
Kein Zufall, dass die beiden jungen Damen die Stippvisite zu einem Start beim Bremen-Marathon nutzten – im 10-Kilometer-Wettbewerb. Für die 15-jährige Gwala Phumzile und die 20-jährige Dladla Puseletso eine perfekte Gelegenheit, bei fast schon afrikanischen
Witterungsverhältnissen ihre Qualitäten zu demonstrieren – höchst eindrucksvoll übrigens und äußerst individuell. Dladla Puseletso lief nach 37:56 Minuten auf den zweiten Gesamtplatz – und musste sich mit dem vermutlich nur deshalb begnügen, weil sie mit verstauchtem Fußgelenk unterwegs war.
Eine Woche zuvor war das Malheur in der Heimat passiert. Matthias Reick, von Berufs wegen Orthopäde und daher bestens vertraut mit derartigen Blessuren, hatte grünes Licht für einen Start gegeben. Die 20-Jährige, das räumte sie hinterher mit Eisbeutel am kranken Gelenk ein, hätte sich zugetraut, gesund als Erste ins Ziel zu laufen. Genau 28 Sekunden fehlten ihr schließlich zur Siegerin Sandra Sahlmann (TSV Neuenwalde). Nicht weniger beachtlich war die Leistung von Gwala Phumzile. Die 15-Jährige lief die ersten vier der zehn Kilometer in nagelneuen Schuhen, die aber – eben weil neu – noch einige Probleme bereiteten.
Kurz entschlossen entledigte sich die Athletin ihres Schuhwerks, trug es zwei Kilometer in den Händen, bevor sie es für die letzten vier Kilometer ihrem Trainer übergab und nach 42:13 Minuten als Siebte der Frauenklasse einlief – notgedrungen, aber offenbar nicht ungewöhnlich für sie: barfuß.























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