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Landgericht verurteilt 41-Jährigen
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Haftstrafe für Schleuser

30.03.20170 Kommentare

Großen Strafkammer gehörte der Türke im ersten Halbjahr 2014 zu einer international agierenden Tätergruppe, die insgesamt 26 Personen, vorwiegend syrische Flüchtlinge, zur illegalen Einreise nach Deutschland verholfen hat.

Die Kammer blieb mit dem Strafmaß unter der Forderung der Staatsanwaltschaft von vier Jahren und acht Monaten Haft. Im Gegensatz zur Anklagebehörde sah es das Gericht auch nicht als erwiesen an, dass es sich bei dem von Istanbul aus tätigen Kurden um den Hauptorganisator der Schleusungen handelte: „Dass er der Chef war, steht nicht fest“. Der Kopf der Bande könnte auch, wie vom Angeklagten behauptet, dessen Bruder gewesen sein.

Zum Kern der Gruppe seien auf jeden Fall auch zwei bereits verurteilte Männer aus Achim und Langwedel zu zählen, die der Bande viele Aufträge verschafft hätten. Die meisten Menschen, die von Januar bis Juni 2014 über Südamerika, Italien oder Spanien in die Bundesrepublik gelotst wurden, hatten Angehörige im Landkreis Verden oder der Region. Der Angeklagte habe sich auf Bitten seines Bruders und aus persönlicher Finanznot auf die Beteiligung an den Schleusungen eingelassen, hieß es in der Urteilsbegründung. Der Mann habe ein glaubwürdiges Geständnis abgelegt und seine eigene Rolle nicht beschönigt.

Der 41-Jährige war unter anderem für die Koordination der Flugrouten und des Weitertransports per Auto, Bus oder Bahn zuständig und an der Beschaffung gefälschter Pässe und Visa, vorwiegend für Brasilien, zumindest beteiligt. Er habe sowohl den (Handy-) Kontakt zu den Geschleusten als auch zu den Komplizen im Kreis Verden gehalten. Pro Person waren 9000 bis 10 000 für die komplizierten, oft wochenlangen Etappenreisen fällig. Die Schleusungen seien „sehr teuer“ gewesen, sagte das Gericht, dafür sei den Menschen jedoch „ein hohes Maß an Betreuung und Sicherheit“ gewährt worden. Letztlich sei es aber nicht von besonderer Bedeutung, dass Flüchtlingen geholfen werden sollte: „Es war ein Geschäft“. Der Angeklagte habe für seine speziellen Dienste etwa 2500 bis 3500 Euro pro Monat kassiert. Eine Bewährungsstrafe sei ebenso wenig in Betracht gekommen wie die Aussetzung des Haftbefehls.


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Leserkommentare
Pikaya am 18.08.2017 10:08
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suziwolf am 18.08.2017 09:59
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