
Lilienthal. Gemütlich, bräsig, humorvoll, ursprünglich, derb und direkt: Was geht einem nicht alles spontan durch den Kopf, wenn man an Plattdeutsch denkt. Die Liste ließe sich mühelos erweitern. Uns kommt Theater in den Sinn, das beides sein kann – plumpes Vergnügen aus der Klischeekiste und ernsthafte Kunst, die auf hintersinnige Art heiter ist.
Wir denken auch an Menschen, die mit dem Plattdeutschen derart verwachsen sind, dass einem zu ihnen beinahe kein hochdeutsches Wort mehr einfallen mag. Heinrich Schmidt-Barrien etwa gehört dazu, Heinz Lemmermann oder auch Sängerin und Entertainerin Ina Müller, die Platt so frisch und keck unters Volk bringt, dass man nur staunen kann.
Wir wollen wissen: Wie ist es denn um das Plattdeutsche heutzutage bestellt? Mögen die Leute es noch hören? Oder möchten sie es gar wieder sprechen? Immerhin ist Niederdeutsch ja als Regionalsprache anerkannt, seit es 1999 in der EU-Charta für Regional- und Minderheitensprachen eingetragen wurde.
Die plattdeutsche Sprache steht somit offiziell unter dem Schutz der Bundesregierung. Doch wird dieses Gesetz auch mit Leben erfüllt? Und wenn ja, sind es dann vor allem die Alten, denen der plattdeutsche Klang noch vertraut ist, die sich um den Erhalt dieser Sprache bemühen? Oder kommt es auch bei den Jungen an?
Wir haben uns umgesehen und gelauscht. Was uns dabei zu Ohren gekommen ist, wollen wir in lockerer Folge vorstellen. Unter anderem dabei: eine niederdeutsche Kolumne, ein Besuch bei Plattsnacker-Runden, ein Interview mit der plattsnackenden Grasberger Bürgermeisterin Marion Schorfmann und eine Visite im Plattdeutsch-Unterricht der Grundschule Frankenburg. Los geiht dat vondaag op Siet 3









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