ils.

Olga Ils bietet für den Jugendmigrationsdienst der AWO, Otto-Brenner-Allee 44/46, Telefon 42 93 26, Montag13 bis 17 Uhr, mittwochs 9 bis 13 Uhr Beratung an. E-Mail: o.ils@awo-bremen.de.



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Leserkommentare
querdenkerschraegschreiber am 26.05.2013 10:56
...was nichts nutzt, wird nicht genutzt.
tommi24 am 26.05.2013 09:34
@altwaller

Da gebe ich Ihnen recht, siehe unsere "Schwarzen" in Bremen im Einklang mit einem Buunternehmen!!! Übrigens, wie vornehm ...
 
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