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Landesforsten werden im Fuhrenkamp nur 600 Meter schottern / Charakter der Sandwege bleibt erhalten Kompromiss am Wegesrand

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Mit dem Kompromiss für den Bürsteler Fuhrenkamp sind alle Beteiligten zufrieden: Georg Müller, Rainer Städing, Hartmut L
Mit dem Kompromiss für den Bürsteler Fuhrenkamp sind alle Beteiligten zufrieden: Georg Müller, Rainer Städing, Hartmut Lammers (Prima Klima), SPD-Ratsherr Ralf Eilers, Klaus Handke, Martin Dippel sowie Pia Handke (von links).

Ganderkesee. "Der Apfel, in den wir beißen müssen, ist für alle gleich sauer", formulierte es Umweltschützer Georg Müller, doch auch er konnte nicht verhehlen, dass am Ende alle Beteiligten richtig glücklich mit dem Kompromiss sind, den man in vielen Gesprächen in den vergangenen Tagen für den Wegebau im Bürsteler Fuhrenkamp gefunden hat.

Bislang hatten die Landesforsten auf einer Strecke von 1000 Metern die Trasse, in der künftig schwere Laster das Holz aus dem Wald transportieren sollten, vorbereitet. Davon sollen nun 600 Meter, nämlich die beiden vom Immerweg links abzweigenden Wege bis zur Kreuzung im Wald auf einer Breite von 3,50 Meter geschottert werden – allerdings nicht so, wie ursprünglich geplant. Forstamtsleiter Martin Dippel sagte, man werde zur Befestigung der Wege eine grobe Lage von bis zu acht Zentimeter dicken Schottersteinen aufbringen, die jedoch nicht verdichtet werden würden. "Das ist zwar nicht ganz optimal, aber es erfüllt seinen Zweck", so Dippel. Dieser Schotter werde wiederum mit einer Sandschicht überdeckt, so dass die Sandwege zumindest optisch als solche erhalten bleiben. Dabei solle die Sandschicht laut Dippel "so dick sein, dass die Steine auch nicht gleich wieder rauskommen." Dies bietet Vorteile für Mensch und Tier: Laut Klaus Handke vom Fuhrenkamp-Schutzverein würden kleinere Tiere wie Käfer oder Insekten den Weg dann nicht mehr als Hindernis wahrnehmen. Und es ließe sich darauf wie bislang entspannt walken oder joggen. Ob sich auf den Wegen wieder eine Grasnabe bildet, hängt nach Ansicht der Experten entscheidend von der Intensität der Nutzung ab.

Auf den verbleibenden 400 Meter Weg, die bereits ausgebaut worden sind, wollen die Landesforsten auf die Schotterung komplett verzichten. Ein weiterer, 600 Meter langer Abschnitt, der im Wegebauplan für den Bürsterler Fuhrenkamp eingezeichnet ist, wird zudem gar nicht erst in Angriff genommen. Dafür nimmt das Forstamt bei der Holzernte laut Dippel "sehr lange Rücke-entfernungen" in Kauf.

2500 Festmeter Holz in zehn Jahren

Rund 2500 Festmeter Holz wollen die Landesforsten laut Dippel in einem Zeitraum von zehn Jahren im Fuhrenkamp ernten, wobei er betont, dass die Forstwirtschaft auch in Bürstel nachhaltig sei: "Es wächst mehr nach als das, was wir aus dem Wald entnehmen." Die Ernte wird sich jedoch nicht gleichmäßig über den gesamten Zeitraum verteilen. Nachdem man im vergangenen Jahr mit der Durchforstung begonnen hat, die in diesem und bei Bedarf auch im nächsten Jahr fortgesetzt werden soll, will man den Wald wieder für ein paar Jahre in Ruhe lassen. Angesichts der Tatsache, dass die Landesforsten in ihrem Einzugsgebiet insgesamt 50000 Festmeter Holz pro Jahr ernten, ist der Bürsteler Fuhrenkamp mit seiner Größe von rund 60 Hektar und der dort zu gewinnenden Holzmenge ohnehin ein eher "kleiner Fisch".

Handke und Müller, der beim Ortstermin gleich mehrere Naturschutzverbände vertrat, freuten sich gestern, dass sich das Forstamt innerhalb weniger Tage so flexibel und gesprächsbereit gezeigt habe. Forst-Sprecher Rainer Städing sagte desweiteren zu, dass die Behörde aus den Kommunikationsdefiziten, die sich in diesem Fall ergeben hätten, lernen wolle. Städing: "Die Vehemenz der Reaktion hat uns auf jeden Fall überrascht." So vereinbarten die Beteiligten, dass Handke den Landesforsten eine Liste mit allen zu beteiligenden Verbänden zukommen lässt, damit die entsprechenden Ansprechpartner jederzeit über weitere Planungen und Maßnahmen im Fuhrenkamp informieren können. Dies wird bereits im Herbst der Fall sein, wenn die Landesforsten die Durchforstung fortsetzen wollen.

Des weiteren hat das Forstamt begleitende Naturschutzmaßnahmen zugesagt, die im Detail jedoch noch besprochen werden müssen. Dazu könnte etwa eine besondere Pflege der Wegesränder gehören. Schließlich will man mittelfristig aber auch das Erholungserlebnis mit einem ansprechenden Waldbild verbessern. Hierzu könnten etwa einige Hinweistafeln beitragen oder die bewusste Gestaltung von Wegen als Freizeitwege.



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Leserkommentare
ExMueller am 25.05.2013 19:03
Prost!!!!!!!!!!!
tommi24 am 25.05.2013 19:00
Jawoll Herr Admiral, es lebe die SPD! Für einen "Vortrag" 25.000 € und bald kommt der Weihnachtsmann...
 
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