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Was macht eigentlich Herbert Bischoff, früherer Fachbereichsleiter Ordnung und Soziales der Gemeinde Weyhe? Von Hauptberuf jetzt Opa

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Im Kreise der Kleinen: Herbert Bischoff, ehemaliger Leiter des Fachbereichs Ordnung und Soziales im Weyher Rathaus, kümm
Im Kreise der Kleinen: Herbert Bischoff, ehemaliger Leiter des Fachbereichs Ordnung und Soziales im Weyher Rathaus, kümmert sich im Ruhestand viel um seine Enkel (von links) Cedric (vier Jahre alt), Pauline (zwei) und Emil (vier Monate).

Weyhe-Kirchweyhe. "Auf die Kleinen aufzupassen ist meine wichtigste Funktion geworden", erzählt Herbert Bischoff. Und der ehemalige Leiter des Fachbereichs Ordnung und Soziales der Gemeinde Weyhe ist wirklich umringt von seinen Enkeln: Neben ihm schlummert friedlich der vier Monate alte Emil in seinem Babykörbchen, die zweijährige Pauline flüstert dem Opa eine Frage ins Ohr. "Natürlich darfst du das", antwortet der 68-Jährige, ganz der sanftmütige Großvater. Ohne dass klar wird, was sie von ihm wollte, läuft sie lachend davon, ihren Bruder Cedric (sechs Jahre) im Schlepptau. Zufrieden lehnt sich Bischoff in dem Stuhl auf seiner Terrasse zurück und sagt: "Allein dafür hat sich der Ruhestand gelohnt."

Vor drei Jahren ist der Fachbereichsleiter im Rathaus verabschiedet worden. Im sogenannten Unruhestand befinde er sich aber nicht. Anfangs habe er zwar leichte "Rhythmusstörungen" gehabt, wie er es formuliert. "Irgendwann ist mir aber klar geworden, dass ich nicht mehr um halb sieben aufstehen muss. Jetzt habe ich auch kein Problem damit, mal fünf Stunden am Tag Fernsehen zu gucken", sagt der frühere Verwaltungsmann. So richtig schön aufregen könne er sich von seinem Wohnzimmersessel aus bei der Olympia-Berichterstattung. "Da gehe ich voll mit."

Was aber keineswegs heißen soll, dass Bischoff nicht viel um die Ohren hätte. "Wer sich langweilt, ist selbst Schuld", lautet seine Meinung. Und so sind er und Ehefrau Rita – sofern die Enkelkinder nicht gerade wieder bei ihnen "geparkt" werden oder sie Hündin Lyn oder Kater Chili einhüten müssen – viel auf Achse. Im Mai waren die Bischoffs auf Verwandtschaftsbesuch in Österreich, gerade ist man aus Kopenhagen zurückgekehrt. Kürzlich begleitete sie ihn dann auf der Reise des Männerchores Eintracht zum Auftritt in Weyhes lettischer Partnergemeinde Lubana. "Für das Singen fehlte vorher die Zeit, aber nun genieße ich das sehr", sagt er. Bald geht es auch schon wieder ins Ausland: In Apulien wird der italienische Schwager für eine sechswöchige Rundfahrt am Stiefel Europas abgeholt.

Die diversen Ämter, die Bischoff bekleidet, müssen dann eine Weile ruhen. Egal ob Vorstandsposten bei Pro Dem Stuhr-Weyhe, dem Verein zur regionalen Versorgung älterer Menschen mit Hirnleistungsstörungen, sein fester Platz am Runden Tisch gegen Rechts oder seine Eigenschaft als Kassenwart der Naturfreunde Altkreis Grafschaft Hoya: Der Kirchweyher bringt sich gern ein. "Es ist toll, hier und da noch eine Weiche mit stellen zu können", findet er. Aber: "Ich habe stets großen Wert darauf gelegt, dass nie der Eindruck entsteht, ich würde mich für unentbehrlich halten." Er wolle es sich daher weder anmaßen, über die Arbeit seiner Nachfolgerin Bettina Preißner zu urteilen, noch die Gemeindeverwaltung allgemein bewerten. "Die entscheiden schon alles richtig – auch wenn die Feuerwehr Leeste wohl endlich ein neues Gerätehaus verdient hätte. Aber da gibt es sicher andere Prioritäten momentan", kann er sich eine kleine Bemerkung dann doch nicht verkneifen.

Im Rathaus lasse er sich nur selten blicken. Bei den normalen Behördengängen eben. "Dann schaue ich auch bei einigen Kollegen von früher vorbei. Aber stören will ich natürlich auch nicht", sagt er. Mit seiner alten Aufgabe habe er abgeschlossen: "Ich vermisse nichts, denke aber sehr gern zurück." Mittlerweile sogar an unangenehme Zwischenfälle. Etwa als er einen Förderantrag für die Feuerwehr zu spät gestellt hatte. "Der damalige Gemeindedirektor Alfred Wetjen war gar nicht glücklich mit mir", erinnert sich Bischoff, kann heute aber darüber lachen. Schließlich habe sich letztlich alles in Wohlgefallen aufgelöst, die Mittel wurden dennoch gewährt. Nettere Erinnerungen hat der Pensionär an seine Zeit als Standesbeamter. "Sogar Trauungen an Silvester oder mitternachts habe ich gemacht. Für mich kein Problem", so Bischoff.

Problematischer sind für ihn die nun langsam einsetzenden Gebrechen. "Das Alter macht sich bemerkbar, deshalb gehen wir auch einmal in der Woche zur Rückengymnastik. Meine Frau ist trotzdem fitter als ich. Bei unserer nächsten Wanderung bekommt sie von mir einen GPS-Sender, damit ich sie wiederfinde. So weit läuft sie meist voraus", scherzt er.

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"Ich vermisse

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sehr gern zurück."

Herbert Bischoff



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calcetin am 18.05.2013 14:59
Stimmt, der Stern ist einfach viel zu unübersichtlich, dazu dann noch die, notwendige, Ampel für Bus und Bahn. Nicht ganz so weit weg haben wir ja ...
RogerT am 18.05.2013 13:53
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