Am Ende einigten sich beide Seiten auf ein Freundschaftsspiel, dessen Einnahmen dem deutschen Rekordmeister zugutekommen.
5. Juni 2010: Sechs Tage vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika zieht sich Robben im Testspiel der Niederlande gegen Ungarn eine Muskelverletzung im linken Oberschenkel zu. Seine WM-Teilnahme scheint fraglich.
7. Juni 2010: Robben begibt sich beim Rotterdamer Physiotherapeuten Dick van Toorn in Behandlung. Schon zwei Jahre zuvor hatte der als Wunderheiler bezeichnete van Toorn Robben nach einer Verletzung mit einer "aggressiven Behandlung" wieder fit gemacht.
24. Juni 2010: Keine drei Wochen nach seiner Muskelverletzung feiert Robben im dritten WM-Vorrundenspiel gegen Kamerun sein Comeback. Er wird eingewechselt und bereitet mit einem Pfostenknaller den 2:1-Siegtreffer durch Klaas-Jan Huntelaar vor.
11. Juli 2010: Im WM-Finale gegen Spanien zeigt Robben eine starke Leistung und hat sogar den Siegtreffer auf dem Fuß. Doch der Flügelflitzer scheitert an Spaniens Keeper Iker Casillas und verliert nach 120 Minuten mit den Oranjes das WM-Finale.
3. August 2010: Schock für den FC Bayern. Nach dem Ende seines Urlaubs lässt sich Robben in München noch einmal untersuchen. Die Diagnose: Muskelfaserriss im linken Oberschenkel, zwei Monate Pause. "Wieder einmal müssen wir die Zeche bezahlen, dass unsere Spieler bei der Nationalmannschaft waren", schimpft Bayerns Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge. Bayern-Doc Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt spricht von einer "erheblichen Verletzung" und nennt es "unverantwortlich", dass Robben bei der WM gespielt hat.
5. August 2010: Rummenigge fordert Schadensersatz von den Niederländern. "Es wäre nur fair, wenn diese Kosten vom holländischen Verband getragen werden." Bondscoach van Marwijk wehrt sich. "Dieser Muskelriss kommt nicht durch Oranje."
11. September 2010: In München kommt es zu einem ersten Treffen zwischen den Verantwortlichen des FC Bayern und des KNVB. Eine Einigung wird nicht erzielt. Die Bayern machen deutlich, dass sie notfalls auch vor Gericht ziehen würden.
12. Oktober 2010: Die Stimmung zwischen den Bayern und den Niederländern verschlechtert sich wieder, nachdem sich die Holländer weigern, den angeschlagenen Mark van Bommel zurück nach München zu schicken. Van Bommel läuft im EM-Qualifikationsspiel in Schweden auf und verletzt sich. Die Folge: zehn Tage Pause. Rummenigge spricht von einem "eisigen Verhältnis".
21. Oktober 2010: Ein zweites Treffern zwischen den Bayern und dem KNVB beim DFB-Bundestag in Essen bringt erneut keine Einigung.
17. November 2010: Das Eis schmilzt. Die Niederländer setzen den weiter angeschlagenen van Bommel im Testspiel in der Türkei nicht ein und lassen ihn zur Behandlung zurück nach München.
15. Januar 2011: Beim 1:1 in Wolfsburg feiert Robben sein Comeback im Bayern-Trikot - fast genau sechs Monate nach dem WM-Finale.
2. Februar 2011: Endlich die Einigung! Beide Seiten vereinbaren ein Freundschaftsspiel zwischen dem FC Bayern und der niederländischen Nationalmannschaft am 22. Mai 2012. Die Einnahmen gehen an den deutschen Rekordmeister. "Wir sind froh, dieses Thema damit abschließen zu können", sagte Rummenigge. (dpa)


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