
"Politik ist ein hartes Geschäft." Das musste Karin Logemann lernen. Die Hiddigwarderin ist seit zehn Jahren für die SPD im Berner Gemeinderat, seit 2006 Abgeordnete im Wesermarsch-Kreistag. Jetzt bewirbt sie sich erneut um ein Mandat im Rat. "Mein Ansporn, in Berne etwas zu bewegen, ist völlig ungeschmälert", sagt sie, und lässt Engagement und Kampfgeist spüren.
Die Herausforderungen in der neuen Legislaturperiode seien die B 212 neu und der neue Flächennutzungsplan. "Die Bundesstraße hat unsere Entwicklung 70 Jahre lang blockiert", sagt Karin Logemann, und ist zutiefst überzeugt, dass die neue Ortsumgehung nun wirklich gebaut wird. Mit ganz viel Bürgerbeteiligung solle etwas im Berner Ortskern passieren, das Gemeindegebiet insgesamt zukunftsfähig gemacht werden. Das ist für die Sozialdemokratin, die auf Listenplatz 1 auch für den Kreistag kandidiert, kurz- bis mittelfristig die wichtigste Arbeit. Seit sie sich politisch engagiert, hat die selbstständige Journalistin eine steile Karriere gemacht. Seit zehn Jahren ist sie Vorsitzende des Gemeinderates, ebenso lange stellvertretende Bürgermeisterin und Mitglied im Verwaltungsausschuss.
Auf Kreisebene sitzt sie dem Ausschuss für Schule, Kultur und Sport vor, und ist Mitglied in weiteren Fachgremien. Im November 2010 wurde sie mit überwältigender Mehrheit zur Vorsitzenden des SPD-Unterbezirks gewählt. Karin Logemanns politische Heimat ist die SPD. "Das ist für mich die Partei, mit der ich die mir wichtigen Ziele am besten verwirklichen kann." Berührungsängste mit den anderen Parteien kennt sie aber nicht. "Riesenkontroversen gibt es bei uns nicht, alle drängen politisch zur Mitte", lautet ihre Einschätzung. Zu den beiden anderen im Berner Rat vertretenen Parteien pflege sie freundschaftliche Kontakte. Die 51-Jährige, die von sich sagt, mit Leib und Seele Landfrau zu sein, erfreut sich großer Bekanntheit. Oft und gern nimmt sie - privat oder mit politischem Auftrag -, an Veranstaltungen teil. Viele Bürger suchen deshalb Kontakt zu ihr, mit Wünschen oder auch Kritik.
"Ich finde es ganz wichtig, dass die Bürger mich ansprechen. Ich kann gut zuhören, versuche, Lösungen zu finden und gebe Wünsche und Kritik an meine Fraktion weiter."









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