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Landkreis Verden Über 300 Pfadfinder zelten in der Hasenheide

27.08.2012 0 Kommentare

Die Wolfsburger Svenja Krampitz (15) und Lennart Ganninger (15) übten mit ihren Gitarren.
Die Wolfsburger Svenja Krampitz (15) und Lennart Ganninger (15) übten mit ihren Gitarren.
Svenja Krampitz (15) und Lennart Ganninger (15) nutzen die Zeit vor dem Mittagessen, das sie – wie sämtliche dort verzehrte Mahlzeiten – selbst zubereiten, um etwas abseits ihrer Gruppe aus Wolfsburg Gitarrenlieder einzuüben. Gespielt werden sie immer abends am Lagerfeuer, so, wie man sich das Leben der Pfadfinder vorstellt. Ihr Repertoire ist groß: Obwohl ein christlicher Verband würden sie auch viele "normale Lieder" spielen, meint Lennart Ganninger. "Let it be" von den Beatles und "Über den Wolken" von Reinhard May beherrsche er ebenso wie christliche Songs.

Die obligatorischen Halstücher, die je nach Alter des Trägers einen unterschiedlich farbigen Rand haben, tragen die beiden nicht, "dafür ist es einfach etwas zu warm", meint Svenja. Ihr Tuch sei mit einem dunkelgrünen Rand ausgestattet - so, wie die 14- bis 16-jährigen "Pfadfinder" es eben tragen, nachdem sie das hellgrüne der "Jungpfadfinder" (elf bis 13 Jahre) abgelegt haben. Die Gemeinschaft, nicht nur abends am Feuer, sei für sie alle von großer Bedeutung, erzählt Lennart. "Wir sind wie eine große Familie und halten zusammen. Bei Veranstaltungen wie diesen kann man einfach mal abschalten und den ganzen Alltagsstress vergessen", schwärmt er.

Jugendleiter Michael Voigt (33), Tanjana Achilles (26) und Maya Lohss (14) aus Wolfsburg.
Jugendleiter Michael Voigt (33), Tanjana Achilles (26) und Maya Lohss (14) aus Wolfsburg.
 Ein paar Schritte weiter in Richtung Versammlungsplatz macht Michael Voigt auf ein Regal aufmerksam, auf dem verschiedene Gegenstände liegen, die von den vielen angebotenen Workshops zeugen: Im Laufe der Woche wurden Becher aus Kokosnüssen gefertigt, Teddys genäht und T-Shirts gedruckt, Schmuck gefertigt und vieles mehr.

Der 33-Jährige betreut zusammen mit Tanjana Achilles die Jugendlichen aus Wolfsburg. "Ich bin seit 1988 bei den Pfadfindern", berichtet er. "Als ich damals hörte, dass man dort Feuer machen kann, wollte ich da unbedingt hin", fährt er lachend fort.

Die Bezirksgruppe "Elm" mit 58 Personen hat sich für ein Erinnerungs-Gruppenfoto vor dem großen Hauptzelt des Landeszelt
Die Bezirksgruppe "Elm" mit 58 Personen hat sich für ein Erinnerungs-Gruppenfoto vor dem großen Hauptzelt des Landeszeltlagers der Pfadfinder in der Hasenheide versammelt.FOTOS: ANDREA KREKEMEYER
 Mit zehn Jahren kam die heute 26-jährige Tanjana zu den Pfadfindern, machte später einen Gruppenleiterkurs und bildet nun selbst junge Pfadfinder zu Gruppenleitern aus. "Besonderen Wert legen wir hier auf die Selbstständigkeit der Jugendlichen." Auch Verantwortungsbewusstsein spiele eine wichtige Rolle. Sie sei jedoch sehr zufrieden mit dem Ablauf des Lagers: "Selbst die Nachtruhe von 23 bis 6 Uhr morgens wird fast immer eingehalten", lobt Tanjana Achilles ihre Schützlinge.

Auch Johannes Malinewski, frisch gekürter Pressesprecher des Lagers – eigentlich Journalistik-Student in Hannover, wenn er nicht gerade in der Hasenheide zeltet – ist rundum zufrieden mit dem Camp: "Das Wetter spielt mit, die beiden Ärzte, die wir immer hier haben, hatten kaum etwas zu tun, und das Programm konnte auch wie geplant stattfinden." Der 23-Jährige berichtet von einem der Highlights des Lagers. Am Freitag sei Ralf Meister, nicht nur als Schirmherr des Zeltlagers, sondern auch in seiner Funktion als Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers zu Besuch gekommen und habe einen großen Gottesdienst mit ihnen gefeiert. "Und vorher hat er uns noch beim Möhrenschnippeln fürs Essen geholfen und dabei viele unserer Fragen beantwortet", ergänzt Malinewski.

Peter Heinrichs aus Hehlen holt selbst gebackenen Marmorkuchen aus dem Holzofen.
Peter Heinrichs aus Hehlen holt selbst gebackenen Marmorkuchen aus dem Holzofen.
 Hinter ihm ragt das etwa zehn Meter hohe Versammlungszelt empor. Darin hätten bis zu 400 Leute Platz, meint der Pressesprecher. Nebenan werkelt Peter Heinrichs an einem "fahrenden Ofen" herum. Dabei handelt es sich um einen Holzofen, der sich wie ein Anhänger hinter ein Auto koppeln lässt und den er nutzt, um die im Zeltinnern dargebotenen Kuchen zu backen. "Von Pfirsichschnitten über Streusel- und Zuckerkuchen bis hin zu Marmorkuchen – wir haben alles", meint er. Bereits morgens um 7 Uhr müsse er den Ofen anheizen, damit genug Hitze erzeugt wird.


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