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Zukunft des Standort-Übungsplatzes Schwanewede: Verteidigungsministerium braucht länger für die Prüfung Verlegung nach Garlstedt?

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Das Fallschirmjäger-Bataillon 313 aus Seedorf übt immer noch auf dem Standort-Übungsplatz Schwanewede.
Das Fallschirmjäger-Bataillon 313 aus Seedorf übt immer noch auf dem Standort-Übungsplatz Schwanewede.

Schwanewede. Die ursprünglich für Ende Mai, Anfang Juni angekündigte Entscheidung über die Zukunft des Standort-Übungsplatzes in Schwanewede verzögert sich. Das Verteidigungsministerium wird in den nächsten Wochen prüfen, ob eine Verlagerung des militärischen Übungsbetriebes von Schwanewede nach Garlstedt technisch machbar ist. Das ist das Ergebnis eines Gesprächs zwischen Vertretern des Ministeriums, des Landkreises Osterholz, der Gemeinde Schwanewede und dem CDU-Bundestagsabgeordenten Andreas Mattfeldt am Mittwoch in Berlin.

Mattfeldt hatte das Arbeitstreffen im Ministerium vermittelt. Vom Landkreis nahm Landrat Jörg Mielke teil, Schwanewede war mit Bürgermeister Harald Stehnken und dem Konversionsbeauftragten Gerhard Luhrmann vertreten. Ihre Gesprächspartner waren Staatssekretär Thomas Kossendey, Ministerialbeamte und Vertreter der Bundeswehr. Laut Mattfeld ging es bei dem Arbeitstreffen darum, "die Grundvoraussetzungen einer Verlagerung des Übungsbetriebes von Schwanewede nach Garlstedt zu prüfen". Die Gesprächspartner aus dem Ministerium hätten deutlich gemacht, dass eine Erweiterung des Übungsbetriebes in Garlstedt "grundsätzlich möglich und auch finanziell darstellbar" sei.

Beim Arbeitstreffen am Mittwoch wurden eine Reihe offener Fragen angeprochen, die vor einer endgültigen Entscheidung zu klären sind. Da ist die Naturschutz-Problematik. Der Standort-Übungsplatz in Garlstedt liegt zum Teil im Bereich des Garlstedter Moores und der Heidhofer Teiche, eines schützenswerten Flora-Fauna-Habitats (FFH).

Teiche besonders geschützt

Neben Heide- und Magerrasenflächen sind die Heidhofer Teiche mit der Teichfledermaus besonders geschützt. Eine intensivere militärische Nutzung des Übungsplatzes könnte Einflüsse auf Tiere und Pflanzen haben. Die Problematik kam auch in Berlin zur Sprache. "In einer ersten Einschätzung waren wir uns einig, dass eine Verlegung des Übungsbetriebes von Schwanewede nach Garlstedt naturschutzrechtlich nicht von vorneherein ausgeschlossen ist", so Landrat Jörg Mielke. Eine intensivere militärische Nutzung und Naturschutz würden sich "mit hoher Wahrscheinlichkeit vertragen". Eine Verträglichkeitsprüfung müsse die Bundeswehr vornehmen. "Der Landkreis müsste sein Einvernehmen erteilen." Es sei vereinbart worden, dass beide Seiten eng zusammenarbeiten.

Nicht nur Naturschutz-Belange sind zu klären. "Die Bundeswehr wird jetzt prüfen, ob eine Verlagerung nach Garlstedt technisch machbar ist", so Mattfeldt. Das gelte vor allem im Hinblick auf die Fahrschul-Ausbildung der Logistik-Schule. Ein Großteil der Ausbildung erfolgt derzeit in Schwanewede, auch auf Ketten-Fahrzeugen. Im Gespräch am Mittwoch seien einige Voraussetzungen für eine Verlagerung nach Garstedt genannt worden, so Mattfeldt. "Für die Fahrschul-Ausbildung braucht man eine Wegstrecke von mindestens 2,5 Kilometer. Für Nachtsichtfahrten muss sich das Gelände absichern lassen." Das alles will die Bundeswehr jetzt bis Mitte September prüfen. Dann wollen die Gesprächspartner wieder zusammenkommen.

Als Termin hat man laut Mattfeldt den 17. September ins Auge gefasst. Bürgermeister Harald Stehnken zeigte sich nach dem Treffen am Mittwochabend "sehr zufrieden" mit dem Ergebnis des Gesprächs, obwohl die Gemeinde noch immer nicht weiß, ob mit der Kaserne auch der Übungsplatz geschlossen wird.

"Es ist zwar schade, dass wir noch ein bisschen auf die Entscheidung warten müssen", so Stehnken. "Aber ich nehme lieber ein paar Monate länger in Kauf, wenn wir dadurch die Chance haben, dass wir den Übungsplatz verlieren."



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Leserkommentare
adagiobarber am 25.05.2013 09:09
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adagiobarber am 25.05.2013 09:05
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