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Zum 25. Mal beim Sechs-Tage-Rennen Klaus & Klaus feiern jeden Abend Silberhochzeit

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Zur Person: Isabel Klaus (34) ist Pastorin an der evangelischen St. Remberti-Gemeinde in Schwachhausen. Wenn sie am Heil
Zur Person: Isabel Klaus (34) ist Pastorin an der evangelischen St. Remberti-Gemeinde in Schwachhausen. Wenn sie am Heil

„Ich finde gut, dass der Höhepunkt des Jahres bereits im Januar stattfindet“, meint der große Klaus, Klaus Baumgart. Das Sechstagerennen ist etwas ganz Besonderes für ihn und ganz und gar keine normale Veranstaltung. „Ich lieb das.“ Die Bremer lieben das offensichtlich auch – vom Arzt bis zum Zeitungsausträger ist jede Berufssparte vertreten, generationsübergreifend. Der Grund liegt auf der Hand: Klaus & Klaus sind ein Synonym für brechendvolle Hallen, Riesenfete und Mega-Spaß.

Zur Feier des Tages hat sich Klaus Baumgart beim diesjährigen 47. Sechstagerennen in Schale geschmissen: Bei den Konzerten trug er ein silbernes Sakko. Ganz so bunt treiben wie noch vor ein paar Jahren hat er es aber nicht – Baumgart ist mittlerweile 56 Jahre alt und bevorzugt nach einem Konzert ein gepflegtes Glas Rotwein anstelle der Rum-Cola-Mischungen von damals. „Früher haben wir mit Party gemacht“, gibt er zu, „das ist aber vorbei.“

Eine gute Ehe

Es ist eine gute Ehe, im Rückblick betrachtet, die das Duo Klaus & Klaus und die Bremer Großveranstaltung führen und gern noch weiter führen wollen. Der Sixdays-Chef Frank Minder habe mal zu Klaus Baumgart gesagt, er würde ihn noch im Rollstuhl auf die Bühne fahren. Dass sie so aneinander hängen, ist kein Wunder, hat doch die Verbindung der Band zum Bremer Sechstagerennen alles, was eine gute Ehe ausmacht: feste Rituale, Vertrauen und Verlässlichkeit. Man kennt sich, man weiß, was man voneinander zu halten hat.

Die Stücke – ob nun „An der Nordseeküste“, „Da steht ein Pferd auf dem Flur“, „Der Eiermann“ oder „Krankenschwester“ – können wahrscheinlich alle Beteiligten im Schlaf mitsingen. „Wenn man seinen Text mal nicht weiß, braucht man nur sein Mikrofon ins Publikum zu halten, die Leute singen von vorn bis hinten mit.“

Im vergangenen Vierteljahrhundert gab es vor allem Höhen und wenig Tiefen. Nur einmal sind die Eheleute fremdgegangen und mussten ein Trennungsjahr durchleben. „Das war 1987“, sagt Baumgart. Peter Petrel hatte damals die Position der Kläuse eingenommen. Das Bremer Publikum war „not amused“, als der zum Einstieg das Lied „Hamburger Deern“ erschallen ließ. Die Abwesenheit in jenem Jahr sei die beste Werbung für das Duo gewesen, meint Baumgart rückblickend. Zum Glück kamen Klaus & Klaus zurück in die Hallen auf der Bürgerweide. „Die Leute haben uns auf Händen getragen“, erinnert sich Baumgart. Und so gesehen sind die beiden Musiker fast so etwas wie ein zusätzliches Fahrerpaar geworden

Abschiedskonzert war ein Highlight

Ein absolutes Highlight war das Abschiedskonzert von Klaus Büchner, Mitbegründer von Klaus & Klaus und immer noch Mitglied der Band „Torfrock“. Das war 1997, und die Halle war jeden Abend voll bis unters Dach, erinnert sich Klaus Baumgart. Seit dem Ausscheiden von Büchner gehört Claas Vogt als „kleiner“ Klaus dazu. Der ist nicht nur ein sehr guter Musiker, sondern eben auch ein guter Koch, wie er Anfang Januar im TV bewiesen hat.

Man mag es kaum glauben, aber es gab durchaus Abende, an denen nicht die rechte Stimmung in der Halle aufkommen wollte. Klaus Büchner hatte seinerzeit einen rettenden Einfall. „Komm, wir spielen jetzt unseren Jokersong ,Polizeistund‘“, hat er zu Baumgart gesagt. Das funktionierte, die Leute im Saal grölten mit. „Den ganzen Bahnärzten, die sonst nur auf klassische Musik stehen, fielen vor Schreck sämtliche Pillen aus der Tasche“, erzählt Baumgart. Seitdem ist das Stück „Oberkult“ in Bremen und gehört zu jedem Auftritt beim Sechstagerennen dazu.

Andere Experimente hat’s gegeben in den vergangenen 25 Jahren, musikalische wie auch sportliche. Gemeinsame Auftritte mit anderen Musikern, mit Mungo Jerry oder mit Barry Ryan (der 1968 den Hit „Eloise“ landete). Mit ihm sangen Klaus & Klaus „Zeit macht nur vor dem Teufel halt“. „Toll war das, mit Leuten auf der Bühne zu stehen, die man selber bewundert hat“, schwärmt Baumgart.

Mit dem Tandem über die Bahn

Aufs Fahrrad setzten sich die beiden Kläuse mitunter auch, besser gesagt, aufs Tandem. Dann ging es auf dem Lattenoval gegen die Kollegen von den „Wildecker Herzbuben“ zur Sache – nach einer knappen Runde war allerdings schon Schluss.

Das Besondere an Bremen ist nicht nur die emotionale Bindung zwischen den Musikern und ihrem Publikum, sondern auch die zu den Fahrern, die gern mitfeiern. Ein festes Ritual ist die Polonäse, die die Fahrer am Sonnabend um die Bahn machen. „Der Schweizer Fahrer Urs Freuler, der war so ein Frauenschwarm“, erzählt Baumgart. Der habe beim nächtlichen Konzert nach Zugaben gerufen und dabei mit einem 100-Franken-Schein gewedelt, damit er noch weiter flirten kann. Überhaupt, die Schweizer: Der Fanclub von Bruno Risi bringt den Kläusen immer eine Flasche Obstler und Bündner Fleisch mit nach Bremen.



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Der Endstand bei den Sixdays 2013

Endstand nach der sechsten Nacht

 

Fahrer - Runden - Punkte

1. Marvulli/Kalz - 0 - 347

2. Lampater/Roberts - 0 - 328

3. Schep/Bartko - 0 - 302

4. Müller/Hester - 1 - 257

5. Grasmann/Stöpler - 3 - 150

6. Bengsch/Marguet - 9 - 184

7. Mohs/Ciccone - 12 - 159

8. Blaha/Hochmann - 13 - 117

9. Barth/Graf - 21 - 77

10. Edmüller/Kadlec - 28 - 121

11. Thömel/Morkov - 31 - 120

12. Schets/Hoffmann - 47 - 90

UMFRAGE (beendet)
Wie haben Ihnen die Sixdays 2013 gefallen?
58% (21 Stimmen)
Gut, die Veranstalter haben ein gelungenes Programm zusammengestellt.
22% (8 Stimmen)
Schlecht, das Programm hat mich überhaupt nicht überzeugt.
20% (7 Stimmen)
Mir ist das Sechstagerennen egal.
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Leserkommentare
tina100 am 24.05.2013 16:06
Ich finde es gut, dass die Problematik veröffentlicht worden ist. Jeder, ob Hundebesitzer oder als Elternteil, kann darauf acht geben, nicht mit ...
Ewout am 24.05.2013 15:59
Werder braucht, und das sage ich nicht erst seit heute, einen zusätzlichen technischen Trainer. In England, Spanien und hier in Holland nicht mehr ...
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