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Wallhöfener Schützenverein feiert Jubiläum – und kann auf treue Mitglieder zählen Vier Vorsitzende in 100 Jahren

11.07.2013 0 Kommentare
100 Jahre Schützenverein Wallhöfen Der Präsident Otto Grotjohann (rechts) und sein Stellvertreter Frank-Dieter Kostens s © Andreas Hanuschek
100 Jahre Schützenverein Wallhöfen Der Präsident Otto Grotjohann (rechts) und sein Stellvertreter Frank-Dieter Kostens stellen Informationen für die Jubiläumsbroschüre zusammen. ANH/ (Andreas Hanuschek)

Wallhöfen. Die Vorsitzenden beim Schützenverein Wallhöfen fühlen sich pudelwohl und die Mitglieder sind ihren Hauptmännern treu. Anders ist es wohl kaum zu erklären, dass es in der hundertjährigen Geschichte des Vereins nur vier Vorsitzende gegeben hat. Der aktuelle Schützenhauptmann Otto Grotjohann ist bereits gut 20 Jahre im Amt – er eröffnet am Freitagabend die dreitägige Geburtstagssause im Schützenhof in Wallhöfen. Am Sonnabend laden die Schützen dann zum Ball, am Sonntag zum großen Festumzug (wir berichteten).

Die Geschichte des Vereins beginnt 1913 mit Louis Zeßler, der mit neun weiteren Herren die Vereinsgründung und den Bau eines Schießstandes in Wallhöfen beantragte. Der Landrat war einverstanden und erlaubte den Bau eines Schießstands auf dem Hintergrundstück des Hofbesitzers Dietrich Puckhaber.

Zum Vereinslokal erklärte man schon 1913 "Büggel". Neben Zeßler waren Hinrich Gerken (Stellvertreter), Johann Brünjes (Schriftführer) und Hinrich Ehrichs (Kassenwart) im Gründungsvorstand. Erster König im Schützenverein wurde Wilhelm Thiele. Im zarten Alter von 13 Jahren beschloss der Verein bereits, einen neuen Schießstand zu bauen, und zwar nun auf dem Grundstück von Johann Brünjes. Eng arbeitete man damals schon mit dem Turnverein zusammen: Er durfte ab 1927 den Schützenstand als Umkleideraum nutzen. 1930 wurde eine Vereinsfahne angeschafft – und Hüte für alle Schützen.

Königinnen gibt es seit 1963

1950 wurde das Vereinsleben nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aktiviert, zum ersten Hauptmann wählten die Mitglieder Heinrich Grotjohann. Unter seiner Regie feierte der Verein sein 40. Jubiläum. König konnte fortan nur werden, wer auch am Schützenumzug teilnimmt. 1957 trat Grotjohann zurück und Helmut Wohltmann auf den Plan. 1963 feierte man den 50. Geburtstag und gründete die Damenabteilung. Christa Wrieden, Gerda Huskamp, Meta Wohltmann, Margot Schreiner und Anneliese Wrieden waren die Frauen der ersten Stunde. Ihr Beitrag dafür: sechs Mark. Erste Königin wurde Hannelore Konoppa, der König an ihrer Seite wurde Hinrich Müller, der sich nach 1928 und 1958 zum dritten Male auf der Königstafel verewigte. Kuriosität am Rande: Hannelore Konoppa wurde später Müllers Schwiegertochter.

1969 beschloss der Schützenverein gemeinsam mit dem Turnverein, ein neues Sportzentrum zu bauen. 1974 weihten die Vereine die Anlage ein. Bereits drei Jahre später wurde die Schallmauer von 200 Mitgliedern durchbrochen. 1992 legte Helmut Wohltmann nach 35 Jahren sein Amt als Schützenhauptmann nieder. Nachfolger wurde Otto Grotjohann, der noch heute den Verein anführt. Im Jahre 1986 verlegte der Verein den gesamten Festablauf mit Ball in die Schützenhalle am Waldstadion.

Die Zahl der Mitglieder konnte der Verein jedoch nicht halten. 2010 waren es noch 126 Schützen, allerdings hat die Bogenabteilung guten Zulauf. Sportliche Höhepunkte gab es genügend in den letzten 100 Jahren. Im Gedächtnis blieb insbesondere Peter Gerken, der 1972 beim Tontaubenschießen Deutscher Vizemeister wurde. Auch die Jugend unter der Leitung von Helmut Bullwinkel verewigte sich in den Vereinsannalen: Sie wurde 1980 Landesmeister und qualifizierte sich für die deutsche Meisterschaft in München.

Beim Schützenverein Wallhöfen sind nicht nur die Vorsitzenden besonders treu, sondern auch die anderen Mitglieder. Hinrich Renken war insgesamt 32 Jahre Schatzmeister des Vereins, Erich Flathmann legte sein Amt als Stellvertreter des Hauptmanns erst nach 23 Jahren nieder. Fast unglaublich wirkt die Treue von Bernd Huskamp: Er bekam im Jahr 1998 vom Präsidenten des Moorkreises, Fritz Othersen, eine Ehrennadel für seine 70-jährige Vereinsmitgliedschaft verliehen.


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Leserkommentare
mcmatti am 20.12.2014 09:38
Wer absteigen will, holt Aaron zurück. Ein schwacher Mitläufer neben den Spielmachern Diego und Özil. Ein Versager als er selbst das Spiel machen ...
juergenkluth am 20.12.2014 09:09
Wer's glaubt wird selig. Für solche Steigerungsraten gibt es im internationalen Schiffbau keinen Markt. Das Unternehmen beruft sich hier auf das ...