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Landtagswahl in Niedersachsen Vorbereitungen für Landtagswahl laufen seit November

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Zwei Stimmen müssen die Wähler am 20. Januar bei der Landtagswahl abgeben. Jürgen Meyer, Wahlsachbearbeiter in Syke, hof
Zwei Stimmen müssen die Wähler am 20. Januar bei der Landtagswahl abgeben. Jürgen Meyer, Wahlsachbearbeiter in Syke, hofft in diesem Jahr auf eine rege Wahlbeteiligung.

Wer jetzt noch keine Wahlbenachrichtigung für die Landtagswahl am 20. Januar erhalten hat, der sollte sich sputen: Heute besteht noch bis 13 Uhr die Möglichkeit, das Wahlverzeichnis in den Rathäusern einzusehen und somit herauszufinden, ob man dort auch als Wahlberechtigter eingetragen ist. Auch für die Briefwahl wird es höchste Zeit, sollen die Unterlagen dafür rechtzeitig in Diepholz vorliegen. Dies sei aber alles, so Kreiswahlleiter Wolfram van Lessen, was die Wähler momentan beachten müssten.

"Die Benachrichtigungen in Form einer Karte haben wir zum Jahresende an alle Wähler verschickt. Die Karte sollte möglichst mit in das Wahllokal gebracht werden, es reicht aber auch der Personalausweis", sagt van Lessen. Zwei Kreuze müssen die Wähler dann setzen: eines für die direkte Wahl eines Abgeordneten aus dem Wahlkreis und das zweite für die Wahl der Landesliste einer Partei. "Von 8 bis 18 Uhr haben die Wahllokale im Landkreis Diepholz am Wahltag geöffnet. Auf der Kreisebene werden in dieser Zeit zunächst nur die Briefwahlergebnisse ausgezählt", sagt van Lessen.

Eine Wahlpflicht gebe es zwar nicht, das Wahlrecht sei jedoch ein wichtiges Recht, von dem jeder Gebrauch machen sollte, gibt er zu bedenken. Einen Hinweis gibt es vom Kreiswahlleiter noch: Auch Blinde haben mit Hilfe einer Schablone von Behindertenverbänden die Möglichkeit, wählen zu gehen. "Die Schablone wird dann auf den Wahlzettel gelegt, und so können auch die Blinden den Zettel lesen", sagt van Lessen.

Insgesamt gibt es im Landkreis Diepholz 143410 Wahlberechtigte, davon kommen 19118 aus Syke. "Bei der vergangenen Landtagswahl 2008 wählten 56,27 Prozent der Menschen in Syke. Wir wünschen uns natürlich stets eine bessere Wahlbeteiligung", sagt Jürgen Meyer, unter anderem Wahlsachbearbeiter in Syke. Vor Ort gibt es 29 Wahllokale, meist untergebracht in Schulen oder Kindergärten. "Wir haben einige in Seniorenheimen eingerichtet, das wird sehr gut angenommen. Für die älteren Menschen ist es besonders spannend, wenn sie selbst vor Ort eine Wahl miterleben", sagt der Wahlsachbearbeiter. Selten kommt es vor, dass ein Dorfgemeinschaftshaus oder eine Gaststätte als Lokal dient. "Mittlerweile haben wir alle Plätze mit Wahlhelfern besetzt. Um das zu schaffen, haben wir rege Öffentlichkeitsarbeit betrieben", sagt Meyer. Über jüngere Wahlhelfer würde man sich immer freuen, für die Bundestagswahl im September werden auch weitere Freiwillige gesucht. "Jetzt ist der Abstand aber noch zu groß, deswegen werden wir die Menschen im Sommer wieder informieren." In jedem Wahllokal in Syke werden acht Helfer eingesetzt.

"Die Briefwahl ist bei uns schon seit dem 12. Dezember möglich und läuft noch bis zum 18. Januar. Diese können an die Niedersachsen Straße 2 in das Kreishaus in Diepholz geschickt werden", sagt Meyer. Danach wird nur noch in Notfällen, zum Beispiel bei Krankheit, der Wahlzettel bis 15 Uhr am Wahlsonntag angenommen. Bis zum Mittwoch dieser Woche haben schon rund 440 Menschen per Briefwahl in Syke gewählt. "Eigentlich sind alle Anweisungen in dem Wahlbrief erklärt und auch der Briefwahlzettel ist vorgedruckt. Da sollte nichts schief gehen", ist Meyer zuversichtlich.

Am Wahlverfahren an sich habe sich eigentlich nur eines geändert. "In diesem Jahr haben die Wähler nur bis 13 Uhr und nicht bis 18 Uhr am heutigen Freitag die Gelegenheit, das Wahlverzeichnis einzusehen", sagt Sigrid Hägedorn, Fachdienstleiterin für öffentliche Ordnung in der Gemeinde Stuhr. Eine weitere Besonderheit gibt es zumindest in Stuhr aber noch: "In Heiligenrode wird es eine sogenannte repräsentative Wahl geben. Das heißt, dort wird der Anteil an Männern und Frauen ausgewertet und auch auf das Alter der Wähler geschaut. Darüber wissen aber alle bescheid, und es dient auch nur statistischen Zwecken", sagt Hägedorn.

Mit den Vorbereitungen für die Landtagswahl hat man in der Gemeinde Weyhe bereits im vergangenen November begonnen. "Da müssen zum Beispiel die Zuständigen für die Wahllokale informiert werden. Die müssen wiederum uns antworten, und das kann eine Weile dauern", sagt Marina Köster vom Fachbereich Ordnung und Soziales.

Auch in Weyhe wurden zwei Wahllokale für einen besonderen Zweck ausgewählt. In diesen wird es Umfragen von ARD und ZDF geben, die für die Hochrechnungen dienen sollen, erklärt Köster.



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