Langwedel. Der Flecken Langwedel kann die Nachfrage nach Krippenplätzen derzeit nicht befriedigen. Allein für die bisher einzige in Daverden befindliche Kinderkrippe liegen 49 Anmeldungen vor. "Wir haben dort aber nur 30 Plätze zur Verfügung", so der auch für Kindertagesstätten und Schulen zuständige Hauptamtsleiter Rolf Korb.
Weil Kinder unter drei Jahren auch für altersgemischte Gruppen in Kitas angemeldet worden sind, will er nun beim Landesjugendamt eine zusätzliche Krippengruppe in der Kita der Ortschaft Langwedel beantragen. Werde sie genehmigt, seien hier bereits 14 Plätze vergeben, unterrichtete Korb den Fachausschuss und erklärte, dass dann auch bauliche Veränderungen und Neuanschaffungen wie Betten notwendig seien. Das käme den Flecken aber günstiger als andere Lösungen.
Mit dem Neubau in Etelsen würde die Gemeinde ab August nächsten Jahres insgesamt 60 Krippenplätze vorhalten. Zusammen mit der Unterbringung von Kleinstkindern in altersgemischten Gruppen reiche dieses Angebot wahrscheinlich aus, prognostizierte Korb. Aktuell liege der Bedarf an Krippenplätzen bei 40 Prozent.
Neubau kostet 800000 Euro
Die Krippe in Etelsen verursacht Baukosten von knapp 800000 Euro. 210000 Euro erwartet Korb als Zuschuss aus einem neu aufgelegten Landesprogramm, den Rest teilen sich Landkreis und Flecken je zur Hälfte. Für das Geld entstehen auf gut 400 Quadratmetern Nutzfläche rechts und links der Personalräume und des Spielflurs mit Eingangsbereich je ein Gruppen- und ein Ruheraum. Mit den separaten Ruheräumen ist ein Ganztagsbetrieb möglich - "entsprechend dem Trend", so Korb. In Daverden würden die Krippenkinder inzwischen bis 15 Uhr betreut.
Auf Anregung von Sigrid Ernst (SPD) soll eine der Toiletten in Etelsen behindertengerecht vergrößert werden. Auf Nachfrage von Karlheinz Glander (Grüne) bestätigte Bauamtsleiter Frank Bethge, dass bei der Planung die neueste Energieverordnung berücksichtigt worden ist. Entstehen wird die Krippe auf dem jetzigen Grundstück der Feuerwehr, die im Mai in ihren Neubau an der Hustedter Straße umzieht.
Rolf Korb kündigte in der Sitzung an, dass er den Politikern vermutlich noch vor den Sommerferien eine leichte Erhöhung der Kita-Gebühren vorschlagen werde, was für die Eltern Mehrkosten zwischen einem und fünf Euro pro Monat bedeuten könnte. Außerdem informierte er darüber, dass eine aus Amts- und Fachdienstleitern bestehende Arbeitsgruppe derzeit überlege, nach welchem Modus die vom Landkreis für die Betriebskostenförderung zur Verfügung gestellte Summe verteilt werden soll.









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