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Voigt folgt beim FC Hude auf Janßen

10.10.20120 Kommentare
Abgang: Sven Janßen ist seit Montagabend nicht mehr Trainer des FC Hude. Seine Nachfolge tritt ab sofort Torsten Voigt a
Abgang: Sven Janßen ist seit Montagabend nicht mehr Trainer des FC Hude. Seine Nachfolge tritt ab sofort Torsten Voigt an, der erst am 19. September beim Ligarivalen TV Munderloh entlassen worden war. (Ingo Möllers)

Hude·Hatten-Munderloh. Nach knapp eineinhalb Jahren ist Schluss: Der Fußball-Kreisligist FC Hude hat sich dazu entschlossen, die Zusammenarbeit mit Trainer Sven Janßen zu beenden. "Es gab unterschiedliche Auffassungen, was die sportlichen Ziele und die Zusammensetzung des Kaders betrifft", nannte Janßen gestern den Grund für die Trennung. Am Wochenende hatte sich der 46-Jährige mit dem Vorsitzenden des FC Hude, Peter Burgdorf, getroffen, um über die Zukunft der Mannschaft zu reden – am Ende des Gesprächs stand fest: Janßen geht. Gestern machte der Verein den Entschluss offiziell und stellte in Torsten Voigt, der am 19. September beim Ligarivalen TV Munderloh entlassen worden war, einen Nachfolger vor.

"Es hat einfach nicht mehr gepasst. Wenn es im Verein zunehmend um andere Sachen geht als um Fußball, ist es meine Pflicht als Vorsitzender, zu handeln", erklärte Burgdorf. Das Problem: Janßen, der den FC Hude im Juli 2011 übernommen hatte, wollte eine Mannschaft aufbauen, die "höhere sportliche Ziele" erreichen kann. Sein Konzept, auch Spieler von außerhalb zu verpflichten, kam im Verein allerdings nicht überall gut an. "Viele Huder sind nicht vorrangig darauf erpicht, bestimmte Ziele zu erreichen. Sie wollen einfach nur ihre eigenen Jungs spielen sehen", sagte der Ex-Coach: "Das hat zu großen Spannungen geführt." Auch die derzeit prekäre sportliche Situation der Mannschaft – Hude rangiert nach neun Spielen mit neun Punkten auf Tabellenplatz 14 – dürfte ihren Teil zur Trennung beigetragen haben. Bereits am 30. September hatte sich Janßen nach der 1:3-Heimniederlage gegen den TSV Großenkneten kritisch gegenüber seines eigenen Teams geäußert, unter anderem von "selbstherrlichen Spielern" gesprochen (wir berichteten). Am Montagabend kam es zu einem Treffen zwischen Trainer und Mannschaft im Soccerpark Delmenhorst, während dessen Janßen den Spielern seinen Abschied verkündete. "Die vergangenen Wochen waren auch für die Jungs nicht einfach. Es herrschte ein schwieriges Klima", sagte der Delmenhorster, der von einem "guten Treffen mit gelöster Stimmung" berichtete. Ob Janßen nun Spieler folgen, die er nach Hude gelotst hat, ist derzeit noch unklar. Manuel Mutlu beispielsweise hielt sich gestern bedeckt: "Dazu kann ich im Moment noch nichts sagen. Ich bin vor der Saison nur wegen Sven nach Hude gekommen", erklärte der Routinier, dem allerdings auch ein gutes Verhältnis zu Janßens Nachfolger Torsten Voigt nachgesagt wird. Beide hatten schon im vergangenen Jahr während Mutlus kurzem Gastspiel beim TV Munderloh zusammengearbeitet.

Gestern Abend wollte sich Voigt seiner neuen Mannschaft vorstellen. Von der Anfrage des FC Hude war der 43-Jährige am Montag aber noch überrascht. "Damit gerechnet habe ich jedenfalls nicht", sagte der Trainer über das entsprechende Telefongespräch mit Peter Burgdorf. Beim Blick auf Voigts sportliche Vita macht das Engagement beim FC Hude aber durchaus Sinn – schließlich ist er ein Huder Eigengewächs, spielte in der Jugend und auch im Herrenbereich für den Verein. "Mit dem Wechsel kehre ich praktisch nach Hause zurück", betonte Voigt, der in Hude lebt und dem Klub vorerst für ein Jahr seine Zusage gegeben hat. Seine Assistenten bringt der neue Coach übrigens gleich mit: Tobias Schmitz und Kolja Winkler – ebenfalls zwei ehemalige Huder – folgen Voigt. Das Duo hatte den TV Munderloh nach der Entlassung Voigts bis Sonntag als Trainergespann betreut, nach der 1:2-Heimpleite gegen den KSV Hicretspor aber seinen Abschied verkündet und das Amt an Niklas Kühne übergeben (wir berichteten). "Ich freue mich sehr, dass beide mit dabei sind", sagte Voigt über die Wechsel von Schmitz und Winkler.

In den kommenden Wochen dürfte auf die drei Neuen an der Seitenlinie gleich jede Menge Arbeit zu kommen: Die vier nächsten Gegner des FC Hude heißen Harpstedter TB, TuS Heidkrug, Ahlhorner SV – und TV Munderloh. "Das Startprogramm kann ich mir nicht aussuchen. Wir werden intensiv miteinander arbeiten und wollen so schnell es geht unten rauskommen", verdeutlichte Voigt.

 


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Leserkommentare
djhg am 18.08.2017 07:27
@Werderland: Ich denke eher, dass Nouri und Baumann auch ihren Aussagen aus der letzten Saison gelernt haben und es deshalb eher intern ...
abrakadabra am 18.08.2017 07:26
Der Betrag ist ja wohl lächerlich ... Warum gibts da nicht wenigstens einen Punkt in Flensburg? Für Taxifahrer als angebliche Profis darf es auch ...