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Sanierung der A 27 und der Kreisstraße 51 mangelhaft abgestimmt / Fährbetreiber mit Existenzsorgen In zwei Wochen gibt es eine Behelfszufahrt

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Seit sieben Jahren organisiert Peter Schulze als Geschäftsführer den einst kreiseigenen Fährbetrieb zwischen Brake und Sandstedt auf eigene Rechnung. Davon leben mittlerweile acht Familien. Jetzt sehen sie ihre Existenzgrundlage bedroht. Weil die Sanierung der Autobahn 27 und der Kreisstraße 51 nach Schulzes Worten schlecht abgestimmt sei und vor allem den Schwerlastverkehr zum Umweg durch den Wesertunnel bei Dedesdorf zwinge, um über die Autobahn nach Bremen zu gelangen. Hauptgrund: Die Autobahnzufahrt Uthlede ist wegen der Grundsanierung der rund 30 Jahre alten Autobahntrasse von Bremen-Nord nach Bremerhaven gesperrt.

Zuständig für die Projekte sind das Amt für Straßen und Verkehr in Bremen, die niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Verden sowie das Dezernat für Straßen-und Gewässerbau des Landkreises Cuxhaven. Alle Verantwortliche sprechen unisono von "unglücklichen Entscheidungsabläufen".

Was ist passiert? Die Kreisstraße 51 zwischen Sandstedt und Autobahn sollte eigentlich schon vor zwei Jahren saniert werden. Aber erst jetzt stehen Bagger und Bauarbeiter parat. Just in dem Moment, da die Bremer Autobahnsanierer zum Schlussspurt auf dem Teilabschnitt zwischen Schwanewede und Uthlede angesetzt haben. "Unsere Planungen samt Terminen sind seit langem bekannt", sagt ASV-Mann Christian Möhl, der in Absprache mit der zuständigen niedersächsischen Landesbehörde auch die Absicherung der Baustelle einschließlich der Sperrung bei der Anschlussstelle Uthlede veranlasst hat. Was der Verdener Behördenleiter Heiko Gerken bestätigt.

Gerken spricht von einem Fehler, dass der Landkreis Cuxhaven nicht noch einmal ausdrücklich über die Sperrung der Autobahnanschlusstelle informiert worden sei. Weil Gerken aber vor 30 Jahren Referendar in Cuxhaven gewesen ist und die Örtlichkeiten kennt, fand er nach eigenen Worten einen "Ausweg". Auf seinen Vorschlag hin soll die Landesstraße 134, die unmittelbar an der Autobahn endet, eine provisorische Anbindung erhalten. Ende des Monats soll sie als Behelfszufahrt für die Pendler zur Verfügung stehen, die mit der Fähre "Kleinensiel" von der anderen Weserseite kommen und in Richtung Süden weiterfahren wollen. Und Anfang September, so Andreas Frühauf, Fachgebietsleiter für den Straßenbau im Landkreis Cuxhaven, kann mit der Sanierung der Kreisstraße 51 begonnen werden. Die Bauzeit für das Drei-Millionen-Projekt belaufe sich auf fünf Monate. "Nur" drei Monate lange soll indes die Trasse zwischen Sandstedt und der Bundesautobahn vollständig gesperrt werden.

In diesem Vierteljahr rechnet Peter Schulze mit einem erheblichen Einnahmeverlust. "Weil die schweren Laster über fünf Tonnen auch die behelfsmäßige Zufahrt nicht nutzen können und deshalb den Umweg durch den Wesertunnel machen müssen, fallen 25 Prozent der Kunden aus", blickt der Fährbetreiber skeptisch in die Zukunft.

Allerdings will das Amt für Straßen- und Verkehr versuchen, die Sanierungsarbeiten im Bereich der Autobahnanschlussstelle Uthlede zu beschleunigen. Ursprünglich sollten sie bis Ende November laufen, jetzt versucht Möhl die beteiligten Baufirmen zu einer schnelleren Gangart zu bewegen, damit die Zufahrt zur Autobahn auch für den Schwerlastverkehr schon Mitte Oktober wieder geöffnet werden kann.

Die Sanierung des 15,7 Kilometer langen Autobahnabschnitts zwischen Ihlpohl und Uthlede unter Bremer Regie kostet den Bund rund 50 Millionen Euro. Für die weiteren Sanierungsarbeiten in Richtung Bremerhaven ist vom nächsten Jahr an Niedersachsen zuständig.



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Leserkommentare
kabu am 18.06.2013 20:23
110 Mio € für einen Neubau, den man so gar nicht bräuchte und den man so nie gebaut hätte, hätte die Geno richtig kalkuliert bzw. die Stadt und der ...
pico1966 am 18.06.2013 19:38
Heute in der welt.de. Ich denke, dass sagt doch alles.

Eichin: Ich glaube, dass die Mannschaft durch den Trainerwechsel einen neuen ...
 
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