Wetter: Regen, 11 bis 22 °C
SV Heiligenfelde
Der Artikel wurde zur Merkliste hinzugefügt.
Die Merkliste finden Sie oben links auf der Seite.

Honscha sorgt für perfektes Heimdebüt

19.08.20130 Kommentare
Lass ihn raus, den Jubel: Dabei hatte Tobias Dickmann vom SV Heiligenfelde doppelten Grund zur Freude. Erst markierte er
Lass ihn raus, den Jubel: Dabei hatte Tobias Dickmann vom SV Heiligenfelde doppelten Grund zur Freude. Erst markierte er das zwischenzeitliche 1:1 und kurz vor Schluss durfte er sich sogar über einen Sieg gegen den TV Stuhr freuen. (Udo Meissner)

Eigentlich wollte Nils Honscha nach dem Ende der vergangenen Saison kürzertreten. Wie wertvoll er für den Fußball-Bezirksligisten SV Heiligenfelde noch ist, bewies der Innenverteidiger sieben Minuten vor Spielende. Nach einem Freistoß von Gerrit Bolte stieg Honscha hoch und köpfte zum 2:1 (0:1)-Sieg gegen den TV Stuhr ein.

Genau dieses Szenario hatte sein Trainer Frank Fischer in der Halbzeitpause vorausgesagt. "Wir werden diese Partie noch drehen und Nils Honscha macht einen Treffer mit dem Kopf", lautete die Ansprache des Heiligenfelder Übungsleiters in der Kabine. Janik Troue brachte in halbrechter Position Janek Piontek zu Fall. Den fälligen Freistoß zirkelte Gerrit Bolte auf den Kopf des 33-Jährigen, der das Leder platziert ins rechte Eck beförderte und so die gelungene Heimpremiere des SVH auf Bezirksebene perfekt machte. "Beim Treffer war auch viel Glück dabei", sagte Honscha, der eigentlich kürzertreten wollte, sich dann jedoch mangels anderer Alternativen doch noch zu einem weiteren Engagement überreden ließ. "Bis zum Ende der Halbserie mache ich auf jeden Fall weiter. Danach muss man mal sehen, wie es weitergeht", ergänzte Honscha.

Seine Heiligenfelder kamen alles andere als gut in die Begegnung. Viel Glück hatten die Gastgeber in der zehnten Minute, als René Rogalla das Leder mit dem Außenrist zu Daniel Horeis beförderte, dieser dann jedoch knapp am Tor vorbeispitzelte. Eine Minute zuvor klärte Christian Gerlach einen Schuss von Timo Wetjen per Faustabwehr. Zu allem Überfluss verletzte sich dann auch noch Timo Spannhake. Nach einem Pferdekuss schied der Heiligenfelder Innenverteidiger mit einer Oberschenkelprellung aus (14.). Florian Jamer übernahm dessen Part in der Viererkette. Zwei Minuten später profitierten die Stuhrer von diesen Umstellungsproblemen. Zwischen Jamer und Honscha hindurch gelangte der Ball zu Rogalla, der dann zur Führung traf. "Der Ball wurde vorher noch abgefälscht und rutschte so quasi zwischen uns durch", beschrieb Honscha die Szene. "Christian Gerlach hätte hier auch einen Tick schneller herauskommen müssen", wies Fischer die Schuld nicht nur den beiden Innenverteidigern zu. Die Gäste hätten noch viel mehr zum Spielverderber werden können, wenn denn der Freistoß-Hammer von Wetjen anstatt an den rechten Innenpfosten im Tor gelandet wäre (41.). "In der ersten Halbzeit haben wir uns nicht bezirksligatauglich gezeigt. Mit dem 0:1 waren wir noch gut bedient", bilanzierte Fischer.

Dickmann leitet die Wende ein

Nach Wiederanpfiff änderte sich das Geschehen. Die Platzherren drückten fortan auf das Gästetor. Nach einem Zusammenspiel zwischen Tobias Dickmann und Piontek schoss Letztgenannter nur knapp vorbei (47.). Es war das Zeichen zur Aufholjagd. In der 59. Minute nahm Dickmann nach einer Ecke dann perfekt Maß und traf ins linke untere Eck. Wenig später zog Piontek kurz vor der Strafraumgrenze ab. Sein Schuss landete jedoch knapp über dem Querbalken (63.). Die nächste Chance bot sich den Gästen. Nach Pass von Horeis stand Andre Kucharski urplötzlich frei, doch Gerlach parierte dessen Schuss (76.). Dann schlug die Stunde von Honscha, der sich nach Freistoß von Bolte perfekt in die Höhe schraubte und zum vielumjubelten Siegtreffer traf. "Das war eigentlich anders abgesprochen", flachste Stuhrs Coach Christian Meyer nach Beendigung der Partie in Richtung Honscha. Beide kennen sich gut aus gemeinsamen Schulzeiten, die sie während der Ausbildung in einer Akademieklasse verbrachten. "Es ist natürlich auch schwer zu verteidigen, wenn Nils zum Kopfball hochsteigt", ergänzte Meyer, der eine durchaus passable erste Hälfte seines Teams gesehen hatte. "Im zweiten Abschnitt haben wir das taktisch allerdings nicht mehr so gut gemacht", sah Meyer hier den Hauptgrund für die Pleite.


Bisher 0 Kommentare Eigenen Kommentar schreiben »
WESER-KURIER Sportbuzzer

WESER-KURIER Sportbuzzer - Spielberichte, Fotogalerien und Diskussionen rund um den Bremer Amateurfußball.

Sporttabellen & Ergebnisse

Welcher Verein wann in Bremen oder der Region spielt und wie die Begegnung ausgegangen ist, erfahren Sie in unserem Tabellenbereich. Auch die Ergebnisse der Spiele der höheren Ligen finden Sie dort.

WESER-KURIER Kundenservice
Leserkommentare
djhg am 18.08.2017 07:27
@Werderland: Ich denke eher, dass Nouri und Baumann auch ihren Aussagen aus der letzten Saison gelernt haben und es deshalb eher intern ...
abrakadabra am 18.08.2017 07:26
Der Betrag ist ja wohl lächerlich ... Warum gibts da nicht wenigstens einen Punkt in Flensburg? Für Taxifahrer als angebliche Profis darf es auch ...