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Streit um Eröffnungstermin des Jade-Weser-Ports Versicherung stellt Reparatur-Zahlung infrage

Ein Teilabschnitt der zu reparierenden Spundwände an der Kaje des Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven.
Ein Teilabschnitt der zu reparierenden Spundwände an der Kaje des Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven.

Der Bau werde dem Betreiber Eurogate fristgerecht übergeben. Rückendeckung bekam der Minister vom Geschäftsführer der JadeWeserPort-Realisierungsgesellschaft (JWP), Axel Kluth. "Wir sind voll im Zeitplan, ganz klar", sagte er.

Der Hafenbetreiber ist sich da nicht so sicher. Ob man Anfang August den Betrieb aufnehmen werde, wisse man im Juni, sagte Eurogate-Chef Emanuel Schiffer. Auf einen Tag wollte er sich aber nicht festlegen. Am 11. Juni will Eurogate mit dem Probebetrieb am JadeweserPort beginnen. "Wir werden es nicht hinkriegen, wenn wir bis zum 5. August diese große Baustelle haben."

Die Baustelle, das sind die Reparaturarbeiten an der Kaimauer. Seit im September des vergangenen Jahres ein erster Riss entdeckt wurde, kamen ständig neue dazu, inzwischen sind es 225. "Wir können nicht ausschließen, dass es noch mehr werden", räumte JWP-Chef Kluth ein. Die Kaimauer wird derzeit mit Beton repariert. Die Standfestigkeit sei durch die Risse aber nicht gefährdet, betonte Kluth. Bis zum 5. August seien die Reparaturarbeiten beendet.

Eurogate kann bisher nur die ersten 400 der gut 1700 Meter langen Kaje nutzen. Am 5. August soll der erste deutsche Tiefwasserhafen in Betrieb geben, bis dahin müssen laut Vertrag 1000 Meter der Kaje betriebsbereit sein. Die größten Containerschiffe der Welt sollen dann vollbeladenen tideunabhängig rund um die Uhr den Hafen anlaufen. Eurogate will seine Anlagen jedoch nur nach ausreichender Erprobung in Betrieb nehmen. "Dass man an einem Tag fertig baut und am nächsten arbeitet, das gibt es nirgends, das ist ja Nonsens", sagte Betreiber-Chef Schiffer. Dass Eurogate im Fall einer Verzögerung Schadenersatz zahlen müsse, schloss er aus. "Die Ursache der Verspätung liegt ja nicht bei uns."

Offen ist auch, wer für die nach JWP-Angaben rund 50 Millionen Euro teure Sanierung der Kaimauer aufkommen muss. "Wir wissen nicht, woher die Schäden kommen", sagte Bauherr Kluth. Er schloss jedoch aus, dass technische Fehler beim Errichten der Wand gemacht worden seien. Gutachter suchen derzeit nach der Ursache für die Risse. Wirtschaftsminister Jörg Bode bedauerte die Schäden. Mit dem Sanierungskonzept sei er aber sehr zufrieden.

Die Allianz-Versicherung widersprach Erwartungen, dass die Schäden an der Spundwand des JadeWeserPorts von der Bauleistungsversicherung beglichen werden. Dazu müsste das Bauwerk mängelfrei erstellt und nachträglich zu Schaden gekommen sein, sagte eine Sprecherin des Münchner Versicherungskonzerns.

Am Vortag hatte Niedersachsens SPD-Vizechef Olaf Lies Bode vorgeworfen, bei der Koordination des Prestige-Vorhabens in Wilhelmshaven gescheitert zu sein. Die Opposition im Landtag hat Ministerpräsident David McAllister (CDU) aufgefordert, den Bau des JadeWeserPorts zur Chefsache zu machen. Die Bremer CDU-Fraktion will in einer aktuellen Stunde über die Probleme beim Bau des JadeWeserPorts reden. Angesichts der Schäden an der Spundwand des ersten deutschen Tiefwasserhafens beantragte sie dazu am Donnerstag eine Debatte. Der Hafen ist ein Gemeinschaftsprojekt der Länder Niedersachsen und Bremen.  (dpa)



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Leserkommentare
petetete am 19.06.2013 10:20
Bei Richtern ist das weder Berufskleidung noch Amtstracht, die müssen ihre Roben selbst kaufen. Außerdem können sie sich nur im Rahmen der Gesetze um ...
tommi24 am 19.06.2013 09:22
Richter??? Viellkeicht sollten sie sich einmal um die bekannte Bremer Abzockerclique kümmern
 
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