
Der aus Vertretern von Vereinen und Verbänden und Bürgern bestehende Arbeitskreis hatte dem Rat ein Konzept über die Nutzung, zu tätigende Baumaßnahmen und Unterhaltungsarbeiten bereits im März vorgelegt. Eine politische Entscheidung wurde jedoch vertagt. Auf Antrag der CDU-Fraktion sollte ein von ihr bestellter Makler zur Vermarktung des Hauses befragt werden. Auf 80000 bis 100000 Euro belaufe sich der Schätzwert, gab Jürgen Schlüterbusch (CDU) das Ergebnis bekannt: "Dafür, dass wir es schon abreißen wollten und wir die Kinder rausgeholt haben, weil der Schimmelpilz drin war, eine gewaltige Summe Geld." Mahlstedt verwies darauf, dass die damalige Luftmessung eine Kindergartennutzung zugelassen hätte, allerdings mit der Auflage, stündlich zu lüften. Mittlerweile sei der Keller als Quelle der Schimmelsporen saniert worden. Was früher war, sei jetzt nicht relevant, kürzte Erck Baumgarth (Wählergemeinschaft) die Diskussion um den, wie er sagte, "politischen Schimmel" ab. Laut Protokoll habe die CDU-Fraktion einen Investor vorstellen wollen, deshalb habe der Rat abgewartet, was der als Kaufpreis bieten wolle. Jetzt sei lediglich von einem Makler die Rede. Das Konzept des Arbeitskreises sei schlüssig und die Kosten überschaubar, deshalb solle das Gebäude an die Bürger zurückgegeben werden. "Wir sollten dem Arbeitskreis eine Chance geben, verkaufen können wir immer noch", plädierte SPD-Fraktionsvorsitzender Helmut Stolz ebenso für die Bürgernutzung. Bei der anschließenden Abstimmung war nur Schlüterbusch dagegen.
Das mehrfach umgebaute Pastoren- und Schulhaus wurde zuletzt 2004 im Rahmen der Wulsbütteler Dorferneuerung renoviert. Aufwendige Arbeiten seien für die weitere Nutzung nicht erforderlich, wenn das nicht isolierte Obergeschoss als "Kaltraum" nicht genutzt werde, hatte der Arbeitskreis festgestellt. Für Farbe in den Räumen und Deckenisolierung veranschlagte der Arbeitskreis rund 5000 Euro Materialkosten, die Arbeiten sollen ehrenamtlich erledigt werden.
Neben der Nutzung als Bürgermeisterbüro und Sozialraum für die Gemeindearbeiter soll für die Jugend ein Raum zur Verfügung stehen. Landfrauen-Theatergruppe, Seniorentanz und Gymnastik, Fotogruppe oder Seminare zur Hundehaltung und -erziehung sollen künftig stattfinden. Als Besonderheit soll ein Kaffeemühlen-Museum eingerichtet werden, der Sammler Harald Sawatzki aus Albstedt möchte seine rund 200 Kaffeemühlen der Öffentlichkeit zugänglich machen.








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