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Atlas Maschinenbau GmbH und IG Metall schließen Vergleich Streik-Sextett muss Werkstor freigeben

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Die IG Metall will indes eine einstweilige Verfügung gegen Atlas beantragen, weil die Firma die Streikenden mit einer Videokamera filmt (wir berichteten). Außerdem fliegen derzeit Hubschrauber das Werk an, was einige Nachbarn erzürnt und auch die Streikenden wurmt.

Bei der Einwohnerfragestunde im Ausschuss für Gemeindeentwicklung am Donnerstagabend meldete sich ein Anwohner zu Wort, der sich über den Lärm der 'verzichtbaren Hubschrauberflüge' beschwerte. Der Atlas-Betriebsratsvorsitzende Holger Rigbers forderte eine Messung der Lärmbelastung. Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas erwiderte, dass die Gemeinde weder ihr Einverständnis gegeben noch gegen die Flüge protestiert habe. 'Das ist Sache der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr', betonte Gerken-Klaas.

Joachim Delfs, Leiter des Geschäftsbereichs Oldenburg der Landesbehörde, erklärte auf Nachfrage, dass seine Abteilung auf Hinweis der IG Metall hin aktiv geworden sei. Aber die Sache müsse losgelöst vom Hintergrund des Streiks betrachtet werden. Es gehe für die Behörde nur um die Frage, ob sämtliche Sicherheitsaspekte einer Hubschrauberlandung auf dem Innenhof des Atlas-Werks gewährleistet werden können oder nicht. 'Die Gemeinde hat keine Bedenken angemeldet, und wir haben zu prüfen, ob alle Auflagen erfüllt werden. Wir positionieren uns nicht zu den Hintergründen.' Zunächst hätten Helikopter das Ganderkeseer Werk ohne Weiteres angeflogen, dann habe die Behörde die Hubschrauberfirma auf die Pflicht einer Genehmigung hingewiesen und diese auch mit einer Reihe von Auflagen erteilt. Laut Delfs darf das Werk bis zum 12. November täglich von 9 bis 12 Uhr und von 14 Uhr bis Sonnenuntergang angeflogen werden. 'Acht Starts am Tag haben wir genehmigt.' Da spiele Lärm keine große Rolle, sagte Delfs. Eine Start- und Landeerlaubnis für das Atlas-Werk in Delmenhorst sei noch nicht beantragt worden.

Nach dem gestern geschlossenen Vergleich steht bereits am kommenden Mittwoch die nächste juristische Auseinandersetzung im Fall Atlas vor dem Arbeitsgericht an - dieses Mal gehört auch ein IG-Metall-Sekretär zu den Beklagten. Den Vergleich kommentierte Hartmut Tammen-Henke, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Oldenburg, in einer Pressemitteilung mit den Worten: 'Auf den Streik hat das keinerlei Auswirkungen.' Durch die Verhandlung sei deutlich geworden, dass es sich um einen rechtmäßigen Streik handele. Tammen-Henke erklärte, dass Filipov versuche, die Beschäftigten mit Kündigungen und einstweiligen Verfügungen einzuschüchtern. Von Filipov gab es gestern dazu keine Stellungnahme.

Getreu dem Motto 'Auge um Auge' strengt nach eigenem Bekunden nun die IG Metall eine einstweilige Verfügung gegen die Atlas Maschinenbau GmbH an. Stein des Anstoßes sind die Videoaufnahmen, die die Geschäftsführung seit Streikbeginn anfertigen lässt. Jutta Blankau, Bezirksleiterin der IG Metall Küste, erklärte dazu: 'Wir sehen darin einen eklatanten Verstoß gegen den Datenschutz und einen unzulässigen Eingriff in das vom Grundgesetz garantierte Streikrecht. Eine Videoüberwachung durch den Arbeitgeber ist rechtswidrig.'

Zwei Wochen dauert der Streik nun schon an, Gespräche zwischen Atlas-Chef Fil Filipov und der IG Metall gab es noch immer nicht. Wie es vor den Werkstoren in Ganderkesee und Delmenhorst weitergeht? 'Diese Entscheidung behalten wir uns für Sonntag vor', sagte Tammen-Henke gestern Abend. Und der Gewerkschafter ließ durchblicken, dass die vom Vergleich betroffenen sechs Metaller zwar das Tor räumen müssten, aber noch genügend Streikende für eine derartige Aufgabe vorhanden seien.



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Leserkommentare
bukater am 18.05.2013 20:12
@fred01: Das Werder nicht in Nürnberg gewinnt, war klar!! Es nervt immer wieder, wenn hier davon geredet wird, dass Schaaf so einen Abgang nicht ...
fred01 am 18.05.2013 19:52
Gut das Werder nicht gewonnen hat, denn so einen Abgang hat Schaaf nicht verdient, ic h hoffe nur das Fischer und Lembke auch so einen Abgang ...
 
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