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Heute Woche vom 21. bis 28. Mai 1987 Lothar Petras als Film-Tenor im Rampenlicht

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Verden. Im Verdener Dom werden mit großem Aufwand die letzten Szenen des von produzierten Fernsehfilms "Das Winterhaus" gedreht. Rund 150 Komparsen aus Verden und Umgebung sitzen in dunkler Kleidung und auf Anweisung mit ernsten Gesichtern im Dom und mimen geschlossen eine nachdenkliche Nachkriegsgemeinde. Die Statisten waren Wochen zuvor gecastet worden, wie es heute heißt, und erhielten für ihren Einsatz 80 Mark bar auf die Hand. Laut VN-Bericht bestanden alle Mitwirkenden eine "Geduldsprobe bei bitterer Kälte".

Die Hauptrollen in dem TV-Epos von Regisseurin Hilde Lerman verkörpern so bekannte Schauspieler wie Werner Kreindl, Jochen Schroeder, Rüdiger Vogler, Elfriede Rückert und Marita Breuer. Sie sitzen im Dom in der ersten Reihe, als die Filmkameras laufen. Ins Rampenlicht gelangt vor allem der Verdener Gastronom Lothar Petras. Im schwarzen Anzug, mit reichlich Pomade im Haar und der Partitur in der Hand, gibt er gekonnt den Solosänger des Kirchenchors.

Der Verein zur Förderung der psychosozialen Versorgung im Landkreis Verden hat sich personell verstärkt. Drei ehrenamtliche Kräfte sind jetzt im Einsatz: Gerda Döring, Carola Jakubowski und Anne Muschik, alles Frauen vom Fach mit Studiendiplomen. Sie werden als ABM-Kräfte eingesetzt und sollen zunächst die Neuausgabe des Schriftstücks "Psychosozialer Wegweiser" vorbereiten.

Das Amtsgericht verhängt gegen einen 36-jährigen Einzelhandelskaufmann aus Hannover wegen wiederholten Diebstahls eine Freiheitsstrafe von drei Monaten. Die soll er auch absitzen. Der Mann bettelt um eine Bewährungsfrist, doch die Kammer kennt kein Pardon.

Der Anklagte ist nämlich im juristischen Sinn ein Rückfalltäter. Er wurde bereits wegen Betruges, Diebstahls und Urkundenfälschung verurteilt. Die aktuell verhandelten Taten beging er während der laufenden Bewährungszeit. In einem Verdener Warenhaus hatte er Ender 1986 zwei Herrenpullover im etikettierten Wert von 158 Mark gestohlen. Wenig später versuchte er, die Kleidungsstücke gegen Geld umzutauschen. Dabei flog der dreiste Deal auf.

Die Mitarbeiter des Instituts für Mensch und Natur lassen sich nicht entmutigen, auch wenn das Arbeitsamt zwei bereits bewilligte ABM-Stellen kurzfristig wieder ausgesetzt hat und der Landkreis die gewährten Fördermittel zunächst nicht auszahlen will. Fast rund um die Uhr haben ehrenamtliche Mitarbeiter in den vergangenen zwei Wochen Messungen zur Radioaktivität vorgenommmen. Die Ergebnisse der Analysen von fast 200 Lebensmittel- und Bodenproben aus dem Raum Verden liegen mittlerweile vor.

Bei den Leichtathletik-Bezirksmeisterschaften im Verdener Stadion nutzen Jürgen Kuhlmann, Lutz Weger, Stefan Mattern und Michael Strobach ihren Heimvorteil und siegen unangefochten im Staffelwettbewerb über viermal 100 Meter. Das große Ziel, die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften, verfehlt das Quartett der LG Kreis Verden allerdings. Mattern läuft dennoch zu großer Form auf und siegt über 100 und 200 Meter.

Schlechte Nachricht für die Freunde des Verdener Galopprennsports: Der angekündigte Domweih-Renntag fällt wegen des schlechten Zustands des Geläufs aus. Die Entscheidung treffen die Verantwortlichen aller beteiligten Gremien nach einer intensiven Begehung der Rennbahn. Das letzte Wort hat Claus von der Decken, Beauftragter des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen in Köln:" Die Veranstaltung muss abgesagt werden".

Rund 1000 Frauen, Männer und Jugendliche aus ganz Norddeutschland proben in Verden ihren großen Auftritt beim bevorstehenden Deutschen Turnfest im Berliner Olympiastadion. Bei der Eröffnungsveranstaltung werden die Mitglieder der vier norddeutschen Landesturnverbände (Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein) ihre Schaunummer "Wogendes Wasser" präsentieren.

Mittels einer an den Präsidenten des Niedersächsischen Landtags gerichteten Petition hofft die Arbeitsgemeinschaft "Eibia" doch noch Einsicht in die Unterlagen über den früheren Kampfstoffbetrieb in Dörverden-Barme zu erhalten. Die AG am Fachgymnasium der Berufsbildenden Schulen beschäftigt sich mit der "Eibia" im Rahmen des vom Bundespräsidenten ausgeschriebenen Schülerwettbewerbs "Umwelt hat Geschichte".



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Leserkommentare
HanseMike am 19.06.2013 13:58
>Es gäbe diese Möglichkeiten, aber es sind die Hände gebunden, man will es nicht! Warum wohl???
ExMueller am 19.06.2013 12:34
Die Schule liegt in einem kleinen Wohngebiet,haben die Anwohner denn nichts gehört?Und das in einem Dorf!Unfassbar!
 
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