
Bislang habe man der Gemeinde in Hannover stets versichert, dass vor allem das Bundesverkehrsministerium sich für den Bau einer Ortsumfahrung stark mache und das Land im Rahmen der Auftragsverwaltung angewiesen habe, mit den Planungen zu beginnen. Jetzt aber sei die Landesregierung selbst gefragt und habe die Chance, sich gegenüber dem Bund zu positionieren. Und da passt es nicht, dass plötzlich auch das Land den Bau einer Straße vorschlägt, die in Ganderkesee niemand will. Trotzdem werde die Gemeinde die Gelegenheit nutzen, ihre ablehnende Haltung noch einmal detailliert zum Ausdruck zu bringen. "Wir sind froh, dass wir dabei unsere Landtagsabgeordneten an unserer Seite haben", so die Bürgermeisterin.
"Ganderkesee setzt sich weiterhin dafür ein, auf Planungen für eine neue Bundesstraße als Umfahrung für Delmenhorst über Ganderkeseer Gebiet ganz zu verzichten. Die knappen Finanzmittel sollten besser in Projekte investiert werden, die weniger umstritten sind", sagt Gerken-Klaas.
Auch Peter Meyer, Fachbereichsleiter Gemeindeentwicklung im Rathaus, hält eine Ortsumfahrung über Ganderkeseer Gebiet für den falschen Weg: "Dadurch würden viele neue Probleme entstehen." So seien unter anderem die Auswirkungen auf die Verkehrsverhältnisse im Ortskern Ganderkesee noch völlig ungeklärt.
Martin Clausen, Sprecher der Delmenhorster Interessengemeinschaft B212neu, gab gestern zu bedenken, dass es sowohl einen inhaltlichen als auch einen rechtlichen Zusammenhang zwischen dem Bau der B212neu und der Ortsumgehung Delmenhorst gebe. Beide Projekte seien unabhängig voneinander nicht zu realisieren.








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