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DFB-Pokalfinale Dortmund besiegt die Bayern souverän

Blitzstart
Shinji Kagawa (r) traf schon in der dritten Minute für den BVB. Foto: Thomas Eisenhuth

Wie im Kampf um die Meisterschaft erwies sich der BVB auch im Berliner DFB-Pokalfinale als das bessere Team und gewann durch Tore von Shinji Kagawa (3. Minute), Mats Hummels (41./Foulelfmeter) und Robert Lewandowski (45.+1/58./81.) zum 5:2 (3:1) zum dritten Mal nach 1965 und 1989 den begehrten Pott. Mit dem Torfestival gegen den Rekord-Cupsieger stimmten sich die Westfalen zugleich auf die große Titelparty am Sonntag in Dortmund ein.

Vor 75 708 Zuschauern im ausverkauften Olympiastadion waren die Treffer von Arjen Robben (25./Foulelfmeter) und Franck Ribéry (75.) zu wenig für die in der Abwehr anfälligen Münchner, denen nach der Lektion durch den BVB nun sogar eine titellose Saison droht. Anstatt sich wie erhofft Selbstbewusstsein für das Champions League-Finale gegen den FC Chelsea am kommenden Samstag zu holen, gab es für die Bayern eine der höchsten Niederlagen ihrer Pokal-Historie.

Pech
BVB-Torwart Roman Weidenfeller verletzte sich früh. Foto: Sören Stache

Dortmund entwickelt sich für den FC Bayern immer mehr zu einem Schreckgespenst. Mit der Effektivität eines Champions nutzte der BVB wie schon bei den vier Pflichtspiel-Siegen zuvor seine Chancen eiskalt und deckte die Schwächen in der Münchner Abwehr eine Woche vor deren Saisonhöhepunkt schonungslos auf. Vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw agierte auch Nationalkeeper Manuel Neuer nicht fehlerfrei und trug Mitschuld an Lewandowskis drittem Tor.

Eine herausragende Rolle in dem in 150 Länder übertragenen Duell zwischen Meister und Vizemeister spielte der von englischen Clubs umworbene Japaner Kagawa. Unter den Augen von Manchester Uniteds Trainer Sir Alex Ferguson glänzte der 23-Jährige in seinem womöglich letzten Spiel für den BVB aus Torschütze und Vorbereiter. Dagegen konnten Ribéry und Robben dem Spiel der Münchner kaum Impulse geben.

Elfmeter
Roman Weidenfeller (M) brachte Mario Gomez (r) im Strafraum zu Fall, Schiedsrichter Gagelmann pfiff. Foto: Kay Nietfeld

Das hochklassige Gipfeltreffen des deutschen Fußballs begann mit einem Paukenschlag. Nach nicht einmal drei Minuten erlief Jakub Blaszczykowski einen verunglückten Rückpass von Luiz Gustavo und legte den Ball quer auf den mitgelaufenen Kagawa. Der Japaner traf unbedrängt zum 1:0.

Erst ein Foul von Roman Weidenfeller, der Mario Gomez bei seiner Abwehraktion von den Beinen holte, brachte die Münchner ins Spiel zurück. Robben verwandelte den von Schiedsrichter Peter Gagelmann verhängten Strafstoß diesmal sicher und besiegte sein Trauma. Bei der 0:1-Niederlage in Dortmund Mitte April hatte ein verschossener Elfmeter des Niederländers die Bayern um die Titelchance in der Bundesliga gebracht. Für die Borussen bedeutete das 1:1 zugleich den ersten Gegentreffer im DFB-Pokal in dieser Saison.

Ausgleich
Der Jubel von Arjen Robben nach seinen Elfmetertreffer zum 1:1 währte nur kurz. Foto: Kay Nietfeld

Das Ausgleichstor beflügelte die Bayern, die die bessere Spielanlage zeigten. Die Chance zum 2:1 vereitelte Hummels, der sich entschlossen in einen Schuss von Philipp Lahm warf (33.). Sekunden später war die Partie für Weidenfeller beendet. Der Borussen-Keeper, der bereits in der 8. Minute nach einem Zusammenprall mit Gomez hatte behandelt werden müssen, räumte seinen Platz wegen einer Rippenverletzung. Für ihn rückte der Australier Mitchell Langerak zwischen die Pfosten.

Mitten in die stärkste Phase des Champions League-Finalisten hinein platzte die erneute Führung für die Westfalen. Nach Foul von Jerome Boeteng an Blaszczykowski übernahm Hummels die Verantwortung und traf gegen Manuel Neuer zum 2:1. Der Nationalkeeper hatte die Ecke "gerochen" und wäre fast am Ball gewesen. Wenig später war der von seinen Vorderleuten im Stich gelassene Neuer gegen den Treffer von Lewandowski völlig machtlos. Der Pole war von Kagawa brillant in Szene gesetzt worden.

Austausch
Für den verletzten Weidenfeller (r) kam Mitchell Langerak. Foto: Sören Stache

Mit der Einwechslung von Thomas Müller für Luiz Gustavo reagierte Bayern-Coach Jupp Heynckes auf den Pausenrückstand. Doch tonangebend blieben die Westfalen, die ihren Gegner nun geradezu schulmäßig auskonterten. Nach einer Ballstafette über Kagawa und Kevin Großkreutz vollstreckte der freistehende Lewandowski sogar zum 4:1. Erst in Schlussphase rappelten sich die Bayern noch einmal auf und wurden durch Ribérys Einzelleistung zum 2:4 belohnt, doch als Neuer den Ball nicht festhalten konnte, war Lewandowski der Nutznießer und machte seinen Dreierpack perfekt. . (dpa)

Knapp
Vorentscheidung
Politprominenz
Bedient
© dpa
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Beim Elfmeter von Mats Hummels war Bayern-Keeper Manuel Neuer dran, aber konnte das Tor nicht verhindern. Foto: Hannibal


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Leserkommentare
onkelhenry am 22.05.2013 10:07
Heja FCK - bis bald in der Bundesliga!
tommi24 am 22.05.2013 10:06
Bitte nicht die Sparkasse unterschätzen, die ist ist einer gewissen Dauerbaufinanzierung ganz gross!

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