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Samtgemeinde hat Kooperationsvertrag mit Verein "Tierasyl heimatlos" geschlossen Wittstedt nimmt Hambergens Fundtiere auf

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Nach Ritterhude und Schwanewede hat nun auch die Samtgemeinde Hambergen eine solche Vereinbarung mit den Tierschützern aus dem Nachbarlandkreis geschlossen. "Wir sind froh, das Angebot vom Verein bekommen zu haben", sagt Hambergens Samtgemeindebürgermeister Bernd Lütjen. Es sei im richtigen Moment auf seinen Tisch geflattert. Die Samtgemeinde war just auf der Suche nach einer neuen Auffangstation für ihre Fundtiere. Das Veterinäramt des Landkreises hatte ihr mitgeteilt, dass sie die Tiere nicht mehr bei der bisherigen Adresse abgeben dürfe. "Aus tierschutzrechtlichen Bedenken", fügt Ingo Laschat, Leiter der Ordnungs- und Sozialabteilung Hambergen, hinzu. Eine Art Tierheim brauchte die Samtgemeinde aber. Fundtiere fallen in ihre Zuständigkeit. Es seien zwar nur zehn bis zwölf Tiere im Jahr, "aber jedes stellt für uns ein Problem dar", so Lütjen.

Vereinbarung gilt seit Februar

Noch vor wenigen Monaten hatte er auf eine andere Lösung gesetzt. Die Samtgemeinde hatte mit den Kreisgemeinden (ohne Kreisstadt) und dem Landkreis Osterholz die Gründung eines landkreisweiten Tierheims unterstützt. Tierschutzvereine aus Osterholz-Scharmbeck und Lilienthal arbeiteten damals an einer Realisierung. Die Finanzierung habe gestanden, die Örtlichkeiten waren gefunden, erinnert Lütjen, da sei das Projekt wegen Querelen unter den Tierschützern geplatzt. Lütjen: "Darüber bin ich echt enttäuscht."

Susanne Puvogel, Samtgemeindebürgermeisterin von Hagen und seit 2006 Vorsitzende des Vereins "Tierasyl heimatlos", hatte diese Entwicklung aus der Ferne beobachtet. Wenige Jahre zuvor hatte Hagen vor dem gleichen Dilemma gestanden: Das Tierheim in Driftsethe hatte Insolvenz angemeldet. Puvogel, zu der Zeit Ordnungsamtsleiterin, wandte sich an Anja Dielmann in Wittstedt und fragte, ob sie in der von ihr geführten Tierpension die Fundtiere von Hagen aufnehmen könne.

Ohne diese Tierpension aufzugeben, hat sich im Laufe der Zeit daraus das Tierheim des Vereins "Tierasyl heimatlos" samt Katzenhaus mit Quarantäne-Station entwickelt. Hühner, Hängebauchschweine, Ziegen, Gänse, Chinchillas, Hunde, Katzen oder Pferde (letztere nur aus Beschlagnahmungen) - sie alle werden aufgenommen und vermittelt. Als Anja Dielmann aus gesundheitlichen Gründen aus Vorstand und Verein ausscheiden musste, übernahm Puvogel den Vorsitz. Inzwischen setze sich der Vorstand aus Vertretern der Kommune und engagierten Tierschützern zusammen. "Das läuft hervorragend", sagt Puvogel.

Dem Verein ist an einer guten Auslastung des Tierheims gelegen. Nicht nur, aber auch, um Besuchern, die sich ein eigenes Tier wünschen, eine Auswahl bieten zu können. Deshalb entschloss er sich, nicht nur die Fundtiere der Samtgemeinde Hagen, sondern auch die der Gemeinden Beverstedt, Loxstedt, Schiffdorf und Langen aufzunehmen. Diese Kommunen traten dafür dem Verein bei. Kapazitäten waren noch immer übrig. Als daher die Tierschützer mit ihren Plänen im Landkreis Osterholz scheiterten, wandte sich Puvogel an Bernd Lütjen und dessen Kollegen in Ritterhude und Schwanewede. "Wir hatten auch nach einer Lösung bei uns vor Ort geguckt", berichtet Lütjen. Aber das Tierheim in Wittstedt habe auf ihn den besten Eindruck gemacht. Im Februar wurde der Kooperationsvertrag geschlossen. Lütjen weist daher darauf hin, dass entlaufene, verirrte oder verletzte Haustiere, die bei der Samtgemeinde und der Polizei in Hambergen als Fundtiere abgegeben werden, im Tierheim Wittstedt untergebracht werden.

Eine Nachfrage bei der Tierheimleiterin Claudia Schröder-Mühlenhort und ihren Kollegen könnte Tier und Mensch vielleicht wieder zusammenführen. Auch hofft Bernd Lütjen, dass Hamberger, die sich ein Tier zulegen möchten, in Wittstedt nach einem neuen Mitbewohner gucken.

Zu erreichen ist das Tierheim unter der Woche von 9 bis 12 Uhr und von 15 bis 17 Uhr sowie am Wochenende von 9 bis 12 Uhr unter Telefon 04746/72430. Dienstags ist Ruhetag. Info im Internet unter www.tierasyl-heimatlos.de.



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Leserkommentare
joachimpape am 31.10.2014 19:32
Ein Aufschrei vom Sportverein"Wir" kennen den Mann nicht".
Das mag ja sein, aber kann man(n) nicht eine klare Aussage im heutigen Sinne ...
joachimpape am 31.10.2014 18:52
Habe über den Artikel lange Nachgedacht.
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