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"Fasching um den Ring" in Ganderkesee Die "Bayern" holen den ersten Platz

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Thomas Müller beim Abschlusstraining am Freitag.
Thomas Müller beim Abschlusstraining am Freitag.

Ganderkesee. Im Festzelt an der Raiffeisenstraße in Ganderkesee herrschte am Sonntagvormittag schon wieder Feierstimmung. Zwar wirkten einige der Narren ein wenig übernächtigt, doch der Spielmannszug Ganderkesee und die "Hengeler Weend Blaozers" aus den Niederlanden machten mit ihrer Musik alle wieder wach. Auch die 18 Gruppen, die in die engere Wahl der Jury unter Vorsitz von Dirk Wieting gekommen waren, verbreiteten gute Stimmung. Allen voran die Mitglieder des TSV Grüppenbühren: Die mehr als 80 Kostümierten jubelten, sangen und klatschen, als Wieting und Gerrit Meyer die Gruppen auf die Bühne holten. Die Entscheidung der sechs Juroren fiel laut Wieting eindeutig aus. "Alle hatten den Sieger vorne."

Ohne Schlaf den Traum verwirklicht

Die "Bayern" hatten ihren Wagen mit riesigem Aufwand und viel Fantasie geschmückt. Mitte November hatte das Team unter der Regie von Tobias Bleydorn und Kai Blankemeyer bereits damit begonnen, den 20 Meter langen Anhänger in eine Alpenlandschaft mit Berg, Hütte und Bierfass zu verwandeln. Allein 20000 Krepprosen wurden dafür gebastelt. Drei Mal pro Woche hätten sich die Helfer in einer Scheune getroffen, erzählte der 20-jährige Tobias Bleydorn. "In den letzten Nächten vor dem Umzug haben wir kaum geschlafen", berichtete der 23-jährige Kai Blankemeyer. Und auch während des Faschings selbst kommt der Schlaf an zweiter Stelle. Denn die Gruppe will ihren Sieg gebührend feiern. "Das war der größte Traum überhaupt, dass wir Erster werden", meinte Bleydorn.

Doch auch alle anderen Gruppen hatten sich mit viel Kreativität kostümiert. Den zweiten Platz bei den Festwagen holten sich die Mitglieder des Ortsvereins Schlutter-Holzkamp-Hoyerswege, die als antike Götter auf die Ganderkeseer Straßen herabgestiegen waren. Die Bergedorfer Faschingsfreunde, die den dritten Platz belegten, schickten ein Geisterschiff auf den Ring.

Bei den Fußgruppen sicherten sich die Handballnarren aus Habbrügge den ersten Platz. Mit großen weißen Köpfen aus Pappmaché kamen sie als Schneemänner daher. "Die Schneemänner rufen hinein und he geiht, damit es im Winter auch mal wieder schneit" hieß das Motto der Gruppe unter der Leitung von Thomas Schön. Zweite wurden die Huder Proseccohexen, die sich als Kronenkorken verkleidet und auch gleich ein paar Flaschenöffner mitgebracht hatten. Auf dem dritten Platz landeten die Rache-Engel aus Delmenhorst, die - über und über mit Blüten geschmückt - in blumiger Mission unterwegs waren. Blumen schickte auch der Schützenverein

Urneburg. Die Gruppe unter der Regie von Heide Auffarth sicherte sich mit orange-gelben Kostümen und Blütenblättern am Hals den ersten Platz bei den Fußgruppen mit Mottowagen. Auf Platz zwei landeten "Die Spätzünder" mit Zauberer-Gewändern à la Harry Potter. Und als der dritte Platz bekannt gegeben wurde, kam Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas auf die Bühne und jubelte mit. Denn dort landete "Quer-Beet", die Gruppe, in der die Verwaltungschefin beim Umzug mitgelaufen war.

Der Frühschoppen im Festzelt hielt aber noch weitere Auszeichnungen bereit. So wurde Henning Adler zum Ehrenkappenträger ernannt. Der 43-Jährige lebt seit zwölf Jahren mit seiner Familie in Ganderkesee und gehört als Leiter eines großen Elektronikmarktes in Groß Mackenstedt zu den Sponsoren des Faschings. Adler, dessen Sohn bereits Kinderprinz gewesen ist, freute sich als "Zugereister" besonders über die Auszeichnung.

"Wir haben gemerkt, dass der Fasching in Ganderkesee keine Marketing-Maßnahme ist, sondern eine Haltung", meinte er. Geehrt wurde ebenfalls Dirk Wieting, der nach 20 Jahren im Regie-Team die Faschingsbühne verlässt. Neben zahlreichen anderen Faschingshelfern zeichnete GGV-Präsident Uwe Meyer auch den Ex-Prinzen Paul Runge aus. Er war vor 50 Jahren Prinz, im "Sturmflut-Jahr" 1962. Damals habe der Umzug ausfallen müssen, sagte Meyer.

Unterdessen denken die Festumzugs-Sieger bereits über ein Thema für das kommende Jahr nach. Denn auch die Idee für den Bayern-Wagen ist während des Faschings entstanden. Das Motto für 2013 steht jedenfalls fest: "Fasching am Ring - unser Ding" hat GGV-Vize-Präsident Thomas Tesch gedichtet.

 



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altwaller am 18.05.2013 09:16
So ist nun mal das Geschäft. In einem anderen Verein hätten sich die Co-Trainer über die Jahre gesehen vielleicht schon öfters einen neuen ...
svwhesse2 am 18.05.2013 08:42
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