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Samtgemeinde Hambergen Ausschuss berät über Inklusionsklassen

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Lilienthal. Der Schulausschuss hat in den nächsten Monaten viel Arbeit vor sich: Er muss ein Konzept entwickeln, wie allen Schülern unabhängig ihres Förderbedarfs ein barrierefreier und gleichberechtigter Zugang im Primarbereich und in der fünften Klasse gewährleistet wird. Bis spätestens zum Schuljahr 2013/2014 muss dieses im März vom Niedersächsischen Landtag verabschiedete Gesetz zur Inklusion umgesetzt sein. Der Schulausschuss will sich aber nicht nur diesem Thema widmen, sondern ein Gesamtschulkonzept entwickeln, das auch den demografischen Wandel berücksichtigt und eventuell die Umwandlung der Grundschulen in Ganztagsschulen beinhaltet.

Reinicke: Große Herausforderung

"Ich gehe davon aus, dass sich der Schulausschuss in den nächsten Monaten häufiger treffen wird", sagt Rüdiger Reinicke, Leiter der Hauptabteilung in der Gemeindeverwaltung, auf Nachfrage. "Selbstverständlich werden wir als Schulträger des Primarbereichs Vorschläge machen" – entscheiden müsse aber letztlich die Politik. Das Gesetz umzusetzen, sei eine große Herausforderung – es beinhalte aber auch große Chancen, sich als Gemeinde besonders hervorzuheben. Deshalb sei es auch nur sinnvoll, dass sich der Schulausschuss in seiner jüngsten Sitzung Mitte Mai klar dafür ausgesprochen habe, die Bereiche Inklusion, demografischer Wandel und Ganztagsschulen nicht isoliert, sondern als ganzheitlichen Bereich zu betrachten.

Komplett muss das Gesetz zur Inklusion im nächsten Jahr noch nicht umgesetzt werden. Es gibt Übergangsvorschriften, die bis zum 31. Juli 2018 gelten. So reicht es, wenn der Schulträger in den Förderschwerpunkten "geistige Entwicklung", "körperliche und motorische Entwicklung" sowie "Sehen und Hören" nur eine Schule entsprechend ausgestattet hat. Voraussetzung dafür ist, dass jeder Schüler, der auf diese sonderpädagogische Unterstützung angewiesen ist, diese Schwerpunkt-Grundschule unter zumutbaren Bedingungen erreichen kann. Diese Regelung helfe natürlich unter finanziellen Gesichtspunkten den Schulträgern, die an fast allen Schulen notwendigen Umbauarbeiten bezüglich der Barrierefreiheit erst nach und nach bis 2018 umzusetzen, so Reinicke. Eine Barrierefreiheit biete momentan lediglich die Grundschule Falkenberg und auch nebenan die Ganztagsschule, insofern wäre es natürlich praktisch, diese Einrichtungen als Schwerpunkt-Schulen zu nutzen. Für die Förderschwerpunkte "Lernen", "Sprache" sowie "emotionale und soziale Entwicklung" können keine Schwerpunktschulen eingerichtet werden – das inklusive Angebot in diesen Bereichen muss ab nächstem Schuljahr in jeder Grundschule gewährleistet sein.

Dass sich der Schulausschuss erst nach der Sommerpause mit der Thematik befassen will, liegt unter anderem daran, dass ihm derzeit keine belastbaren Zahlen zur Verfügung stehen. Zwar hatte sich der "alte" Rat bereits in der bis Herbst laufenden Wahlperiode mit der Entwicklung eines Schulkonzeptes befasst, aber die beiden Workshops hätten keine konkreten Ergebnisse hervorgebracht, teilte Fachbereichsleiter Jürgen Weinert in der letzten Sitzung mit. Deshalb hat der Schulausschuss auf Initiative der Grünen und der SPD einen Fragenkatalog auf den Weg gebracht, den die Verwaltung bis nach der Sommerpause beantworten will. Unter anderem möchte der Ausschuss wissen, ob es Schulen gibt, die mit einem Investitionsaufwand von unter 100000 Euro barrierefrei werden können.



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Leserkommentare
haddy42 am 22.05.2013 11:49
es ist doch wie immer , Zuhause gewinnt Bremen , auswärts die "Anderen ".Das ist doch schon seit Jahren so !!
haddy42 am 22.05.2013 11:43
Warum treffen die Stürmer eigentlich nicht mehr????
 
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