
Ganz unbegründet war der Plan für den Fall der Fälle nicht, hatten die Meteorologen für die Region doch Gewitter angekündigt. Letztlich ging das in seiner 50-jährigen Geschichte erstmals vom TSV Weserstrand Intschede ausgerichtete Handball-Event aber bei überwiegend guten Bedingungen über die Bühne. Lediglich drei der insgesamt 25 Spielrunden mussten am frühen Nachmittag im Regen ausgetragen werden. Finalspiele und Siegerehrung fanden sogar wieder bei Sonnenschein statt.
Für die Sieger hatte der TSV Intschede extra ein Podest erstellt, auf dem die gesamte siegreiche Truppe Platz fand. Insbesondere die zuletzt geehrten älteren Jahrgänge der männlichen Jugend hätten allerdings eine größere Kulisse verdient gehabt. Es hatten aber die zuvor geehrten Teams sofort ihre Taschen gepackt und die Anlage verlassen.
Eingebettet in die Siegerehrung verkündete Intschedes Vorsitzender Frank Oetting die Preisträger beim Fünf-Stationen-Wettkampf, bei dem beispielsweise ein Kletterturm erklommen werden musste. Das für das beste Team ausgelobte Trainingslager-Wochenende in der Jugendherberge Verden sicherte sich die weibliche C des TSV Walle. Über Preise durften sich zudem die weibliche C des TSV Intschede, die weibliche D vom TV Oyten und die männliche D des TSV Daverden freuen.
Das hitzigste Finale lieferten sich die weiblichen C-Jugend-Mannschaften des TSV Intschede und TV Oyten. In den Mittelpunkt der letztlich vom TSV Intschede mit 9:8 gewonnen Partie geriet dabei die Schiedsrichterin. Zum Unmut der Oytener Anhänger hatte die Unparteiische zunächst einem regulären Oytener Treffer erst nach Befragung der Intscheder Zuschauer die Anerkennung versagt. Endgültig kochten die Emotionen auf Oytener Seite hoch, als die Schiedsrichterin beim Schlusspfiff ein 9:8 für den Nachwuchs des Ausrichters verkündete, obwohl es eigentlich 9:9 hätte stehen müssen. "Uns sind da schon zwei Treffer geklaut worden", versicherte TVO-Coach Frank Dunker. Er war aber so fair einzuräumen, dass es soweit gar nicht hätte kommen müssen. "Schließlich lagen wir schon 8:4 vorne", sagte er.
Auch die Kleinsten zeigten schon beachtliche Leistungen mit dem Handball und große Ausdauer an einem sehr langen Turniertag. Es triumphierten die männliche E der HSG Cluvenhagen/Langwedel und die weibliche aus Scheeßel.
Den zweiten Erfolg innerhalb einer Woche feierte die männliche D-Jugend des TV Oyten. Nach dem Sieg beim Beachhandball-Masters im Sand von Cuxhaven-Duhnen verteidigte sie nun auch beim Tag der Handballjugend auf Rasen ihren Titel aus dem Vorjahr. Opfer kurzfristiger Absagen wurde insbesondere die zweite weibliche Jugend D der SG Achim/Baden. Da der TSV Morsum und die HSG Verden/Aller für die Vorrundengruppe kurzfristig einen Rückzieher gemacht hatten, konnte die SG nur ein einziges Spiel austragen. "Der komplexe Spielplan ließ leider keine Aufstockung einer anderen Gruppe zu", bedauerte Jugendspielwart Ulrich Koch.
Stellung nahm Jugendwart Peter Mützel am Rande der Veranstaltung zur Förderung der Talente in der KRAGE. "Es würde mich wundern, wenn die Kreise Verden und Diepholz mit ihren Talenten dort nicht mehr vertreten sein sollten", sagte Mützel "Wir haben nie erklärt, dass wir uns, was die Talentförderung angeht, aus der gut funktionierenden Nachwuchsförderung zurückziehen", so der Rotenburger weiter.





















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