
Für die Bremer Delegation war der kulturelle Austausch mit den Finnen ebenso wichtig wie die sportliche Herausforderung. Boote, Unterkunft und Verpflegung organisierten die Veranstalter, die den Bremerinnen auch eine deutschsprachige Helferin zur Seite stellten. "Kontakte auch zur Bevölkerung haben der Regatta viel Flair gegeben. Sogar der finnische Grenzschutz hatte Boote am Start und ließ die Grenze zu Russland so lange unbewacht", sagte Ute Poppenheger (BRC Hansa).
Ungewöhnlich waren die Boote, in denen gerudert wurde. Statt der üblichen Vierer oder Achter wurden Kirchboote gefahren, in denen 14 Ruderer und ein Steuermann in Zweierreihen Platz nehmen. So konnten die Bremerinnen die Regatta alle in einem Boot bewältigen. Ihren Namen erhielten die typisch finnischen Langboote, weil in früheren Jahrhunderten der Kirchgang für die Bewohner einzelner Höfe und Siedlungen nur möglich war, wenn sie von den großen Booten eingesammelt wurden. Die traditionell nach dem Gottesdienst ausgetragenen Wettfahrten begründeten die heutigen Kirchboot-Regatten.
Die Etappen der Karelia-Soutu waren vorgegeben. Ablenkung von den Ruderstrapazen verschafften die täglichen Kulturveranstaltungen. Das abwechslungsreiche Programm bot Freilichttheater, Musik, Tanzveranstaltungen an – und natürlich auch die in Finnland obligatorischen Saunagänge. Im Ziel der 150 Kilometer zeigten sich die Bremer Ruderdamen glücklich. "Die Veranstaltung war ein einmaliges Erlebnis, die Stimmung toll und die Seenlandschaft ein Traum", schwärmte Ute Poppenheger. Und möglicherweise bekommt die Veranstaltung auch für Bremen noch einen Wert. "Nach der Regatta wissen einige Finnen mehr, wo Bremen liegt", sagte Ute Poppenheger. Vielleicht starten die ja irgendwann einen Gegenbesuch.





















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