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SPD-Landtagskandidat zu Gast beim „Mahl der Arbeit“ / Klönschnack bei Bier, Wein und leckeren Häppchen Jürgen Kuck umwirbt Gewerkschaften

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Volker Lange (links) begrüßte Jürgen Kuck als Gast beim „Mahl der Arbeit“.
Volker Lange (links) begrüßte Jürgen Kuck als Gast beim „Mahl der Arbeit“.

Osterholz-Scharmbeck. Volker Lange von der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (Afa) gibt die Hoffnung nicht auf: "Möglicherweise stehen irgendwann ein rotes Banner der SPD und ein rotes Banner des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) beim ‚Mahl der Arbeit’ nebeneinander." Und der Landtagskandidat der SPD Jürgen Kuck erinnerte: "Wir sind aus dem gleichen Nest gekrochen." Langsam zeichnet sich wieder Annäherung zwischen der SPD und den Gewerkschaften ab, finden die Anwesenden. Das Verhältnis war in jüngster Vergangenheit getrübt, haben die SPD-Politiker erkannt.

Mittendrin in diesem Prozess steht die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (Afa) innerhalb der Partei, die sich immer für Arbeitnehmer starkgemacht hat. Deren Unterbezirk Osterholz lädt seit vier Jahren in der Kreisstadt zum Mahl der Arbeit ein. Es geht auf eine alte Tradition zurück – auf ein Treffen mit geselligem Gedankenaustausch vor dem 1. Mai. Angelehnt an die Ursprünge gibt es einige Reden, Klönschnack bei Wein, Bier und leckeren Häppchen. Dieses Jahr stimmt der Termin für das "Mahl der Arbeit" nicht, räumte Lange ein. Aus organisatorischen Gründen fand das Treffen, dessen Hauptreferent Jürgen Kuck war, rund drei Wochen später statt. Kuck gibt zu: Es ist nicht unbedingt üblich, dass ein SPD-Politiker beim "Mahl der Arbeit" spricht. Doch sein Lebenslauf als Gewerkschafter und Betriebsrat sei viel länger als politische Tätigkeiten.

Der Betriebsratsvorsitzende bei Faun Jürgen Ruch und Volker Stahmann von der Industriegewerkschaft Metall (IGM) hatten zuvor einiges über die Situation in den Betrieben und die Tarifverhandlungen berichtet. Stahmann wies darauf hin, dass es den Unternehmen in Deutschland gut gehe und Forderungen angebracht seien. Es gehe aber nicht vorrangig um Geld. Aspekte wie Übernahme von Auszubildenden oder Reduzierung von Leiharbeit stünden auf der Agenda der Gewerkschaften.

Kuck ging eher auf das Verhältnis von Arbeitnehmern, traditionellen Wählerkreisen und seiner Partei ein. Die SPD habe ihre Schwerpunkte aus den Augen verloren und zu sehr in die Mitte geschielt, glaubt Kuck. "Dabei haben wir vergessen, dass wir eine linke Volkspartei sind", stellte er fest. Deshalb würden derzeit Wahlergebnisse nicht realisiert, die eigentlich generiert werden könnten. Die Ursache sah der Landtagskandidat bei den sozialdemokratischen Kanzlern Helmut Schmidt und Gerhard Schröder, die pragmatische Politik gemacht hätten. Die gute Situation auf dem Arbeitsmarkt sei Folge der Reformen von Schröder. Doch Kuck beklagte: Viele Arbeitnehmer könnten trotz Vollzeitstelle nicht von dem Lohn leben.

Kuck appellierte an die Gewerkschaften, mit der SPD Modelle für die Zukunft zu entwickeln. Das gelte beispielsweise für die Rente. Den demografischen Wandel sieht Kuck als große Herausforderung.

Kuck kritisierte zudem den Umgang mit der Eurokrise. Deutschland habe sie gut überstanden, weil mit Konjunkturprogrammen die Wirtschaft belebt wurde. Jetzt verlange Bundeskanzlerin Angela Merkel von anderen Ländern das Gegenteil. "So wird uns der Euroraum um die Ohren fliegen", befürchtet der SPD-Politiker.



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warlord am 21.05.2013 10:16
>Das Auto nehmen...bei uns in Bremen??? Bei uns wird Fahrrad gefahren!

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calcetin am 21.05.2013 10:12
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