Gerade erst hatte die Landjugend in Bad Fallingbostel mit der Aktion "Grüne Woche für Grüne Berufe" auf die Möglichkeiten aufmerksam gemacht, die der ländliche Raum zu bieten hat. Markus Hauschild fallen für seinen Wohnort Hepstedt gleich ein paar Handwerksbetriebe ein, die "keine Probleme haben, Auszubildende zu finden" – den Malereibetrieb, den Dachdecker und die Kraftfahrzeugwerkstatt. Die Liste der grünen Berufe ist aber noch um einiges länger. Neben Land-, Fisch- und Forstwirt zählen Gärtner, Berufe in der Hauswirtschaft und in der Milchwirtschaft – beispielsweise als Laborant oder Milchtechnologe – sowie Pferde- oder Tierwirt und Fachkraft für Agrarservice dazu. Auch Revierjäger sei ein möglicher Beruf, den junge Leute in den Dörfern ergreifen können. Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen sucht dafür "Talente mit Kreativität, Fingerfertigkeit und Köpfchen". Wer sich informieren möchte, kann auf die Internetseite www.lwk-niedersachsen.de/talente gehen.
Stichwort Internet: Für Lena Fastje, Agrarreferentin beim Landesverband der Landjugend, ist es wichtig, dass der ländliche Raum Reize schafft, um junge Menschen zu halten. "Eine gute Internetverbindung gehört dazu." Dass es an Arbeitsplätzen auf dem Land nicht mangelt, bestätigt auch sie. In landwirtschaftlichen Betrieben zum Beispiel würden "Betriebsleiter ohne Ende gesucht". Um die Chancen der Dörfer ins Bewusstsein zu rücken, sei eine Fachkräfteinitiative gegründet worden, der neben der Landwirtschaftskammer auch das Landvolk, Arbeitnehmerberater und die Landjugend angehören. Die Initiative möchte möglichst schon in den Kindergärten ansetzen. Und dafür sorgen, dass "die Landwirtschaft in den Schulbüchern realistisch dargestellt wird". Das Dorf als Rückzugsort, ist Lena Fastje überzeugt, gewinne in unserer schnelllebigen Zeit zunehmend an Bedeutung.







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