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Fünferkette: Die Bundesliga-Kolumne zum 33. Spieltag Politisch korrekte Fassbrause - oder Herthas letzter Sargnagel

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Morgen werde ich keine Aggressionen zu spüren bekommen, denn mit meiner wiederum goldrichtigen 3:1-Vorhersage werde ich auf der politisch korrekten Knappenlinie liegen. Für Hertha, den einstmaligen Stolz der Hauptstadt, wird das der letzte Sargnagel. Vorausgesetzt, die Kölner sind in Freiburg erfolgreich. Ausgerechnet auf Schalke, werden die Hardcore-Hertha-Fans fluchen, denn mit dem Revierklub verbindet sie eine stabile abgrundtiefe Feindschaft. Und ausgerechnet mit Otto Rehhagel, ansonsten gern gesehener Gast in der Loge von Schalke-Boss Clemens Tönnies. Rehhagel war beim FC Schalke nach der Entlassung von Felix Magath ein ernsthafter Interims-Trainer-Kandidat. Bevor Ralf Rangnick verpflichtet wurde. Der jetzt wiederum bei den Berlinern im Gespräch ist. So hängt alles mit allem zusammen in der schillernden Bundesliga.

Rehhagel jedenfalls wird sich am Ende seines Berliner Engagements fragen müssen, ob der Hertha- Rettungsversuch wirklich eine gute Idee war. Aber immerhin: Er hatte eine kurze Anreise als CDU-Wahlmann bei der Bundespräsidenten-Wahl. Herthas Geschäftsführer Michael Preetz darf dann wohl auch einen längeren Urlaub buchen, mit anschließender Zwangsverpflichtung zum Montagabend-Experten bei Sport1. Fünf Trainer in drei Jahren, ständig wechselnde Philosophien, kein Masterplan und dann der zweite Abstieg - wenn es noch Verantwortung gibt im Fußball, dann lastet sie auf Preetz. Und nicht, wie eine Hauptstadtzeitung schon einmal vorsorglich anmahnte, immer noch auf dem bevorzugten Hertha-Buhmann Dieter Hoeneß.

Während Berlin beim unsäglichen Lautern-Spiel so etwas wie fußballerische Leichenstarre präsentierte, ist bei den Kölnern noch Leben in der Bude. Mit dem Ur-Kölner Frank Schaefer an der Seitenlinie hätten sie beinahe Stuttgart geschlagen; auswärts bei den grandios geretteten Freiburgern und dann zu Hause gegen die Bayern stehen die Chancen gar nicht so schlecht, die Relegation zu erreichen. Vielleicht gegen Fortuna Düsseldorf - das wäre dann eine wirklich deftige Pointe einer aufregenden und an Überraschungen reichen Bundesliga-Saison.

Zur Person:Manfred Breuckmann(60) galt als WDR-2-Radiomoderator in der samstäglichen Bundesliga-Konferenzschaltung als die „Stimme des Westens“. Im wöchentlichen Wechsel mit Jörg Wontorra, Arnd Zeigler, Shary Reeves und Lou Richter schreibt er in unserer Zeitung, was ihm im Bundesliga-Geschehen aufgefallen ist.



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Leserkommentare
Bondieblue am 20.05.2013 10:22
Trainer ? aus M ? M = Mainz oder München ? lol



......du hast Meppen vergessen
tommi24 am 20.05.2013 09:56
Peer Steinbrück hat recht, es könnte doch jeder Vorträge für ein Honorar bis zu 25.000 € halten, der Markt ist doch da. Oder nur für ihn????? Es ist ...

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