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Bürgermeister Schwenke und Künstlerhäuser-Vereinsvorsitzende Bräuler verteidigen Kunstprojekte gegen Kritik Worpswede soll weltoffen bleiben

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"Worpswede nach dem Abzug der Stipendiaten wieder attraktiv machen": Anke Bräuler, Vorsitzende des Künstlerhäuser-Verein
"Worpswede nach dem Abzug der Stipendiaten wieder attraktiv machen": Anke Bräuler, Vorsitzende des Künstlerhäuser-Vereins.

Worpswede. "Wir wären doch mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn wir diese Chancen nicht nutzen würden." Worpswedes Bürgermeister Stefan Schwenke versteht die Kritik an der Kunst- und Filmbiennale und am Projekt "Neue Landschaften" nicht. "Rentierliche Investitionen in die Zukunft" nennt er die Ausgaben von je 10000 Euro. Die Biennale sei ein Projekt in der Größenordnung von 200000 Euro, Worpswede steuere nur einen Bruchteil bei. Andere Kommunen versuchten mit teuren Kampagnen, ein Image aufzubauen. Worpswede habe bereits eines und einen Namen in der Welt. Das Wort von der "Pleitegemeinde" mag Schwenke nicht mehr hören. Dass die Gemeinde hoch verschuldet sei, liege an der chronischen Unterfinanzierung: Worpswede bekomme keinen Ausgleich für die Pflege seines kulturellen Erbes und die Tourismusförderung.

Skulpturengarten geplant

Die Kunst- und Filmbiennale beschert dem Künstlerdorf einen Austausch mit Polen. Vom 25. bis 28. April präsentieren Museen und Galerien traditionelle und zeitgenössische Kunst aus Worpswede und polnischen Künstlerkolonien; dazu kommen Filme zur Kunst und Zeitgeschichte der Jahrhundertwende sowie Künstlergespräche, Lesungen und Musik. Sinn und Zweck des Projekts "Neue Landschaften" ist ein Austausch von Akademien in den Worpsweder Künstlerhäusern. Geplant wird mit neun Gruppen, die Hochschule für Künste Bremen und die Hochschule für bildende Kunst Hamburg wollen einen Skulpturengarten aufbauen (wir berichteten).

Die Einstimmigkeit der Entscheidung im Kulturausschuss zeuge von Weitsicht, findet Anke Bräuler, die den Verein Künstlerhäuser Worpswede leitet. Beim Projekt "Neue Landschaften" gehe es darum, "Worpswede nach dem Abzug der Stipendiaten durch die alte Landesregierung durch Begegnungen auswärtiger Künstler untereinander und mit unserem Ort wieder weltoffen und attraktiv zu machen".

Ein Schnellschuss oder Aktionismus sei das Austausch-Projekt nicht, betont Bräuler. Die Künstlerhäuser und andere Akteure hätten es zwei Jahre lang vorbereitet. Der Rat und seine Ausschüsse seien laufend informiert worden.

Nun sei das Projekt antragsreif; es werde helfen, den Standort Worpswede zu sichern. Neben öffentlichen Geldgebern engagierten sich viele Ehrenamtliche als private Förderer oder Mitarbeiter: "Das ist zum Glück in Worpswede und den umliegenden Dörfern sehr verbreitet, so dass in vielen Bereichen gerade nicht auf Steuereinnahmen zurückgegriffen werden muss."



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Leserkommentare
susanneundjens am 22.08.2014 18:04
Das war ne heikle Ecke hinter dem Bahnhof. Gute Sache mit dem Zebrastreifen. Muss man allerdings nicht so eine PR-Sache daraus machen.
susanneundjens am 22.08.2014 17:59
Warum ist der Stadionname nicht seit Jahren verkauft? Warum hat sich Werder nicht schon seit Jahren nach einem Investor umgesehen? Werder hat oder ...
 
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