Im Verdener Kreishaus traut man den Ankündigungen jedoch nicht so recht. Landrat Peter Bohlmann hält an der Verfügung fest, mit der die rechtsradikale Wilhelm-Tietjen-Stiftung als bisherige Eigentümerin zum Schleifen der Gebäude auf dem Heisenhof-Gelände verpflichtet worden war. Nachdem die Frist verstrichen sei, werde als "Ersatzvornahme" jetzt die Ausschreibung vorbereitet. Wahrscheinlich Anfang nächsten Jahres würden die Häuser dann abgerissen, so Bohlmann.
Beim derzeitigen Stand der Dinge gehe er nicht davon aus, dass der Dörverdener Gemeinderat für den Außenbereich einen Bebauungsplan aufstelle. Würden sich Meyers Pläne zerschlagen, sei ein abermaliger Verkauf des Geländes nicht auszuschließen, sagt Bohlmann. Seine Befürchtung: Dann gerate es womöglich erneut in rechtsradikale Hände. Schließlich habe der Heisenhof einen hohen Symbolwert für die Szene, und zwar bundesweit.
Meyer räumt ein, für die Nutzung des Anwesens zwar Ideen, aber noch kein ausgeklügeltes Konzept zu haben. "Das wird noch Monate dauern." Einen potenziellen Investor sehe er in einem Scheich in Abu Dhabi, zu dessen Sprecher er Kontakt habe. "Der trägt dem das jetzt vor", so Meyer. Außerdem habe er "noch Asiaten an der Hand."
Von seinem Erfolg ist Meyer so überzeugt, dass er im Kaufvertrag mit der Tietjen-Stiftung nach eigenen Angaben keine Rücktrittsklausel vereinbart hat.








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