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Fulminante Feier zum 15-jährigen Bestehen der Sottrumer Kulturinitiative Raus aus dem Dornröschenschlaf

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Jongleur und Zauberer Johannes Arnold begeisterte das Publikum.
Jongleur und Zauberer Johannes Arnold begeisterte das Publikum.

Sottrum. Eigentlich war es, wie so oft in der Geschichte der Sottrumer Kulturschaffenden, Zufall, dass in der großen Manege im Eichpark gefeiert werden konnte. Die Grundschule am Eichkamp hatte das Zelt für eine Projektwoche gemietet und stellte es der Kulturini zur Verfügung. Damit schuf die Schule einen gebührenden Rahmen für ein kulturelles Feuerwerk, das sich ganz prima in die bisherige Geschichte des Vereins einfügte. Umso erfreulicher war es, dass der Andrang zu dem bunten Geburtstagsabend groß war: Nicht alle Gäste fanden in dem rund 300 Besucher fassenden Zelt einen Sitzplatz.

Auch mit der Wahl der Moderatoren hatte die Kulturini ins Schwarze getroffen: "Die Experten" Reinhard Röhrs und Jan Fritsch nahmen sich selbst und die Veranstalter gern aufs Korn und kündigten mit jedem neuen Auftritt einen "ganz besonderen Höhepunkt" an – egal, ob es um einen künstlerischen Beitrag oder die Ansprache der Bürgermeisterin ging. Christa Kirchhof gab übrigens zu, dass Sottrum sich wahrscheinlich noch im kulturellen Dornröschenschlaf befinden würde, hätte sich vor eineinhalb Jahrzehnten nicht eine Hand voll Kulturinteressierter darum bemüht, den Verein ins Leben zu rufen.

Beim Auftritt von Akro al Dente hielten die Besucher die Luft an. Das Programm zur Jubiläumsfeier der Kulturinitiative b
Beim Auftritt von Akro al Dente hielten die Besucher die Luft an. Das Programm zur Jubiläumsfeier der Kulturinitiative begeisterte die vielen Besucher im Zirkuszelt. Die Moderation des Abends hatten Reinhard Röhrs und Jan Fritsch übernommen.

Die Gründungsmitglieder waren schließlich auch die ersten, die in die Manege gebeten wurden. "Ohne Euer Engagement hätte es die Kulturini nie gegeben", sagte Helga Busch vom aktuellen Vorstand. Auch Peter Esche, der sich viele Jahre bei der Planung der zahlreichen Veranstaltungen unermüdlich eingesetzt hatte, wurde besonders geehrt: Heike van der Pütten, ebenfalls lange eine treibende Kraft in der Sottrumer Kulturszene und Mitgründerin des Vereins, überreichte ihm ein Buch mit Erinnerungen in Form von Zeitungsartikeln und Bildern.

Jazzig-humoristische Lieder

Weiter ging‘s im Programm mit einer gleichsam abwechslungsreichen wie unterhaltsamen Mischung: Während Röhrs und Fritsch die Lacher auf ihrer Seite hatten, begeisterten sie gleichermaßen mit jazzig-humoristischen Liedern, unterstützt von Karin Christoph. Die Stimmbande Bothel leistete ebenfalls einen gewaltigen Beitrag, und die Gruppe Dance Victims vom TV Sottrum sorgte für eine tänzerische Einlage. Nach der Pause, in der es im Eichpark Getränke und Snacks gab, sorgte die Gruppe Akro al dente, ebenfalls vom TV Sottrum, dafür, dass schließlich doch ein bisschen Zirkusluft geschnuppert werden konnte. Die Akrobaten hatten eine lange Tafel mit Weingläsern aufgebaut und ernteten jede Menge Applaus für ihre gewagten Einlagen. Auch für den Jongleur und Zauberer Johannes Arnold hieß es "Manage frei!" – er zeigte, wie einfach die Jonglage mit bis zu sechs Bällen sein kann und präsentierte einen etwas anderen Kartentrick:

Der Taakener bat eine Dame aus dem Publikum, sein unsichtbares Kartenspiel zu mischen und eine Karte zu ziehen. Am Ende zog er – aus dem plötzlich doch sichtbaren Stapel – genau das Herz-As, für das sich die Zuschauerin entschieden hatte.

Zum Abschluss des Abends gab es eine Kostprobe vom nächsten Stück der Laienspielgruppe der Kulturinitiative, die zurzeit unter dem Namen "Leporello" und unter der Leitung der Theaterpädagogin Laura Kintsch an einem Stück probt, das am 29. September Premiere im Sottrumer Heimathaus feiert. Im Anschluss war eine Ehrung des langjährigen "Machers" der Kulturini-Veranstaltungen, Schauspieler und Regisseur Dirk Rademacher, geplant, die aber ausfallen musste, weil der seine Teilnahme kurzfristig abgesagt hatte. Röhrs, Fritsch und Christoph sorgten schließlich für einen schwungvollen Ausklang des offiziellen Teils – im Anschluss stand eine Party mit allen Gästen auf dem Programm.



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Leserkommentare
ExMueller am 19.06.2013 12:34
Die Schule liegt in einem kleinen Wohngebiet,haben die Anwohner denn nichts gehört?Und das in einem Dorf!Unfassbar!
tommi24 am 19.06.2013 11:21
Es gäbe diese Möglichkeiten, aber es sind die Hände gebunden, man will es nicht! Warum wohl???
 
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