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Auf der Plantage von Marieta und Gerd Flegel ist jetzt Erntezeit / Die Früchte können auch selbst gepflückt werden Blaue Beeren aus dem Teufelsmoor

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Junge Studentinnen aus Polen pflücken mit flinken Händen die süßen Heidelbeeren auf der Plantage im Teufelsmoor.
Junge Studentinnen aus Polen pflücken mit flinken Händen die süßen Heidelbeeren auf der Plantage im Teufelsmoor.

Teufelsmoor. Seit Anfang Juli werden im Teufelsmoor wieder die aromatisch süß-säuerlichen Heidelbeeren (Blaubeeren) geerntet. "Die Blaubeere regt die Sinne an, steht für Sommer, Sonne und Vitalität", sagen Marieta und Gerd Flegel, die im Teufelsmoor seit 1979 eine Heidelbeerplantage auf einer Fläche von sieben Hektar ehemaligem Ödlandes betreiben. Weitere Plantagen betreiben sie an ihrem Heimatort nahe Walsrode und in Südfrankreich, bei Bordeaux. Auf dem Moorgelände mit einer Torfauflage von fünf Metern gedeihen die großbeerigen Früchte im Teufelsmoor sehr gut. Sie wachsen hier an bis zu zwei Meter hohen Sträuchern und lassen sich deshalb schnell und bequem pflücken.

Außerhalb der Erntezeit sind die Eheleute Flegel mit ihrem Team mit der Pflege der Plantagen beschäftigt. Die Pflanzen erhalten Pflegeschnitte oder werden vermehrt. Ab Juli arbeiten und leben die Flegel’s sechs bis acht Wochen mit ihrem Ernteteam in Wohnwagen auf der Plantage.

Gerd Flegel beliefert Großmärkte in der ganzen Bundesrepublik Deutschland mit seinen  Heidelbeeren aus dem Teufelsmoor.
Gerd Flegel beliefert Großmärkte in der ganzen Bundesrepublik Deutschland mit seinen Heidelbeeren aus dem Teufelsmoor.

"Heidelbeeren wachsen nur auf unbenutzten Flächen", erklärt Gerd Flegel, der die Anzucht und Pflege bis zur Ernte "von der Pieke auf" von seinem Schwiegervater gelernt hat. Schon seit ihrer Kindheit beschäftigt sich seine Frau Marieta im elterlichen Betrieb in Gilgen bei Walsrode mit der Heidelbeeranzucht und Ernte. Sie pendelt heute zu den einzelnen Plantagen und kehrt zurück ins Teufelsmoor. Nur von Juli bis zum Ende der Erntezeit Ende August ist ihr Zuhause auf der Plantage im Teufelsmoor. Hier erfolgt die größte Vermarktung, ist zu erfahren. Lkw transportieren die süßen Früchte täglich zu den Groß- und Wochenmärkten im Umkreis von rund 100 Kilometern.

Bei unserem Besuch auf der Plantage steht eine lange Pflückerreihe mit vollbeladenen Schubkarren in der Halle vor der Wiegestation. Kurz vor der Mittagspause wird jeder gepflückte Blaubeerkorb pro Pflücker exakt gewogen. "Hier wird im Akkord gepflückt", erklärt dazu Gerd Flegel. 52 Saisonkräfte ernten auf der Plantage im Teufelsmoor täglich bei gutem Wetter die blauen Früchte. Durch die EU ist die Beschäftigung unkomplizierter geworden. Die überwiegend ausländischen Erntehelfer kommen größtenteils aus Polen; neun nahmen den weiten Weg aus der Ukraine in Kauf, "sie fuhren 1250 Kilometer nach Deutschland und sind sehr zuverlässig", so Gerd Flegel. Nur drei deutsche Saisonkräfte gibt es im Ernteteam – Rentner, die im Bereich Verpackung und Verkauf arbeiten. "Die Pflücker und Pflückerinnen aus Polen und der Ukraine arbeiten gern hier", berichtet der Unternehmer. Am Ende der Saison fragten sie, ob sie im nächsten Jahr wiederkommen dürfen. Dann brächten sie weitere Verwandte oder Freunde mit. Einige der Erntehelfer kommen schon viele Jahre nach Deutschland. Sprachprobleme gibt es deshalb nicht, meist haben die Helfer im Laufe der Jahre Deutsch gelernt.

Darunter sind junge Studentinnen aus Warschau wie Beata, die im Heidelbeershop die Früchte, Heidelbeersäfte und -Liköre und viele andere Produkte der Plantage verkauft. In der polnischen Hauptstadt studiert sie Germanistik. "Die Arbeit auf der Plantage ist für mich ein Praktikum", erklärt sie. Hier vertiefe sie ihre Deutschkenntnisse. Mit flinken Fingern sind die jungen Polinnen Ursula, Dovota und Agnieszka beim Pflücken am Heidelbeerstrauch. Sie haben sich einen Gürtel um die Hüften geschnallt, an dem ein kleiner Sammeleimer befestigt ist.

Im Gespräch mit den Pflückerinnen wird deutlich, dass sie sich im Betrieb von Gerd und Marieta Flegel sehr wohl fühlen. Zurzeit ist der Höhepunkt der Blaubeerernte im Teufelsmoor erreicht. Neben der täglichen Ernte der professionellen Pflücker kommen Familien mit "Kind und Kegel" zum Selbstpflücken auf die Plantage. Wer keine Lust zum Selbstpflücken hat, kann die frisch gepflückten Früchte im Heidelbeershop kaufen.

Die Plantage im Teufelsmoor (Telefon 04796/1201) an der Straße in Richtung Bornreihe ist täglich von neun bis 17 Uhr geöffnet, auch sonnabends und sonntags.

Blaubeer-Rezept für "Zauberwaffeln":

Für 10 bis 12 Waffeln werden benötigt:

300 Gramm Mehl, 75 Gramm Zucker, 100 Gramm Butter, zehn Gramm Backpulver, ein Viertel Liter Milch, zwei Eier und eine Prise Salz.

Alles miteinander gut verrühren. Waffeln im Waffeleisen backen. 500 Gramm Blaubeeren waschen, in einem Topf mit einem Stückchen Butter, einem Esslöffel Zucker leicht erhitzen. Über die Waffeln geben. Je nach Geschmack noch Schlagsahne dazugeben.

Zitat:

"Die Arbeit auf der

Plantage ist für mich

ein Praktikum."

Beata, Studentin aus Warschau

Zitat:

"Hier wird

im Akkord

gepflückt."

Gerd Flegel, Plantagenbetreiber



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Leserkommentare
bukater am 18.05.2013 20:12
@fred01: Das Werder nicht in Nürnberg gewinnt, war klar!! Es nervt immer wieder, wenn hier davon geredet wird, dass Schaaf so einen Abgang nicht ...
fred01 am 18.05.2013 19:52
Gut das Werder nicht gewonnen hat, denn so einen Abgang hat Schaaf nicht verdient, ic h hoffe nur das Fischer und Lembke auch so einen Abgang ...
 
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