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Seniorenbeirat hat einen Markt für ein Pilotprojekt in Schwanewede gewinnen können Einkaufsservice soll ab Juli starten

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Für das Foto füllt Oliver Braasch, Inhaber und Leiter des aktiv-Marktes in Schwanewede, schon mal den Einkaufskorb. Ab J
Für das Foto füllt Oliver Braasch, Inhaber und Leiter des aktiv-Marktes in Schwanewede, schon mal den Einkaufskorb. Ab Juli will der Discounter Lebensmittel auf Bestellung ausliefern. Der Seniorenbeirat Schwanewede wünscht sich seit längerem einen Einkaufsservice insbesondere für ältere Menschen und hat den Markt für seine Idee gewinnen können. GKE·

Schwanewede·Aumund. Wünsche von Bürgern aufnehmen und als Projekte anschieben, das hat sich der Seniorenbeirat in Schwanewede auf seine Fahnen geschrieben. Seit längerem auf der Wunschliste steht ein Einkaufsservice. Als Hilfestellung vor allem für ältere Menschen, denen der Weg zum nächsten Markt zu beschwerlich oder zu weit ist. Jetzt gewinnt der Plan Formen. Vertreter des Seniorenbeirates haben ihr Anliegen beim "aktiv"-Markt in Schwanewede vorgetragenund bei Inhaber Oliver Braasch offene Türen eingerannt.

Braasch, der den Discounter im April 2012 übernommen hat und auch leitet, will den Service noch in diesem Jahr anbieten. "Anfang Juli wollen wir starten", kündigt er an. Per Telefon, Fax oder Mail sollen Kunden ihre Bestellungen an jedem Öffnungstag im Laden aufgeben können und noch am gleichen oder am nächsten Tag die Waren geliefert bekommen. So ist es geplant. Damit sich das Ganze rechnet, denkt der Kaufmann über einen Mindestbestellwert nach. Zwischen 25 und 30 Euro müssten es wohl sein, meint Braasch. "Darunter wird es schwierig." Dafür, dass sie die Ware ins Haus bekommen, sollen die Kunden einen Obolus zahlen. "Das wird sich wohl um fünf Euro bewegen." Vielleicht, überlegt Braasch, könne der Betrag auch nach Fahrzonen gestaffelt werden.

Bis Harriersand will er liefern. Auch nach Osterholz-Scharmbeck. Dort sieht er Potenzial, nachdem der aktiv-Markt am Pumpelberg am 19. Januar seine Türen schloss. Aber auch in die andere Richtung nach Bremen-Nord streckt Braasch die Fühler aus. Er strebt eine Kooperation mit dem aktiv-Markt in Blumenthal an. Mit dem Marktleiter dort habe er schon Kontakt aufgenommen. "Der teilt meine Ideen." Zu zweit ließen sich die personellen und finanziellen Belastungen besser schultern.

Auf die Idee für den Einkaufsservice hätten ihn Kunden gebracht. "Es gab Anfragen: Liefern Sie auch?" Interessiert verfolgt Braasch auch, wie es beim "aktiv"-Markt in Bremen-Aumund läuft. Der bietet in Zusammenarbeit mit der Familie Rethmeyer, die viele Jahrzehnte bis Januar 2012 einen eigenen Lebensmittel-Markt in Aumund führte, einen Einkaufsservice an. "Der wird dort angenommen", so Braasch. Die Erfahrungen haben ihn ermutigt, es auf einen eigenen Versuch in Schwanewede ankommen zu lassen.

Damit es kein böses Blut gibt, will der Schwaneweder Marktleiter mit den Aumundern vorab reden. "Da muss man schauen, dass man sich nicht in die Quere kommt." Andererseits: "Der Kunde entscheidet letztlich, von wem er seine Waren beziehen will." Edith Rethmeyer, die mit ihrem Mann Carl-Hermann für den "aktiv"-Markt in Aumund Bestellungen entgegennimmt und die Waren einkauft, sieht den Vorstoß der Schwaneweder gelassen. Sie vertraut auf ihre 40 bis 50 Stammkunden, die ihr und ihrem Mann noch aus den Zeiten des eigenen Marktes die Treue halten. "Einige betreuen wir über 20 Jahre. Da hat sich viel Vertrauen aufgebaut." Den Lieferservice, den das Ehepaar früher im eigenen Markt erst an der Lerchenstraße und zuletzt an der Aumunder Feldstraße anbot, bietet es heute vier Mal in der Woche dienstags bis freitags für den "aktiv"-Markt an der Meinert-Löffler-Straße an.

Ältere Menschen als Stammkunden

"Es sind überwiegend ältere und gehbehinderte Menschen, die das Angebot nutzen", sagt Edith Rethmeyer. Durchschnittlich 25 bis 30 Bestellungen kommen nach Angaben von Claudia Schwinning, die den "aktiv"-Markt an der Meinert-Löffler-Straße in Aumund leitet, pro Woche zusammen. "Altenheime geben Bestellungen auf. Aber auch die Omi von nebenan, die ihren Wochenbedarf durch den Einkaufsservice deckt." In ganz Bremen-Nord liefert ein Fahrer die Waren aus. Für einen Obolus von fünf Euro pro Bestellung. "Vier Euro zahlt der Kunde, einen Euro legt der Markt dazu", sagt Carl-Hermann Rethmeyer.

Die Rethmeyers haben auch versucht, den Service den benachbarten Beckedorfern schmackhaft zu machen. Allerdings ohne Erfolg. "Die Resonanz war gleich Null. Wir haben keinen einzigen neuen Kunden dazugewonnen", so Carl-Hermann Rethmeyer. Manche schrecke vielleicht der Obolus für den Fahrdienst ab, kann er nur vermuten.

Der Schwaneweder Marktleiter Oliver Braasch ist für den geplanten Service seines Geschäftes gutes Mutes. Er sieht Bedarf. Nicht nur für jene älteren Damen unter seinen Kunden, die sich nach dem Einkauf mit ihren Waren vom Taxi nach Hause bringen lassen. "Auch für alleinerziehende Berufstätige und für Menschen ohne Auto ist es eine Alternative", glaubt er.



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Leserkommentare
susanneundjens am 22.08.2014 18:04
Das war ne heikle Ecke hinter dem Bahnhof. Gute Sache mit dem Zebrastreifen. Muss man allerdings nicht so eine PR-Sache daraus machen.
susanneundjens am 22.08.2014 17:59
Warum ist der Stadionname nicht seit Jahren verkauft? Warum hat sich Werder nicht schon seit Jahren nach einem Investor umgesehen? Werder hat oder ...
 
 
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