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Ehrung der Stadt Verden Störtebeker-Darsteller Dieter Jorschik erhält Verdienstmedaille

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Dieter Jorschik (rechts) bekam von Bürgermeister Lutz  Brockmann die Verdienstmedaille der Stadt.
Dieter Jorschik (rechts) bekam von Bürgermeister Lutz Brockmann die Verdienstmedaille der Stadt.

Die Verdienstmedaille der Stadt Verden, die Dieter Jorschik gestern in einer lockeren Feierstunde im Rathaus von Bürgermeister Lutz Brockmann bekommen hat, hat sich der Störtebeker-Darsteller durchaus hart erarbeitet. Akribisch habe er sich jedes Mal auf die mehr oder weniger prominenten Polit-Promis aus Bremen, Hannover und Berlin vorbereitet, sagt Jorschik.

Texte schreiben und auswendig lernen – 14 Tage habe er damit zu tun gehabt. "Schwierig war’s nur, wenn blasse Figuren dabei waren, die nix hergaben", erzählt er, ohne Namen zu nennen. In bester positiver Erinnerung geblieben sei ihm allerdings der frühere Bremer Sportsenator Willi Lemke: "Der war ’ne Wucht. Ein ganz lustiger Typ." Der habe so tief ins Heringsfass gegriffen, dass ihm die Brühe in den Handschuh gelaufen sei.

So kennt man Dieter Jorschik: als sagenumwobenen Seeräuber Klaus Störtebeker, der    auf dem Marktplatz von Verden Herin
So kennt man Dieter Jorschik: als sagenumwobenen Seeräuber Klaus Störtebeker, der auf dem Marktplatz von Verden Heringe und Brot an die Bevölkerung verteilt. Nun ist der Liekedeler in Pension gegangen.

Probleme mit dem Reiten

Von 1998 bis 2012 hat Jorschik den Störtebeker gegeben, jetzt hört er auf damit. Nicht, dass ihm die Rolle keinen Spaß mehr machen würde. "Aber ich habe Probleme mit dem Reiten", meint er. Und der Auftritt hoch zu Ross vorm Heringeverteilen auf dem Rathausplatz gehöre nun mal dazu wie die launig-respektlosen Reden, die den Störtebeker so unverwechselbar machen. Einen Nachfolger gebe es noch nicht, heißt es aus dem Rathaus.

Der in Leitmeritz im heutigen Tschechien geborene Jorschick wuchs im Rheinland auf und studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Stuttgart. Seine Theaterengagements führten ihn auch nach Verden, wo er ab 1980 auch als Lektor für den Theaterverlag Mahnke arbeitete. Zur Lätare-Spende 1995 und 1996 empfing Jorschik als Zeremonienmeister mit Stab und im Barock-Kostüm die Gäste zum Heringsessen. 1998 ritt er erstmals als Störtebeker durch die Fußgängerzone. Seinen ersten Auftritt als leibhaftiger Liekedeler hatte er zusammen mit Gerhard Glogowski, Heiner Geißler und Reinhard Metz.

Bekanntheit für Verden

"Klaus Störtebeker alias Dieter Jorschik verstärkt bis heute das Medien-Echo auf die Lätare-Spende", freut sich Bürgermeister Brockmann. Unzählige Zeitungsberichte, aber auch Radio- und Fernsehbeiträge hätten Verden überregional bekannter gemacht.

Jorschik lebt heute mit seiner Frau, einer Opernsängerin, die er bei einem Engagement in Flensburg kennengelernt hat, in Trier. An Ruhestand denkt er keineswegs: Derzeit inszeniert er an einem kleinen Theater in Koblenz ein Stück. Zudem habe er als Autor gut zu tun: "Ich habe im Moment fünf Stücke in Arbeit."

Ausdrücklich dankte er gestern seinem Störtebeker-Team, darunter der Maskenbildnerin Ingrid Zwanzig. "Es war eine schöne Zeit in Verden, ich habe viele Menschen kennengelernt." Und er dankte, schelmisch blickend, der Stadt Verden: "Sie hat sich um mich verdient gemacht."



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Netzorath am 16.09.2014 11:21
Ich habe das in der letzten Woche hier schon ausgeführt, dass die Maßnahmen des Aufsichtsrates zu einseitig ausgelegt sind und Werder mit einer ...
Klartext am 16.09.2014 10:43
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