
Im Stadtwald zwischen Brunnenweg und Bahn gibt es seit kurzem einen Weg, der früher nicht da war. Noch eine Schotterpiste, zweigt er von einem Waldweg ab und führt an den Rand des Naturschutzgebiets Verdener Dünen. Am Ende der Sackgasse werden Schüler der Berufsbildenden Schulen (BBS) Verden ein Podest bauen – eine ebenerdige Aussichtsplattform, groß genug, damit Rollstuhlfahrer hier mühelos wenden können.
Diese und andere Maßnahmen im Stadtwald gehen auf einen Antrag der SPD-Stadtratsfraktion zurück, das Erholungsgebiet zumindest in Teilen zu einer barrierefreien Zone zu machen. Daraufhin waren angehende Landschaftsplaner der Universität Hannover mit der Ausarbeitung eines Konzepts beauftragt worden, das sie 2009 vorlegten. Die Vorschläge fanden zwar den Beifall des Stadtrates, doch die Kosten von geschätzten 280000 Euro waren ihm entschieden zu hoch.
Die Stadt beantragte EU-Fördermittel aus dem Programm "Natur erleben" und wird sie nun auch bekommen, allerdings weit weniger als erhofft. "Da ist uns einiges rausgestrichen worden", sagt August Juling, zuständig für Grünflächen und Freizeitanlagen. Brüssel erkannte Gesamtkosten von 20000 Euro an, von denen 75 Prozent bezuschusst werden. Dafür sind bereits einige Wege insbesondere im Bereich des Waldspielplatzes ausgebessert worden. Dort habe man außerdem Gefälle "entschärft" und Deckschichten aufgebracht, sagt der städtische Gärtnermeister Juling.
Heute nun werden BBS-Schüler Vorarbeiten für das Podest in den Dünen in Angriff nehmen. Der Standort gewährt einen Panoramablick in die Sandlandschaft. "So bekommt man ein Gefühl für die Höhe der Dünen", sagt Juling. Er schätzt sie auf 25 bis 30 Meter. Den Weg zur Plattform muss der Betriebshof noch ebnen, das wird voraussichtlich im September geschehen. Komplett wird der Aussichtspunkt mit einer Informationstafel zu Flora und Fauna.
In Planung ist die Aufstellung von Orientierungsschildern im Stadtwald. Sobald Kapazitäten dafür frei sind, sollen außerdem die Wege im östlichen Teil des Naherholungsgebietes (Tütheide) ausgebessert werden.









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