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Organistin der Worpsweder Kirchengemeinde bahnte mit ihrem Engagement den Weg zur neuen Orgel Bundesverdienstkreuz für Ulrike Dehning

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Worpswede. Als der Brief aus der niedersächsischen Staatskanzlei in Hannover Ulrike Dehning im Dezember erreichte, rechnete sie eher mit einem Bußgeld wegen Geschwindigkeitsüberschreitung als mit der Verleihung der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik. Für ihr langjähriges Engagement für den Orgel-Neubau in der Zions-Kirche erhielt die Organistin Ulrike Dehning den als Bundesverdienstkreuz bekannten Orden aus den Händen der ersten Kreisrätin Heike Schumacher. An der Feierstunde auf der Rathausdiele nahmen Freunde und Verwandte, Weggefährten und andere Orgelmusik- Liebhaber teil.

Mehr als 300 Orgelmusiken hat Ulrike Dehning als Benefizkonzerte für die neue Orgel organisiert. Dabei spielten Musiker aus aller Welt ohne Gage. In den vergangenen sieben Jahren kamen über 300000 Euro durch die Einnahmen der Orgelmusiken und andere Spenden zusammen. Das Geld ermöglichte den Orgelneubau als detailgetreue Rekonstruktion der ersten Worpsweder Orgel, die der Orgelbaumeister Dietrich Gloger anno 1763 geschaffen hatte. Treibende Kraft und tragende Säule im 2004 gegründeten Arbeitskreis "Die neue Orgel" war während all der Jahre Ulrike Dehning. Seit Januar 2007 gibt es an allen Sonntagen Benefiz-Orgelmusiken mit namhaften Musikern und Künstlern.

Beharrlichkeit und Enthusiasmus Dehnings Beharrlichkeit, ihre Zuversicht und ihr Enthusiasmus, mit dem sie andere für das Worpsweder Orgelprojekt begeisterte, wurden mit dem Bundesverdienstkreuz belohnt. "Das ist zuviel", war ihr erster Gedanke, als sie im Dezember den Brief öffnete, denn ihrer Meinung nach standen ihr persönliches Engagement und eine der höchsten deutschen Ehrungen nicht im richtigen Verhältnis zueinander. Zudem sieht sich Ulrike Dehning als Mitglied eines Teams im Arbeitskreis "Die neue Orgel", für dessen Engagement sie "stellvertretend" den Orden entgegennahm.

"Es fällt mir auch heute noch nicht leicht, für mich die Auszeichnung anzunehmen", sagte die Organistin und Kantorin, erinnerte an die vielen Sitzungen des Arbeitskreises und betonte die Verdienste von allen, die sich für das Orgelprojekt stark machten. Worpswedes Bürgermeister Stefan Schwenke, die erste Kreisrätin Heike Schumacher und Professor Harald Vogel machten deutlich, dass Ulrike Dehning mit ihrem unermüdlichen Engagement das Unmögliche möglich gemacht habe. Mit Dehnings Engagement für den mit 500000 Euro kalkulierten Orgelneubau sei ein Ruck durch die Gemeinde Worpswede gegangen, lobte Schwenke. Motor des Projekts sei stets die Organistin gewesen. "Es ist ein verdienter Orden", unterstrich Worpswedes Bürgermeister.

Schwenke wie auch Professor Vogel betonten, dass Orgeln noch nie so billig gewesen seien wie zu dieser Zeit. So hätte damals für eine Arp-Schnitger-Orgel, der die vom weltbekannten ostfriesischen Orgelbauer Hendrik Ahrend gefertigte Rekonstruktion der Gloger-Orgel in nichts nachstehe, das Dreifache des heutigen Preises bezahlt werden müssen. Als Bereicherung der kulturellen Landschaft bezeichnete Schwenke den Orgelneubau.

Musikalisch wurde der Festakt in der Ratsdiele von Juan Maria Solares, Juliane Dehning, Johannes Dehning und Michael Müller umrahmt.



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