"So geht es nicht", fasste Ausschussvorsitzender Christian Petritzki (CDU) seine Auffassung über den Verkehrsversuch in der Straße Im Sande zusammen. Zuvor hatten bei einem Ortstermin die Anlieger ihre Meinung dazu abgegeben. Die reichten von "Ziel erreicht: für Schulkinder hat sich die Situation verbessert" bis zu der Ankündigung des früheren Kreislandwirts Joost Meyerholz, er werde sich mit allen Mitteln gegen die Einbahnstraßenregelung wehren.
Stefan Schuster, Verkehrsexperte im Rathaus, hatte den sechsmonatigen Einbahnstraßenversuch verteidigt: Der Durchgangsverkehr sollte aus der Tempo-30-Straße rausgenommen werden. Das hat nach Aussagen der Anwohner auch funktioniert. Aber mancher Autofahrer fährt heute schneller als früher, wurde beobachtet, vermutlich wegen des fehlenden Gegenverkehrs. Problematisch sei die Situationen an den Ecken, besonders an der Einfahrt der Straße Wätjens Barg, schilderten einige Anlieger.
Rainer Aucamp (SPD) hat sich von den Anwohnern überzeugen lassen. Im vergangenen Jahr habe er voll hinter der Einbahnstraßenregelung gestanden, jetzt sei er für deren Aufhebung. Auch Karl-Heinz Lichter (CDU) unterstützt das Aus für die Einbahnstraße, wünscht sich aber gleichzeitig ein Anheben der Bordsteine und das Aufstellen von Spiegeln an den entscheidenden Einmündungsbereichen. Jürgen Harder (SPD) hält die Einbahnstraßenidee "für Unsinn". Schließlich handele es sich um eine Dorfstraße, und die Verkehrsteilnehmer würden sich arrangieren.
Den Vorschlag von Silke Thomas (Grüne), den Fußweg ganz aufzuheben und eine Verkehrsfläche für alle daraus zu machen, konterte Bürgermeister Uwe Kellner mit dem Hinweis, dass dann die Anlieger an den Kosten beteiligt würden. Er schlug statt dessen einfachere Mittel wie Farbstreifen oder Piktogramme vor. Christian Petritzkis Vorschlag, ein Gutachten über Verkehrsströme zu bestellen, damit man eine Basis für die Suche nach Lösungen habe, lehnte der Ortsausschuss vor allem mit dem Hinweis auf die Kosten ab. "Gut gemeint, aber nicht durchführbar", kommentierte der Bürgermeister den Vorschlag und wies auch darauf hin, dass sich "das Fehlverhalten der Autofahrer" nicht beeinflussen lasse.
Einstimmig votierte der Ausschuss für den Vorschlag Karl-Heinz Lichters. Somit erübrigt sich der Widerstand, den Joost Meyerholz angekündigt hatte. Bisher, so Meyerholz, hätten sich die Leute doch auch arrangiert. "Ich verstehe nicht, dass alles reguliert wird."







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