
Budeln, baden, sonnen. Viele Badeorte rechnen an diesem Wochenende mit einem großen Besucherandrang.
Mindestens einmal monatlich in der Saison von Mai bis September würden an allen Badestellen Wasserproben entnommen. "Nach EU-Richtlinien kann man in fast allen Bremer Badeseen problemlos planschen", so Freiheit. Die Wassertemperatur liege derzeit in allen Gewässern einheitlich bei 20 bis 21 Grad, perfekt für die Abkühlung von der Sommerhitze.
Aber nur "fast" alle Gewässer laden zum Baden ein. Denn an einigen Stellen im Grambker See und im Sportparksee Grambke hätten die Kontrolleure Blaualgenblüten gefunden. Die seien zwar alles andere als lebensbedrohlich, und noch lange kein Hinweis auf starke Verschmutzung des Sees.
Ganz unbesorgt sollte man sich dennoch nicht in betroffenes, kühles Nass begeben. "Wir weisen darauf hin", sagt Sabine Luther vom Gesundheitsamt Bremen, "dass Menschen mit empfindlicher Haut oder Augen nicht in betroffenen Seen baden sollten." Gerade bei Kleinkindern könne es bei übermäßigem Verschlucken kontaminierten Wassers zu Durchfällen und anderen, leichteren Vergiftungserscheinungen kommen.
Angesichts bester Wetteraussichten stellen sich auch die Küstenorte in Niedersachsen auf Hochbetrieb an diesem Wochenende ein. Der Deutsche Wetterdienst sagt Temperaturen bis zu 30 Grad selbst auf den ostfriesischen Inseln voraus. Aber auch die Lüneburger Heide, wo die Blüte auf den Höhepunkt zusteuert, oder der Harz dürften Zehntausende Urlauber und Ausflügler anlocken.
Wer hofft, spontan Schatten in einem Strandkorb finden zu können, muss sich auf eine Enttäuschung einstellen. Bereits am Donnerstag hieß es bei Strandkapitän Heiko Hoffmann auf Norderney: "Alles ausgebucht." Kleine Sonnenschutzzelte, Strandmuscheln genannt, dürfen außerhalb der Strandkorbbereiche aber aufgestellt werden. Und für alle gilt: Abkühlung gibt es in der etwa 20 Grad warmen Nordsee.
In der Lüneburger Heide sieht es für kurz entschlossene Wochenendurlauber noch ganz gut aus. "Obwohl es mancherorts schon ausgebuchte Hotels gibt, so haben wir vor allem in der Südheide am Wochenende und danach noch freie Betten", erklärte ein Sprecher der Lüneburger Heide GmbH. Aktuell stehen mehr als 60 Prozent der Heideflächen in voller Blüte. Der früher blühenden und seltener vertretenen Glockenheide folgt jetzt die Besenheide und verwandelt die hügelige Sandlandschaft in einen lila Blütenteppich.
(Mit Material von dpa)









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