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Tarmstedts Gemeinderat fasst erste Beschlüsse zum neuen Baugebiet Nummer 34 „Dammwischkamp“ Wilstedter Straße bekommt einen Kreisel

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Das Baugebiet "Dammwischkamp" soll von der Wilstedter Straße aus über einen Kreisel erschlossen werden.
Das Baugebiet "Dammwischkamp" soll von der Wilstedter Straße aus über einen Kreisel erschlossen werden.

Tarmstedt. Westlich der Wilstedter Straße (Kreisstraße 113) und südlich des Richtwegs soll ein neues Baugebiet entstehen. Der Gemeinderat ließ sich in seiner jüngsten Sitzung vom Verdener Planungsbüro NLG vorstellen, wie es erschlossen werden soll. Dabei wurden zwei gegenüber der ersten Vorstellung leicht geänderte Varianten präsentiert.

Der Bebauungsplan Nummer 34 "Dammwischkamp" sieht, so erklärte Planerin Insa Borchers, Doppel- und Reihenhäuser vor. Anders als früher vorgeschlagen, soll das gesamte Baugebiet von der Wilstedter Straße erschlossen werden, und zwar durch einen Kreisverkehr mit 35 Metern Durchmessern. Damit ist er größer als der Kreisel an der Hepstedter Straße. Für einen Kreisel wird zwar mehr Fläche benötigt als für die ursprünglich geplante Einmündung, aber eine Fläche gehört bereits der Gemeinde, eine weitere kann sie aus Privathand erwerben.

Fahrbahn sechs Meter breit

Von dem Kreisverkehr zweigt die Planstraße A ab, die bis zur südlichen Grenze des Baugebiets führt, wo sie ohne Wendeplatz aufhört. Die Fahrbahn soll sechs Meter breit werden, hinzu kommen ein zwei Meter breiter Gehweg und an der anderen Seite ein 50 Zentimeter breiter Sicherheitsstreifen. Etwa auf halber Strecke zweigt ein Arm der Planstraße A ins Innere des Baugebiets ab, an den sich als Finger die Planstraßen B, C und D anschließen.

Für diese Straßen, die alle in Wendeplätzen enden sollten, boten die Planer zwei Varianten an. Bei beiden ist die Fahrbahn 4,50 Meter breit, in der ersten schließen sich beidseits aber nur einen halben Meter breite Sicherheitsstreifen an, da über das Gebiet verteilt einige zentrale Parkplätze geschaffen werden sollen. In der zweiten Variante sind die Seitenstreifen je zwei Meter breit und bestehen aus Rasenschotter, so dass zwischen den Bäumen geparkt werden kann.

Insa Borchers’ Kollege Ulrich Scharf stellte die Kosten vor. Bei der Planstraße A würde eine Ausführung in Asphalt 663 Euro pro Meter kosten, in Pflaster 671 Euro. Für die anderen drei Straßen sind die Unterschiede in der ersten Variante wegen einer dreireihigen Gosse größer: 494 Euro für Asphalt, 565 Euro für Pflaster. In der zweiten Variante kostet die Asphaltierung 518 Euro pro Meter, Pflasterung 586 Euro.

"Ob Pflaster oder Asphalt, kann später entschieden werden", sagte Insa Borchers; jetzt müssten die Planer wissen, ob mehrere zentrale Parkplätze angelegt werden sollten oder am Straßenrand geparkt werden dürfe. Bernd Sievert (SPD) wollte aber doch gern wissen, was die Planer vorschlagen, und Gerd Schnackenberg fragte: "Was ist überhaupt mit Pflaster gemeint?" Nicht das teuerste, aber auch nicht das einfachste, erwiderte Ulrich Scharf, sondern durchgefärbte rechteckige Platten. Da die Versorger ihre Leitungen erst nach und nach bauten und es mehrere Jahre dauere, bis sich ein Baugebiet fülle, sei es mit Pflaster einfacher, immer mal wieder die Straße zu öffnen und zu verschließen. Andererseits sei Asphalt angenehmer, wenn in den Straßen geskatet werde. "Das hat aber mehr was von einem Gewerbegebiet."

In der ersten Variante mit den schmalen Seitenstreifen würde festgesetzt, dass die Anwohner Bäume auf ihren Grundstücken pflanzen müssen. Darauf sollte man sich nicht verlassen, meinte Erhard Bäsler (SPD), deshalb sprach er sich für die zweite Variante aus. Das tat auch Heidrun Böschen, der bei der ersten vor allem die zentralen Parkplätze missfielen. "Wer läuft schon gern 50 Meter?", fragte sie. Böschen schlug auch vor, für den Fall, dass später eine Anbindung nach Norden an den Richtweg gebaut werden soll, eine Fläche freizuhalten. Das wurde aber vom Gemeinderat mit zehn zu zwei Stimmen abgelehnt. Gerd Schnackenbergs Vorschlag für einen weiteren Fußweg im oberen Teil dagegen führte dazu, dass die Planstraßen C und D nicht mehr in Wendeplätzen enden, sondern zu einer Ringstraße verbunden werden, so der einstimmige Beschluss. Ebenso einstimmig entschied der Rat sich für die zweite Variante ohne zentrale Parkplätze. Im vorderen Teil der Planstraße C wurden Reihenhäuser festgesetzt, erschließen und vermarkten soll das Gebiet die Gemeinde.



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admiral41 am 19.05.2013 16:58
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querdenkerschraegschreiber am 19.05.2013 15:21
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