
Osterholz-Scharmbeck. "Eine tolle Werbung für unsere Stadt", lobte Bürgermeister Martin Wagener Team und Betreuer während einer Siegesfeier im Jugendhaus am Pumpelberg. Nujin Koussa, Xesjin Koussa, Ahmed Omar, Hassan Salami, Timo Kroth, Ibrahim Omar und Alina Stoll waren auf Einladung des deutsch-polnischen Jugendwerks gemeinsam mit den beiden Betreuern des Jugendhauses, Jana Lüthens und Abdelhafid Catruat, fünf Tage in Graudenz unterwegs gewesen. Neben dem Turnier stand vor allem der Austausch mit den übrigen Teilnehmern aus Polen und der Ukraine im Mittelpunkt. "Es war unsere erste Auslandsreise", berichtete Xesjin Koussa, "wir haben viel erlebt und viele neue Freunde gewonnen".
Die Veranstalter hatten für ein umfangreiches Kennenlern- und Integrationsprogramm gesorgt. Die Jugendlichen konnten am polnischen Unterricht teilnehmen, besichtigten die Stadt und feierten gemeinsam mit den übrigen Teilnehmern abends in einer Disko. "Es war eine tolle Erfahrung, wir haben viel über die polnische und ukrainische Lebensweise erfahren", sagte Timo Kroth.
Auch die Sprachbarriere konnten die jungen Leute überwinden. Timo Kroth: "Entweder haben wir uns auf Englisch unterhalten oder eine Übersetzerin gehabt." Geschlafen haben die Gäste in einem Sport-Internat, gemeinsam mit den anderen Teilnehmern nahmen sie an zahlreichen Kennenlernspielen teil. "Über facebook bleiben wir mit den anderen auch weiterhin in Kontakt", betonte Xesjin.
Nach der feierlichen Eröffnung des "Street-Soccer"-Turniers (gespielt wurde mit je drei Feldspielern plus Torwart auf Kunstrasen) wurde einigen der jungen Kreisstädter zunächst ganz mulmig. "Unsere Gegner waren viel größer als wir", erinnerte sich Alina Stoll. Trotz anfänglicher Unsicherheit kamen die sieben Jugendlichen im Verlauf des Turniers immer besser in Fahrt und belegten nicht nur den ersten Platz, sondern stellten mit Xesjin Koussa auch noch die beste Spielerin und Torschützenkönigin (15 Tore). "Wir haben als Team super harmoniert", erklärte die talentierte Mittelfeldspielerin des ATSV Scharmbeckstotel.
Durch das Kollektiv seien die körperlichen Defizite wett gemacht worden, unangefochten habe das Team – zum größten Teil Schüler des Lernhauses im Campus – verdient den ersten Platz errungen. "Ihr wart toll, nicht nur auf dem Platz", lobten die beiden Betreuer auch das Sozialverhalten und die Zuverlässigkeit der "glorreichen Sieben". Am 2. Juni fahren sie zur Endrunde mit 13 Teams erneut nach Polen (Lublin). "Egal, welchen Platz ihr belegt", versicherte der Bürgermeister, "ich lade euch auf eine Pizza ein".







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