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Maren Flunkert von der KGS Kirchweyhe ist Landessiegerin bei Fremdsprachenwettbewerb in Französisch Schon jetzt auf Uni-Niveau

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Spricht Französisch wie kaum eine Zweite in ihrem Alter: Maren Flunkert wurde Erste beim Fremdsprachenwettbewerb.
Spricht Französisch wie kaum eine Zweite in ihrem Alter: Maren Flunkert wurde Erste beim Fremdsprachenwettbewerb.

Weyhe-Kirchweyhe. Etwa 200 Millionen Menschen weltweit sprechen im Alltag vorwiegend Französisch. Gut, ganz so weit ist Maren Flunkert noch nicht – aber fast. "Für mich ist Französisch mittlerweile wie Deutsch. Ich kenne vielleicht nicht sämtliche Wörter, kann aber alles ausdrücken, was ich möchte. Groß überlegen muss ich auch nicht mehr", sagt die 16-Jährige selbstbewusst. Sie behauptet dies aber nicht einfach von sich, denn erst kürzlich wurde ihr auch offiziell bestätigt, dass ihre Sprachkenntnisse mehr als nur "très bien", also sehr gut sind: Die Zehntklässlerin von der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Kirchweyhe ist die frisch gekürte niedersächsische Landessiegerin des bundesweiten Fremdsprachenwettbewerbs im Fach Französisch auf der Mittelstufen-Ebene.

Eigentlich unnötig zu erwähnen, dass in der Schule für Maren die Note Eins fest gebucht ist. Beim Wettbewerb war aber einiges mehr gefordert. Landeskunde, Lese- und Hörsverständnis sowie freies Schreiben waren da noch die einfachsten Übungen. "Ich musste auch eine CD aufnehmen, auf der ich in einem fünfminütigen Vortrag einen Film vorstellen sollte", erzählt sie. Welcher Streifen dies war, könne sie aber gar nicht mehr genau sagen. Aber egal: Überzeugen konnte sie damit jedenfalls.

Letztlich war ihre Leistung sogar so herausragend, dass das Institut Français in Bremen extra einen Vertreter zur Preisverleihung nach Hannover entsandte, um das Sprachtalent besonders auszuzeichnen. So darf sich die Kirchweyherin nun nicht nur Landessiegerin nennen, sondern kann sich auch damit brüsten, schon jetzt Universitätsniveau in Französisch erreicht zu haben – zwei Jahre vor dem Abitur. Denn das Institut hatte für sie einen sogenannten C1-Nachweis dabei, den sie stolz in Empfang nahm. Schließlich berechtigt dieses Zertifikat – von ausländischen Studenten sonst durch eine mit hohen Kosten verbundene Prüfung zu erlangen – zum Studium in Frankreich.

Für Maren durchaus eine Option: "Ich mag das Land und war schon mindestens fünf Mal da. Dort zur Uni zu gehen, könnte ich mir gut vorstellen." Auch beruflich würde sie später gern ihre Begabung nutzen. "Als reine Dolmetscherin zu arbeiten, wäre mir aber zu wenig", schränkt sie ein.

Bevor Maren sich weiter mit Karrierefragen beschäftigen muss, richtet sich ihr Fokus zunächst auf einen Termin: den 26. September. Dann geht es für sie als eine von nur zwei jungen Niedersächsinnen für drei Tage zum großen Finale des Fremdsprachenwettbewerbs im nordrhein-westfälischen Hattingen. 70 Teilnehmer aus ganz Deutschland werden dort erwartet. Auf ihre Chancen angesprochen, wird die sonst so überzeugt wirkende 16-Jährige etwas kleinlaut. Denn: Bei der Endrunde kann sie sich nicht mehr allein auf ihr Französisch verlassen. Auch ihr Englisch ist gefragt. "Darin habe ich aber nur eine Drei. Es könnte also schwierig werden", meint sie.

Umso mehr will sie mit ihrem Lieblingsfach punkten und bereitet sich dementsprechend vor. Zu Hause herrschen für sie derzeit optimale "Trainingsbedingungen". Mit dem 18-jährigen Franzosen Christophe, der ein Auslandspraktikum absolviert und bei ihrer Familie lebt, hat sie einen Muttersprachler als Übungspartner. Den Studenten aus Paris hatte Maren schon vor ein paar Jahren bei einer Klassenfahrt in Brüssel kennengelernt. Er hatte auch einen nicht unerheblichen Anteil daran, dass die Kirchweyherin ein so ausgeprägtes Interesse an der französischen Sprache entwickelt hat. "Erst war da mehr, jetzt sind wir aber nur noch Freunde. Ihn regelmäßig zu sehen, war und ist eine gute Schule."



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Leserkommentare
Aristoteles am 23.05.2013 14:48
Na toll,

dabei hatte ich auf einen Neuanfang gehofft!
vegefranz am 23.05.2013 14:27
Bremen ist inzwischen nur noch ein einziger Slum.

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