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Landtagswahl 2013 Bassumerin gegen Bassumer

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Zeigte sich nach ihrer Nominierung erleichtert: Luzia Moldenhauer wird bei der Landtagswahl in Stuhr, Weyhe, Bassum und
Zeigte sich nach ihrer Nominierung erleichtert: Luzia Moldenhauer wird bei der Landtagswahl in Stuhr, Weyhe, Bassum und

Die SPD-Ortsvereine Stuhr, Weyhe, Syke und Bassum haben ihre Frau für die Landtagswahl am 20. Januar 2013 gefunden. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit bestimmten die Delegierten am Donnerstagabend im Kirchweyher Hof Luzia Moldenhauer zur Kandidatin im Wahlkreis 41 (wir berichteten). Damit kommt es zum Duell zweier Bassumer um das Landtagsmandat, nachdem die CDU kürzlich bereits mit Volker Meyer ebenfalls einen Lindenstädter zum Kandidaten gekürt hatte.

Die gesamte Gefühlswelt war nach der Kür der SPD-Kandidaten im Kirchweyher Hof vertreten. Luzia Moldenhauer zeigte sich "sehr erleichtert", der Zweitplatzierte Andreas Stradtmann aus Syke freute sich über sein gutes Abschneiden, der Stuhrer SPD-Fraktionsvorsitzenden Susanne Cohrs war ihre Enttäuschung hingegen deutlich anzusehen. Der Grund dafür: Der Stuhrer Ortsverein stellte mit zehn die meisten Delegierten, Cohrs kam aber nur auf sieben (erster Wahlgang) beziehungsweise sechs Stimmen (zweiter Wahlgang).

Beobachter waren zuvor von einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Moldenhauer und Cohrs ausgegangen, da Stradtmann bis dahin als relativ unbekannt galt. Doch der Syker verkaufte sich laut Berichten einiger Delegierter bei der Vorstellungsrunde gut, sodass er punkten konnte. "Ich war der Außenseiter und habe mich auf Platz drei gesehen, weil die anderen Kandidaten besser vernetzt sind als ich", gestand Stradtmann nach der Wahl. Nun wolle er Luzia Moldenhauer im Wahlkampf unterstützen.

Die 53-jährige Bassumerin hatte im ersten Wahlgang noch die absolute Mehrheit verpasst, im zweiten jedoch 14 der 30 Delegiertenstimmen auf sich vereinigt (Stradtmann zehn, Cohrs sechs). Das reichte zur relativen Mehrheit. Auf das Duell der beiden aussichtsreichsten Kandidaten mit Volker Meyer (CDU) freue sie sich, so die gebürtige Landkreis-Aachenerin. "Ich finde das total spannend." Thematisch wolle sie sich im Wahlkampf vor allem um die Bereiche Bildungspolitik, Sozialpolitik und Familienpolitik kümmern. Da sie auch Internetbeauftragte ihrer Partei sei, würden soziale Netzwerke im Wahlkampf ebenfalls eine Rolle spielen, so Moldenhauer. Konzepte für den Wahlkampf wolle sie nun zusammen mit ihren Parteikollegen erarbeiten. "Dazu braucht es Teamarbeit."

Fest steht wohl, dass die Bassumerin nur über einen Sieg als Direktkandidatin im Wahlkreis in den Landtag einziehen kann. "Es wird schwierig, einen guten Listenplatz zu erhalten", gibt Kreisvorsitzende Astrid Schlegel zu. "Dieser Wahlkreis muss direkt gewonnen werden." Dazu will sich Moldenhauer vor allem auf die eigenen Stärken konzentrieren, "und nicht so sehr auf den Gegenkandidaten".

Der Hauptkonkurrent um den Platz im Landtag, Volker Meyer, gab sich gestern auf die Nominierung Moldenhauers angesprochen gelassen: "Das ist mir relativ egal, wer mein Mitbewerber wird. Ich will den Wahlkreis gewinnen - und wir haben die besseren Inhalte", so Meyer. Er kenne Moldenhauer aus der Arbeit im Kreistag. Dass ein weiterer Kandidat einer dritten Partei in den Landtag einzieht, glaubt der Sparkassenkaufmann nicht. "Ich gehe davon aus, dass der Wahlkreis zwischen CDU und SPD entschieden wird." An einen guten Listenplatz zur Absicherung glaubt Meyer indes nicht. "Den werde ich nicht bekommen."

Auf dem Wahlzettel wird bei den Direktkandidaten im Wahlkreis 41 (Stuhr, Weyhe, Syke, Bassum) neben Moldenhauer und Meyer definitiv auch Rüdiger Gums stehen, der kürzlich von den Piraten aufgestellt wurde. Die FDP wird am 11. Mai ihren Kandidaten für die Landtagswahl aufstellen. Wer das sein wird, ist kein großes Geheimnis: Kreisvorsitzender Marco Genthe aus Leeste ist der bislang einzige Kandidat. "Die Sitzung wird öffentlich sein, wir haben nichts zu verbergen", sagt Genthe als Anspielung auf die SPD, die ihre Kandidaten im Landkreis unter Ausschluss der Presse gewählt hat.

Bei den Grünen wird voraussichtlich im Juni ein Landtagskandidat bestimmt. Laut Elmar Könemund gibt es für den Wahlkreis 41 bislang eine Bewerberin: Jasmin Kremp aus Stuhr, die zurzeit bei den Kreisgrünen als Kassiererin im Vorstand mitarbeitet, sonst aber bislang eher unbekannt ist.



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Leserkommentare
johnnyberlin am 21.05.2013 22:14

@bella 1965 Schaaf wurde nicht rausgeworfen, sondern hat sich selbst erledigt. Daran hat er sage und schreibe 3 Jahre mitgearbeitet. Der einzig ...

pico1966 am 21.05.2013 22:01

Mielitz Gewinner? An was für einer Wahrnehmungstäuschung leidet der Verfasser? Vielleicht hat er aber auch einfach keine Ahnung, das wäre dann ja ...

 
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