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21-Jähriger sticht auf Mitschüler ein BBS-Schüler verhaftet

15.02.2014 0 Kommentare
Bürgerkanzel 8 © Monika Fricke
BBS-Leiter Wilhelm Windmann kann sich den Vorfall während der Klassenfahrt nach München nicht erklären. (Monika Fricke)

Die Fachoberschule Technik der Berufsbildenden Schulen Osterholz (BBS) unternimmt seit vielen Jahren Klassenfahrten nach München, um das dortige Technikmuseum zu besuchen. Nie sei dabei etwas passiert, betont BBS-Leiter Wilhelm Windmann. Die jüngste Fahrt der Fachoberschul-Klasse 12 in die bayerische Landeshauptstadt endete indes blutig: Ein 21-jähriger Schüler attackierte einen Mitschüler und muss sich jetzt wegen versuchten Mordes verantworten. Das Amtsgericht München erließ gegen den jungen Mann Haftbefehl.

Wie die bayerische Polizei mitteilte, ereignete sich der Vorfall am Mittwoch vergangener Woche in einer Diskothek in der Münchner Altstadt: Gegen 2.15 Uhr schlug der 21-Jährige dort einem 24-jährigen Mitschüler eine Flasche so heftig auf den Kopf, dass diese zerbrach. Mit dem abgebrochenen Flaschenhals stach er dann zudem mehrfach von hinten auf das Opfer ein.

Laut Polizeibericht erlitt der 24-Jährige „multiple Stich- und Schnittverletzungen im Gesichts- und Nackenbereich“ und musste in einem Krankenhaus stationär behandelt werden. Der 24-Jährige soll dem Tatverdächtigen zuvor zweimal mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben, ist dem Bericht der Beamten weiter zu entnehmen.

Beide Schüler standen laut Polizei zum Tatzeitpunkt unter Alkoholeinfluss. Die Mordkommission nahm Ermittlungen wegen versuchten Mordes auf, der Tatverdächtige wurde vor Ort festgenommen. Ein Motiv für die Auseinandersetzung „ergab sich bisher nicht“, so die ermittelnden Beamten. Sowohl der 21-Jährige als auch sein Opfer hätten bei der ersten Vernehmung am Nachmittag des Tat-Tages „Erinnerungslücken“ geltend gemacht.

Das Amtsgericht München erließ gegen den 21-Jährigen Haftbefehl wegen versuchten Mordes, teilte der Sprecher der Staatsanwaltschaft in München mit. Es bestehe „dringender Tatverdacht“.

Der BBS-Schüler „befindet sich seit dem 6. Februar in Untersuchungshaft“.

Berichten von Münchner Zeitungen zufolge ereignete sich der Vorfall in der „089 Bar“, einer am Maximiliansplatz gelegenen Diskothek. „Keep on lässig“ werden Besucher der Disko-Internetseite begrüßt.

Was in München passiert ist, sei für ihn „nicht nachvollziehbar und nicht erklärbar“, sagte BBS-Leiter Wilhelm Windmann gegenüber unserer Zeitung. Die Nachricht von der gewalttätigen Auseinandersetzung habe große Betroffenheit in der Klasse und im Kollegium ausgelöst.

Die beiden Fachoberschüler hätten sich gut verstanden. Ihm jedenfalls sei kein Streit zwischen den jungen Männern bekannt, so Windmann. Beide Schüler stammen Windmann zufolge aus dem Landkreis Osterholz, leben aber nicht in derselben Gemeinde.

Sowohl seine Lehrkräfte, als auch seine Mitschüler hätten betont, dass der 21-Jährige zuvor in keiner Weise auffällig gewesen sei, betont der Schulleiter.

Die am 2. Februar begonnene und auf eine Woche angelegte Klassenfahrt sei nach dem Vorfall vorzeitig beendet worden. Bis auf den 21-Jährigen seien alle Schüler seit Ende vergangener Woche wieder zuhause. Der 24-jährige Verletzte werde voraussichtlich nächste oder übernächste Woche wieder am Unterricht teilnehmen, sagte Windmann.

Zwei Lehrkräfte der Berufsbildenden Schulen hatten die Klassenfahrt begleitet. Obwohl es sich um erwachsene Schüler handelte, habe es klare Anweisungen zum Thema Alkoholkonsum gegeben. „Alkohol wurde massiv thematisiert“, so Windmann. „Die Ansage war eindeutig: Nicht mehr als zwei Gläser Bier.“ Bei dem Besuch der Diskothek in der Münchner Altstadt sei keine Lehrkraft dabei gewesen.

Dass der Appell an das Verantwortungsbewusstsein der jungen Erwachsenen offenbar nicht bei allen Teilnehmern der Klassenfahrt gefruchtet hat, wird nun möglicherweise Konsequenzen für alle weiteren Klassenfahrten der Berufsbildenden Schulen Osterholz haben. Ein totales Alkoholverbot sei für die Zukunft nicht auszuschließen, sagte Leiter Windmann. Man wolle aber nichts überstürzen.

Angaben, wann der Prozess gegen den Schüler vor dem Münchner Amtsgericht voraussichtlich beginnen wird, machte die Staatsanwaltschaft gestern nicht.


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Leserkommentare
onkelhenry am 22.12.2014 10:01
Lieber Herr Bode! Das wäre aber ein Schritt zurück!
Jetzt wo es endlich so aussieht, dass Werder sich wirklich von den "sportlichen (und ...
tommi24 am 22.12.2014 10:00
Aber nur, wenn die Wahlkabinen mit dem 'Fahrrad zu erreichen sind!